wolke99
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Ich persönlich finde es nicht so ungewöhnlich, dass sie die beiden Situationen schwer verknüpfen kann.
Ich kenne das auch von meiner Bekannten, die ich hier mal erwähnt habe und das gibt es wahrscheinlich auch öfters. Man möchte die "heile Welt" erhalten, weil alles andere unfassbare Angst macht. Das Unbekannte, die Einsamkeit, Verlust des Bildes das man aufgebaut hat. Deshalb wird es gar nicht in Erwägung gezogen, sondern komplett ausgeblendet, abgespaltet, Entschuldigungen gesucht oder Schuldige.
Meine Bekannte ist wie gesagt so ähnlich verblendet, wenn nicht noch schlimmer. Sie wurde sogar schon von den Geliebten des Mannes kontaktiert, hat ihn mal mehr oder weniger inflagratni erwischt u.v.v.m.
Zwar ist sie schon weiter als Dinania und spricht ihn darauf an und es gab auch schon Paartherapien und auch mal eine Trennung, aber es ändert sich nichts und sie bleibt bei ihm. Sie will das Familienkonstrukt erhalten, wie sie schon mal selber zu gab, aber sie ist auch wieso auch immer total abhängig, besessen von diesem Mann. Das merkt man total. Lange Zeit tat sie mir leid bis ich gemerkt habe, dass sie die Leute die es gut mit ihr nur ausnutzt. Wenn sie Streit mit ihrem Mann hat, dann sucht sie Hilfe und Rat. Aber wenn bei ihr zu Hause alles wieder gut ist, dann sind die die ihr geholfen haben, die Bösen weil die ja negativ gegen den Mann geredet haben. Sie ist total in ihrer Welt und das sehe ich bei Dinania auch so. Zwar sind für sie die Kritiker (noch) nicht die Bösen, sondern sie projeziert ihre Wut auf die AF. Aber sie will genauso vieles nicht sehen.
Das gibt es also wirklich.
Zitat von Violettsloth:Mir scheint es so, als wäre es für sie grundsätzlich überraschend, dass Dinge oder auch Menschen sich ändern. Nur weil ich mit 20 keine Bohnen mochte, können sie mir doch mit 40 aber plötzlich schmecken.
Das ist eines der Gründe wieso ich finde, dass die Ehe, vor allem wenn sie in jungen Jahren geschlossen wird, anders ausgelegt werden sollte. Weiß nicht genau wie ich das beschreiben soll.
Eine Ehe ist eine unheimlich große Verantwortung. Es gibt keinen anderen Vertrag auf der Welt der einen so lange bindet und eine Beendigung so unheimlich schwierig und kompliziert ist.
Eine solche Verantwortung Anfang/Mitte 20 Jährigen aufzubürden, die sich selbst und den anderen zu dieser Zeit kaum richtig kennen, finde ich schon sehr viel.
Wie hier schon geschrieben wurde, verändert sich ein Mensch im Laufe seines Lebens. Vor allem in diesem Alter. Die Prioritäten sind auch ganz andere, die Kriterien bei der Partnerwahl, auch oft die Einstellung und der Geschmack.
Deshalb sollte das irgendwie gestaffelt werden finde ich, oder es so gehandhabt wie bei manchen Führerscheinen. Man sollte die Ehe zumindest die erste Zeit in bestimmten Intervallen bestätigen müssen.
Alle 5 Jahre oder so. Und wenn nur 2 mal. Wurden beide Male von beiden Seiten bestätigt, dass man weiterhin an der Ehe festhält, dann erst würde ich die Verpflichtung für den anderen bis ans Lebensende festmachen. Ich könnte mir vorstellen, dass das auch viele Leute wieder motivieren würde, die sich nach der Eheschließung auf die faule Haut legen wollen.
Und auch, dass der EP nicht so schnell als selbstverständlich angesehen wird.
Dass beide mehr Energie in die Ehe legen weil sie halt eben nicht so in Stein gemeißelt ist.
Natürlich ist es auf der einen Seite gut, wenn man sich durch die Ehe (scheinbar) sicher sein kann.
Aber durch diese vermeintliche Sicherheit gehen viele Ehen auch kaputt.