Zitat von SchlittenEngel: Für manche ( manche!, wohlgemerkt) scheint dieser thread ein Ort zu sein, in dem man einfach so seinen eigenen Frust rausk.otzen kann. Und das finde ich mindestens genauso unangebracht…..und gibt dem ganzen leider das Gschmäckle von Schulhof- Mobbing.
Ich glaube, dass die letzten Zeilen der TE wohl alle Väter und Mütter dieser Welt etwas triggern würde. Ob man deswegen die Contenance verlieren sollte, steht natürlich auf einem anderen Blatt...
Der Verlauf dieses Fadens schmerzt mich doch sehr, das muss ich zugeben. Ich war von Anfang an dabei. Ich habe es glaube ich schon mal geschrieben. Es kommt mir hier vor wie ein Film, in dem TE die Hauptrolle spielt. Man sieht ihr zu, findet sie sympathisch und leidet mit. Der Schuldige im Forum ist schnell gefunden, es ist der Ehemann, der eine andere Frau angräbt, diese wird zur Antagonistin. Immer mehr Details kommen ans Licht und immer fassungsloser werden die Zuschauer, ob der Flirterei und Tatscherei der beiden. Man wünscht sich so sehr, dass die Protagonistin ihren Frieden findet.
Dann die Wende, die Protagonistin liest die Nachrichten der Beiden. Und siehe da, es zeigt sich, dass die Antagonistin sich in Zurückhaltung übt, Gefühle für den Mann hegt, aber sichtlich dagegen ankämpft. Sie hadert mit der Situation und reflektiert sich selbst mit einer Ehrlichkeit, dass sie sich von ihrem Mann trennt. Sie ist sich bewusst, es gibt kein Zurück zu ihm, denn die Gefühle sind nicht mehr da. Sie leidet unter der Trennung und unter ihren Gefühlen und vermutlich auch darunter, dass sie ihre wahren Gefühle verbergen muss. Der Mann der Protagonistin, der sich aufführt wie ein Ritter in goldener Rüstung bewegt sich nicht, ist langsam aber sicher ebenfalls gezeichnet von der Unterdrückung seiner wahren Gefühle. Ihm fehlt aber der Mut, wie dem Löwen in Der Zauberer von Oz, um sich endlich gerade zu machen und allen reinen Wein einzuschenken.
Das interessiert die Protagonistin aber nicht im Geringsten. Denn um Liebe geht es nicht mehr, es geht um Macht, um Standing, darum gegen die Antagonistin nicht zu verlieren, der sie sich ins Geheim schon seit Anbeginn der Zeit unterlegen fühlt. Der Zuschauer merkt aber spätestens jetzt, dass er doch Sympathien für die Antagonistin entwickelt, denn diese ist im Gegensatz zu allen anderen in diesem Theater, aufrichtig und gerade. Ist sich selbst treu und ehrlich. Der Protagonistin ist nun jedes Mittel recht um zu verhindern, was bei normalem Verlauf der Geschichte nicht zu verhindern wäre. Für die eigene Unattraktivität hat sie längst gesorgt, denn auch ihr fehlt der Mut das Richtige zu tun. Sie instrumentalisiert daher lieber Leute, die hintenrum den Job für sie erledigen und macht der Antagonistin zwischen den Zeilen klar, was der Bruch für sie und ihre Kinder zu bedeuten hätte. Nämlich vollständige Ächtung der ganzen Sippschaft.
An dieser Stelle ist man soweit, dass man der Antagonistin wünscht, dass sie ihren Weg finden möge und glücklich wird. Wenn möglich der komplette Ausstieg aus dieser Bande und einen Mann findet, den sie so sehr lieben kann, dass sie nicht mehr links oder rechts schauen muss. Dann wäre die Ehe der beiden Anderen womöglich wieder in trockenen Tüchern, so scheint es. Nur merkt der Zuschauer, dass diese überhaupt keine Substanz mehr hat, denn da findet nichts mehr statt, was eine gute Ehe ausmacht.
Die Entwicklung dieses Films, sorry für den langen Ausschweifer, macht mich sehr traurig.