Zitat von alleswirdbesser: Na ja, es gibt genug Väter, denen man die Kinder fast hinterher tragen muss, denn sie wollen ja erstmal das neue Glück genießen.
Genauso gibt es aber auch genügend Frauen, die die Kinder von ihrem Vater entfremden oder dies zumindest versuchen, obwohl der Vater den Kontakt wünscht und sich liebevoll kümmert. Und ich finde beides einfach nur fürchterlich (also ich meine Väter, die dann mir nichts dir nichts ein neues Leben beginnen und das geniessen)
Zitat von Ema: Kinder lieben in der Regel beide Eltern und haben nicht das geringste Interesse, ein Elternteil zu "verstoßen".
Befürchtungen, wie du sie hier äußerst, treffen gelegentlich auf Männer zu, die niemals ein eigenes Verhältnis zu den Kindern hatten, sondern den sozialen Zusammenhalt - einschließlich die Kinder betreffend - ihren Frauen überlassen und sich nie selbst gekümmert haben. Und selbst diese werden von den Kindern so leicht nicht "verstoßen".
Vom Vater entfremden kann man manchmal sehr kleine Kinder, die sich erstens nicht wehren können und die in einem Alter sind, in dem sie den Vater als sehr frühe Bezugsperson noch vergessen können, wenn sie ihn lange nicht sehen.
Du magst Recht haben, in der Regel. Es gibt aber genug ausreichend dokumentierte Fälle, in der Schweiz wie auch in Deutschland, wo es zu einer Entfremdung der Kinder und des Vaters kam. Und dies nicht aus dem Grund, dass der Vater nicht liebevoll gewesen wäre oder sich nicht gekümmert hätte.
Ich gebe Dir aber Recht, dies geschieht vor allem bei kleinen Kindern und nicht bei Kindern im Alter von Dinania. Ich gebe zu, aufgrund der Schreibweise von Dinania vergesse ich oft deren Alter. Und der/die Jüngste ist im pubertären Alter schon auch noch leicht beeinflussbar, die grossen Zwei wohl weniger.
Zitat von Ema: Zur Erinnerung: Zwei von Dinanias "Kindern" sind volljährig. Ein weiteres ist mitten im Teeny-Alter. Um die vierzehn Jahre, wenn ich mich recht erinnere.
In dem Alter werden sie den Vater kaum vergessen. Und wenn eine Mutter es schafft, sie jetzt noch vom Vater zu entfremden und sie gegen ihn aufzuhetzen, dann nur, weil er vorher schon keine echte Bezugsperson für sie war.
Ja, da gehe ich mit. Wie gesagt, die beiden Grossen dürften nicht mehr nachhaltig empfänglich sein für diese Art der Manipulation. Beim jüngsten Kind wäre ich mir noch nicht so sicher. Hinzu kommt, dass alle 3, sorry so liest es sich, nicht die emotionale Reife haben, wie es in ihrem Alter üblich wäre.
Ich gebe auch zu, dass in diesem Fall die Angst, die ich dem Mann unterstelle, eher unbegründet ist (aufgrund des Alters der Kinder). Es ging mir glaube ich mehr darum aufzuzeigen, das ganz viele Väter mit genau dieser Angst leben und sich deshalb für einen Verbleib in der Familie entscheiden, obwohl sie mit der Partnerin schon länger nicht mehr glücklich sind. Ich wage die These, dass viele Männer nicht aus Bequemlichkeit bleiben, sondern aus dieser von mir beschriebenen Angst.
Zitat von SchlittenEngel: Das gilt auch wenn man „wegen der Kinder“ bleibt. Auch das „muss“ man nicht, man entscheidet sich dafür- oder sind dann am Ende die Kinder schuld?
Unter diesen von mir beschriebenen Umständen schon. Und nein, die Kinder sind nie Schuld. Bei diesem Fall sehe ich die Schuld vor allem bei Dinania und natürlich auch bei ihrem Mann. Nochmals er wollte gehen und weiss der Geier wie sie ihn zu bleiben überreden konnte. Stell Dir vor, das war vor rund 5 Jahren, da war das kleinste Kind 9 Jahre alt. Jetzt lesen wir immer wieder, wie sie ihre und auch Federballs Kinder vorschiebt und miteinbezieht. "Die armen Kinder von Federball müssen jetzt erleben wie Mama zu viel getrunken hat", "die armen Kinder dürfen nicht in die Ferien weil Federball keine Kohle hat" oder auch zum eigenen Mann "du kannst mich nicht verlassen, stell dir vor unsere armen Kinder, die würden das fast nicht überleben; die würden dir das nicht verzeihen und und und..."
Ja, zum Bleiben zwingen kann sie nicht. Sie kann aber mit Hilfe von Freunden, Bekannten, den Eltern und den Geschwistern so auf ihn einwirken, dass er sich gezwungen fühlt. Und zwar solange bis er selbst glaubt, dass die Welt bei einem Weggang unterginge.
Zitat von Waris07: Wer ein super liebevolles Verhältnis zu seinen Kinder hat/ pflegt, mit offen Karten spielt, kein doppeltes Spielchen spielt muss keine Angst davor haben seine Kinder zu verlieren.
Es wäre schön, wenn es so wäre. Oder denkst Du da nur an Kinder die bereits erwachsen sind? Dann bin ich bei Dir. Bei allem anderen würde ich sagen, nein dem ist definitiv nicht so.
Ich lade euch herzlich ein, den von mir verlinkten Artikel zu lesen und diesen mal auf euch wirken zu lassen. Vielleicht findet ihr das genau so schrecklich wie ich und könnt dann die Angst eines Vaters auch ein bisschen mehr verstehen. Vor Allem wenn man sich bewusst macht, dass dies kein Einzelfall ist.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/el...g-100.htmlSorry für diesen Offtopic. Ich wollte einfach einige Sachen nicht so unkommentiert stehen lassen.