Zitat von Dinania: Ich sage euch das jetzt ganz ehrlich........ich kenne sie ja schon eine Weile und ich weiß, dass sie ein schlechtes Gewissen haben wird, jedes Mal wenn ich mich melde............und meine Chance ist es, das es so groß wird das sie es lässt. Das werde ich aber nur über die Kinder schaffen. Wenn soe merkt was sie da anrichten würde wird sie sich sehr wahrscheinlich gegen das entscheiden was sie möchte sondern das wohl ihrer Kinder in den Vordergrund stellen.
Liebe Dinania, und ich sage Dir das jetzt auch ganz ehrlich, als Mutter von drei Kindern, als eine Frau, die selbst fremdverliebt war und zwei Monate lang eine heimliche Affäre geführt hat und sich schlussendlich von ihrem Mann, ihrem bisherigen Leben getrennt hat:
Diese Deine Denkweise ist für die Tonne.
SIE ist nicht das Problem. Sie ist nur ein Symptom. Du verschwendest Deine Zeit, Kraft und vielleicht die Chance, Eure Ehe irgendwie noch vor dem Untergang zu retten, wenn Du immer nur auf SIE schaust und Dir irgendetwas davon versprichst, wenn Sie sich zurückzieht.
Für mich war die Fremdverliebtheit, die Tatsache, dass ich skrupellos genug war, so weit zu gehen, meinen Mann emotional und schließlich auch körperlich zu betrügen, der Stein, der alles ins Rollen gebracht hat. Ich hatte schon jahrelang nur wegen der Kinder in einer toten Ehe ausgehalten. Dabei war - wie bei Euch - keineswegs alles schrecklich. Wir hatten ein super Leben, haben uns vordergründig immer gut verstanden, Wohlstand, Reisen, tolle Kinder, tolle Freunde, und wir waren auch einander gute Freunde, ein super Team. Alles supi soweit. Aber was gefehlt hat, Liebe, Nähe, Zuwendung, Beziehung, Tiefe - das hatte nichts mit dem AM zu tun. Weder konnte er mir das wirklich geben, noch wäre es wiedergekommen, hätte er (oder ich) die Affäre beendet.
Nicht die Affäre war der Grund dafür, dass unsere Ehe am Ende war. Das hatte schon viel viel , schon Jahre früher begonnen. Und als ich die Affäre begonnen hatte, war ich unabhängig davon schon längst an dem Punkt, an dem ich wusste: es ist vorbei. Das Feuer ist aus. Die Glut erloschen. Das Pferd ist tot. Jegliche Wiederbelebungsmaßnahmen wären erfolglos.
Ich habe mir die Frage gestellt: würde ich mich auch trennen wollen, wenn mein AM von heute auf morgen die Affäre beendet (weil er z.B. aufgeflogen ist oder das Ganze schlicht nicht mehr kann)? Und als ich das sofort und dringend mit JA beantworten musste, war die Sache klar.
Und nicht mal meine Kinder konnten mich davon abhalten (und schon gleich gar nicht Haus, Hof und Hamster). Und das, obwohl ich bis zu diesem Zeitpunkt alles für sie zurückgestellt hab, sie waren immer mein Ein und Alles, und mein höchstes Lebensziel war, ihnen eine wunderschöne Kindheit zu bereiten.
Und selbst heute, wo mir erst bewusst ist,
wie sehr sie unter der Trennung gelitten haben und nach über einem Jahr immer noch leiden, würde ich nicht anders entscheiden, ich habe die Trennung nicht einen Tag bereut. Es ging einfach nicht mehr. Ich war dabei, kaputt zu gehen.
Die einzige Chance, die Du m.E. hast, die möglicherweise auch mein Exmann gehabt hätte, die im Übrigen die Frau meines AM ebenfalls hatte und sie auch soweit ich weiß erfolgreich genutzt hat, denn sie sind wieder zusammen: Lege den Fokus auf Deinen Mann, auf Euch. Trau Dich, sei schonungslos offen, leg alles auf den Tisch, sei ehrlich und wahrhaftig. Sprich alles an, was Du uns auch hier geschrieben hast. Steck Deine Grenzen fest, verteidige sie. Setz ihm die Pistole auf die Brust. Du gehst damit denke ich kein Risiko ein, Du hast an der Stelle, wo ihr mittlerweile steht, nichts mehr zu verlieren.