Zitat von Violettsloth: Was nicht bedeutet, dass ich die Art und Weise gut finde, überhaupt nicht. Er sollte sich sauber trennen und schauen, ob Federbällchen tatsächlich die Frau fürs Leben ist.
Ja, sehe ich auch so.
Allerdings: Wenn er das gemacht hätte, was allgemein als fair empfunden wird, dann hätte er Dinania den noch viel größeren Schlag versetzt. Denn ihr absoluter Horror ist ja, dass er geht.
Die Affäre scheint für sie dagegen das kleinere Übel zu sein, denn die eträgt sie seit einem Jahr.
Und da sie seit einem Jahr da zusieht, würde ich sagen, dass ihr Elend selbstgewählt ist.
Dass andere Leute sich fair und gerecht und anständig verhalten, ist zwar wünschenswert, aber, wie wir alle wissen, durchaus nicht immer der Fall.
Wenn ich aber weiß, dass ich von einem anderen belogen, betrogen und respektlos behandelt werde und nichts dagegen unternehme, obwohl ich es könnte, dann bin ich in der Tat selbst schuld. Denn auf das (schlechte) Verhalten anderer kann ich im Zweifelsfall keinen Einfluss nehmen. Auf mein eigenes hingegen schon. Und muss es im Sinne der Selbstachtung und des Selbstschutzes auch öfter mal.
Und weil Dinanias größter Horror der ist, verlassen zu werden, hätte ihr Mann es sowieso nicht richtig machen können in ihren Augen. Es wäre so oder falsch gewesen für sie.
Hätte er sich sauber zuerst getrennt, dann wäre für sie nichts besser gewesen. Im Gegenteil.
Das einzig "Richtige" für sie wäre es, wenn er es so machen würde wie sie selbst: Augen fest zusammenkneifen, die eigenen Bedürfnisse und Emotionen unterdrücken und an der Ehe festhalten. Koste es, was es wolle.
Augen zu und durch.