Zitat von Violettsloth:Was mich richtig erschreckt ist ihre Meinung, wie ihr Mann zu sein hat. Was er mögen darf, was er fühlen darf, was er möchte. Wenn es nicht dem entspricht, was sie glaubt, dann kann es nicht wahr sein. Sie hat überhaupt keine Ahnung, dass Menschen sich im Laufe ihres Lebens verändern. Andere Vorstellungen oder Vorlieben entwickeln. Aber das kommt in ihrer Denke so überhaupt nicht vor.
Das kann nicht sein, das ist so nicht. Ob sie ihre Kinder wohl auch noch als Kleinkinder wahrnimmt? Oder realisiert hat, dass die erwachsen sind mit fast 20? Wenn sie immer schreibt, die Kinder würden leiden und weinen, klingt das so, als würden da ein paar Grundschüler stehen, wegen denen Papa die Familie nicht verlassen kann.
Der Ehemann beschreibt sie ja auch als labil. Das kommt doch nicht von ungefähr.
Dinania lebt halt in den 50er Jahren oder gar im vorletzten Jahrhundert, was ihre Einstellung zu Familie, Pflichten der Frau und Ehe betrifft. Das ist kein Vorwurf, sie wurde ja auch dementsprechend erzogen. Sie hat sich aufgeopfert und alles für Mann und Kinder getan (alles Materielle jedenfalls) und fühlt sich jetzt um ihren "Lohn" betrogen, nämlich den dankbaren, treuen und liebenden EM, der ihre Mühen schätzt und bei ihr bleiben will. Anzuerkennen, dass die Ehe gescheitert ist, wäre für sie vergleichbar damit anzuerkennen, dass ihr gesamtes Weltbild, ihr Lebensmodell gescheitert ist. Dazu ist sie nicht in der Lage und ich kann es verstehen bei ihrer Biografie. Sie müsste dazu ihre gesamte Erziehung und ihr Wertesystem umkrempeln und hinterfragen. Und einsehen, dass das falsch war und ihr der fest einberechnete "Lohn" nun eben doch nicht zusteht. Also verschließt sie die Augen davor und macht die 3 Affen, die nichts hören, sehen, sagen.
Ich musste das Gleiche auch schmerzhaft erfahren, als mein NM mich trotz 4 gemeinsamen Kindern verließ und ich erkennen musste, dass jahrelange Aufopferung und Stress für die Familie eben nicht den vermeintlich "verdienten Lohn" im Form eines liebenden EM bringt. Zum Glück ist diese Erkenntnis bei mir mittlerweile gesackt und ich habe mit 36 Jahren noch die Kurve gekriegt, mein Weltbild dementsprechend zu ändern. Ich mache jetzt nur noch schöne Dinge für mich, die mir guttun (und für die Kinder natürlich) und mache ÜBERHAUPT GAR NICHTS MEHR, nur um anderen zu gefallen und dann schwer enttäuscht zu sein, wenn der "Lohn" in Form von Liebe und Anerkennung dann doch nicht kommt. Kein Bock mehr auf diesen Mist. Dina wäre zu wünschen, dass sie zu der gleichen Erkenntnis kommt, aber anhand ihrer Beiträge sehe ich da bisher eher schwarz.