Zitat von AjnosXX: wenn es gut aufgearbeitet wir können auch wieder Gefühle entstehen. Vor allem wenn ihm klar wird er kann nicht gehen, muss er versuchen sich soweit zu reflektieren und selber glücklicher werden
Wieso kann er nicht gehen? Er ist doch nicht Dinanias Leibeigener, der dazubleiben hat, weil die Herrin es befiehlt. Es trennen sich jeden Tag zig Paare, weil dieses bis das der Tod uns scheidet leider längst nicht immer funktioniert. Weil Menschen sich eben im Lauf der Zeit ändern und andere Bedürfnisse entwickeln können und es dann einfach nicht mehr passt. Diese Tatsache abzustreiten und zu verdrängen ist meiner Meinung nach - sorry - ignorant und nicht besonders klug.
Natürlich sind die wenigsten Kinder begeistert, wenn die Eltern sich trennen, aber sie lernen damit umzugehen und zu akzeptieren, dass Mutter und Vater auch eigenständige Menschen mit eigenen Bedürfnissen und Wünschen sind. Meiner Erfahrung nach - und ich bin selber Scheidungskind - sind Kinder besser dran mit geschiedenen aber zufriedenen Eltern als mit denen, die aus Angst oder unter Zwang und Druck zusammenbleiben. Denn Kinder spüren das und übernehmen diese ungesunden Muster für ihr eigenes späteres Beziehungsleben. Kann man hier ja auch oft genug lesen.
Zitat von So-isses: Und was tust du?
Unglücklich in einem Loch verharren, das Unglück deiner Kinder betrachten, und dich dabei um nichts kümmern.
Aus ihrer Sicht kümmert sie sich doch. Darum, dass alle um sie herum eingenordet sind, um ihren EM auf Kurs zu halten. Darum, dass die Leine, an der der EM läuft, möglichst kurz und fest ist und der emotionale Druck auf ihn gleichbleibend hoch. Das ist ihre Art, sich zu kümmern, ganz so wie die Ehefrauen in grauer Vorzeit.
Obwohl ich das Verhalten des EM keineswegs gutheiße, hab ich mittlerweile auch ein Stück weit Mitgefühl für ihn. Alleine die Vorstellung, in solch einer Ehe leben zu müssen, löst bei mir Beklemmungen und einen Fluchtreflex aus. Da möchte ich gar nicht wissen, wie er sich fühlt.