whynot60
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Zitat von Margerite:Frauen hatten keine rasierten Beine geschweige denn andere rasierten Zonen. Die Koteletten der Männer standen hoch im Kurs und auch das Haupthaar - je mehr, desto besser.
Tja, was früher die Haare waren, ist heute der Helm.
Aber mit den nicht rasierten Beinen sagst Du was! Ich war damals noch im sehr jugendlichen Alter, und nach dem Wechsel an eine technische Schule, samt einigen Schulkollegen, haben sich die Eltern abgewechselt, uns an den Wochenenden abzuholen bzw. danach wieder in die Schulstadt zu bringen. Darunter war nur eine Frau (die Mutter eines Schulkollegen), und etwas (aber nicht viel) übertrieben könnte man sagen: Da hat man vor lauter schwarzen Haaren keine Beine mehr gesehen. Und immer, wenn uns die gefahren hat, bin ich da hinten gesessen im Auto wie ein Besenstiel.
Ein positives Trauma, wenn man so will.
Ich finde das ja noch heute interessant. Denn das zeigt ja, dass eine solche Behaarung eine beachtliche Signalwirkung haben muss. (Darauf sind ja alle abgefahren, nicht nur ich vielleicht.) Offenbar ersichtlich ablesbarer Testosteronwert. Eine ganz instinktive Reaktion, weil zu der Zeit bei Jugendlichen ja noch eine große Ahnungslosigkeit geherrscht hat und teilweise etwa geglaubt wurde von den besonders vorwitzig Forschenden (und das ist echt kein Witz), Kinder entstünden dadurch, dass der Vater drei Tropfen Urin in die Suppe der Mutter tröpfle.
Was mich, als ich das gehört habe, übrigens gleich an meiner ganzen grausigen Existenz hat verzweifeln lassen und eine regelrechte Harnphopie ausgelöst hat. Ich konnte nicht einmal mehr in Ruhe über eine Wiese gehen, ohne vom Grausen durchgeschüttelt zu werden, weil ich mir dachte, da und dort könnte ja ein Reh oder ein Hase hingepinkelt haben.