Zitat von Mann1989: Ich finde, die Kinder über ein mögliches Ende zu informieren auch relativ blödsinnig.
Dennoch macht es den Anschein, dass genau damit gearbeitet wird. Der Vater wird als guter Vater beschrieben, mit dem die Kids gern Zeit verbringen. Dennoch weiss Dinania genau, dass die Kinder im Falle einer Trennung diesen Vater aufgeben würden, also muss das Thema gewesen sein. Vor allem wird daran eine Botschaft verknüpft, denn kein Kind wird solch Entscheidung bei einer so positiv besetzten Vaterfigur mal eben so treffen.
Des Weiteren sehe ich keine Paarebene auf der innerhalb der Beziehung noch irgendetwas passiert, sondern der Schwerpunkt liegt jetzt auf den beteiligten Kindern die so unbeteiligt sein sollten.
Federball bekommt erzählt, was für ein hinreißender Vater der Gatte für die Kids ist.
Den Kindern wird auf komische Weise suggeriert, dass die befreundeten Kinder von Federball Gesprächsthema sein werden, da eine elterliche Trennung auch in ihrer Verantwortung liegt? Sie dann irgendwie Kinder 2. Klasse sind?
Ich weiss, diese Begrifflichkeit wurde nicht geschrieben, aber diese Haltung wird meiner Meinung nach vertreten und kommuniziert. Als ob die Trennungskinder eine Schande wären und das finde ich verwerflich.
Diese Haltung wird auch etwas mit den Kindern untereinander machen, aber das scheint keine Rolle zu spielen.
Das Paar lässt laufen und die Kinder werden zu einem Instrument.
Wäre ich ein Teenager und müsste meine Mutter darauf hinweisen, dass mein Vater eine andere Frau begrabscht, was vermutlich auch deren Kinder gesehen haben, keine Ahnung wie fantasiereich ich sein müsste, um mir einzureden, dass alles top ist, zumal seit dem Vorfall Eiszeit zu Hause herrscht, mal davon abgesehen, wie peinlich das wäre.
Darauf kommen dann Kommentare, dass Trennungskinder Gesprächsgegenstand sind und dieses ganz schrecklich ist. Die Mutter der besten Freunde ist auch schrecklich, da sie ja den Vater verlassen hat. Aber Moment, war das nicht die Frau, von der der eigene Vater die Finger nicht lassen konnte?
Und dann haben wir noch eine ängstliche Mutter, die irgendwie die Gewissheit und die Entscheidung braucht, dass man den Elternteil der verlässt, unbedingt aufgeben muss. Eine Trennung muss also eine Todsünde sein.
Spielt es dann noch eine Rolle, dass an ihm seine guten Vaterqualitäten geschätzt werden? Nein! Spielt es eine Rolle, dass auch Kinder deren Eltern nicht mehr miteinander können das Recht auf Mutter und Vater haben? Auch nicht.
Wird die Schuldfrage auf die Kinder gepresst? Macht sehr den Eindruck.
Schade das es so laufen muss, nur weil das Paar unfähig ist, zu reden.