Tilly
Mitglied
- Beiträge:
- 1430
- Danke erhalten:
- 5110
- Mitglied seit:
Zitat von Waris07:Es macht mich ehrlich betroffen, wie schnell hier gerade eine Opfer - Täter - Umkehr stattfindet.
hat über Monate hinweg sichtbar emotionalen und psychischen Missbrauch durchlebt – zermürbendes Gaslighting, emotionale Kälte, Verachtung, Demütigungen, Ungewissheit, Kontrollverlust usw...
Was sie zeigt – dieses widersprüchliche, teils schwer nachvollziehbare Verhalten – ist ein typisches Zeichen von Traumafolgen. Wer sich ein bisschen mit Bindungstrauma, toxischen Dynamiken oder emotionaler Abhängigkeit beschäftigt hat, oder sich Beiträge zu genau diesem Thema aufmerksamer durchgelesen hat, sollte eigentlich verstanden haben, dass das Nervensystem nur versucht zu überleben, nicht zu "gefallen".
Man kann nicht erwarten, dass jemand aus so einem Zustand "logisch", "souverän" oder "vernünftig" agiert. Gerade wenn der Aggressor jemand ist, der einem emotional so nahe steht – wie der eigene Ehemann – wird oft alles verdreht und verwischt.
Ja, es ist frustrierend, wenn jemand in einer Schleife feststeckt. Aber das ist kein Grund, nochmal und nochmal und nachmal voll draufzuschlagen.
Im Gegenteil - Das sollte erst recht Anlass sein, innezuhalten, statt den Frust und die Verantwortung bei der am meisten verletzten Person abzuladen.
Empathie heißt nicht, alles gutzuheißen. - Aber sie heißt nicht zu vergessen, wie jemand geworden ist, wer er gerade ist.
Und damit lege ich hier - in diesem Threrad - eine Pause ein, bis sich die Gemüter wieder abgekühlt/ normalisiert haben.
🎯 Vielen Dank dafür.