Zitat von Mann1989: Denkst Du, du hättest dieser Frau einen Gefallen getan? Wer sagt Dir denn, dass sie die Info überhaupt wollte? Immerhin ist sie nun ja immer noch mit ihm zusammen...
Zitat von Felica2024: Auch bezüglich der anderen Ehefrau, deren Boden Du unter ihren Füßen weggezogen haben könntest?
Nein, der Betrug des Ehepartners zieht einem den Boden unter den Füßen weg. Die Verantwortung für den Schmerz liegt nicht bei der Person die die Wahrheit übermittelt, sondern bei dem untreuen Partner.
Zitat von Mann1989: Da stellt sich für mich die Frage, wie man auf die Idee kommt im Leben anderer Menschen herumzupfuschen...
Zitat von Felica2024: Was gibt Dir das, Dich in fremde Beziehungen einzumischen?
Das sind genau die Fragen und Aussagen die hiermit gemeint waren:
Zitat von Cocolores: Ich bin ja seither eine Verfechterin der Wahrheit, sprich: ich würde den Betrogenen das Ganze erzählen - alternativ dem/der Betrüger/on die Möglichkeit geben es selbst zu tun.
Leider stehe ich mit der Einstellung oft allein da und höre Sätze wie "halt Dich da raus, das geht Dich nichts an", "das müssen die Beiden selbst klären" (wie denn, wenn einer nichts vom Betrug weiß?!), "vielleicht haben die ne offene Ehe" (klar, die gibt es ja auch so oft...), "vielleicht will er/sie davon gar nichts wissen" (vielleicht aber ja doch?!)
Es gibt sie tatsächlich Menschen die von der Untreue ihres Partners lieber in Unkenntnis gelassen werden wollen. Andererseits gibt es auch sehr viele die über die Aufklärung und die damit einhergehenden Entschleierung einer falschen Realität sehr dankbar sind/wären.
Welcher Meinung der Mehrheit angehören wissen wir nicht.
Letztendlich muss jeder nach seinem eigenen besten Gewissen handeln und die Entscheidung, ob man eine betrogene Person weiterhin wissentlich in Unklarheit lässt und damit weiterem Betrug und weiteren Lügen aussetzt, treffen die meisten hier wohl anhand dessen wie sie selbst behandelt werden wollen.
Wenn ich mal von mir ausgehen darf, würde ich schon wollen und je nachdem wie gut ich die andere Person kenne, sogar erwarten über die Untreue meines Partners in Kenntnis gesetzt zu werden.
Das ist meine Einstellung zu dieser Sache.
Das hat für mich nichts mit Rache zu tun, das hat für mich auch nichts mit einmischen zu tun.
Das hat für mich etwas mit Ehrlichkeit, Anstand und Vertrauen zu tun.
Ich würde nicht in einer Scheinwelt leben wollen, deswegen könnte ich andere Menschen auch nicht bewusst in einer Scheinwelt leben lassen.
Das ich nicht das Maß aller Dinge bin ist mir klar. Letztendlich ist es eine 50/50 Chance ob mein Gegenüber genauso denkt wie ich, am Ende weiß ich es schlicht und ergreifend aber nicht!- Also entscheide ich mich dafür wie ich gerne in der Situation behandelt werden möchte.
Das wäre meine Definition von "aus bestem Gewissen handeln".
Was der Andere mit dem Wissen anstellt bleibt ihm überlassen. Aber ich würde mich nicht schlecht damit fühlen einem Erwachsenen Menschen die Wahrheit zugetraut zu haben.
Zitat von Mann1989: Ich finde dieses Vorgehen nämlich nicht nur völlig übergriffig, sondern auch taktlos und egoistisch. Bei @schlaflosll schien es darum zu gehen, aus Trotz jemanden zu bestrafen. Nur traf es in ihrem Fall die völlig falsche Person, denn der Mann darf ja bei der Frau bleiben und die Frau hat nun Infos, die sie vielleicht gar nicht wollte.
Du kannst nur von dir selbst sprechen.
Es ist legitim zusagen man möchte nicht über die Untreue seines Partners in Kenntnis gesetzt werden. Es ist ebenfalls legitim zu sagen man selbst würde nie zu einem Mitmenschen gehen um ihn über die Untreue seines Partners in Kenntnis zu setzten, weil man das Gefühl hat es geht einen nichts an.
Klar das kann man so machen. Ich verurteile niemanden deswegen, aber ich könnte es nicht. Wir haben da einfach eine andere Einstellung.
Wenn mich Menschen wissentlich in Unkenntnis lassen würden -aus welchen Gründen auch immer- würde es sich für mich wie unterlassene Hilfeleistung anfühlen.
Ich würde nämlich genau dieses "Nichts-tun-und-wegschauen" als taktlos und egoistisch empfinden/beschreiben. Völlig übergriffig finde ich nämlich die Entscheidung Anderer Menschen in einer Illusion leben zu lassen (durch den Betrüger).
Du merkst selbst, die Meinung gehen hier stark auseinander. Es wird nie ein einheitliches JA oder Nein, Falsch oder Richtig geben.
Dein Richtig ist nicht mein Richtig und eben auch umgekehrt.
Deswegen glaube ich nicht das einer von uns beiden ein schlechter Mensch ist.
Ich finde es nur schade das direkt verbal so drauf gehauen wird.
Zitat von Mann1989:
Zitat von Felica2024: