Zitat von Lizzzy: Dennoch macht es den Anschein, dass genau damit gearbeitet wird. Der Vater wird als guter Vater beschrieben, mit dem die Kids gern Zeit verbringen. Dennoch weiss Dinania genau, dass die Kinder im Falle einer Trennung diesen Vater aufgeben würden, also muss das Thema gewesen sein.
Kommt mir auch spanisch vor, woher Dinania diese Sicherheit nimmt oder ist es vielleicht einfach ein innerer (nicht ganz frommer) Wunsch? Könnte natürlich auch so sein, dass die Kinder bezüglich der Trennung von Mr. und Mrs Federball solche Gedanken mit Dinania teilten. Von daher will ich der TE auch nichts unterstellen. Was sie sicher unterlassen hat, ist, den Kindern zu erklären, dass solche Geschehnisse vorkommen und das Leben dennoch weitergeht, vor allem dass sich für die Kinder nicht viel ändert. Denn Mama und Papa bleiben IMMER Mama und Papa.
Zitat von Lizzzy: Des Weiteren sehe ich keine Paarebene auf der innerhalb der Beziehung noch irgendetwas passiert, sondern der Schwerpunkt liegt jetzt auf den beteiligten Kindern die so unbeteiligt sein sollten.
Ich glaube, dass ein Blinder sieht, dass hier keine Paarebene mehr existiert. Es riecht eher so nach Bruder und Schwester. Natürlich checken die Kinder das und werden wohl mindestens leicht irritiert sein.
Zitat von Lizzzy: Den Kindern wird auf komische Weise suggeriert, dass die befreundeten Kinder von Federball Gesprächsthema sein werden, da eine elterliche Trennung auch in ihrer Verantwortung liegt? Sie dann irgendwie Kinder 2. Klasse sind?
Hmmm das wissen wir nicht und können es maximal erahnen. Haltlos unterstellen dürfen wir jetzt aber auch nicht, denn wir wissen nicht ob und wie das im Hause Dinania thematisert wurde. Man bekommt aber den Eindruck bei Dinanias Schilderungen, dass ihre Sicht darauf abzielt, dass Kinder von Getrennten keine "normalen" Kinder mehr sind, da gebe ich Dir Recht.
Zitat von Lizzzy: Als ob die Trennungskinder eine Schande wären und das finde ich verwerflich.
Diese Haltung wird auch etwas mit den Kindern untereinander machen, aber das scheint keine Rolle zu spielen.
Das Paar lässt laufen und die Kinder werden zu einem Instrument.
Da bin ich auch bei Dir und das kratzt mich auch ein bisschen auf, wenn ich ehrlich bin. Da meine Kinder auch von getrennt lebendenden Eltern aufgezogen werden und unser Verhältnis wirklich cool ist, frage ich mich woher eine solche Sichtweise stammen kann.
Zitat von Lizzzy: Wäre ich ein Teenager und müsste meine Mutter darauf hinweisen, dass mein Vater eine andere Frau begrabscht, was vermutlich auch deren Kinder gesehen haben, keine Ahnung wie fantasiereich ich sein müsste, um mir einzureden, dass alles top ist, zumal seit dem Vorfall Eiszeit zu Hause herrscht, mal davon abgesehen, wie peinlich das wäre.
Gut, so wars gemäss Schilderungen nun wirklich nicht.

Eines der Kinder hat lediglich gemerkt, dass der Vater eventuell einen leichten Crush auf Mrs Federball hat. Dinge, die immer wieder vorkommen können und in der Regel nichts bedeuten.
Zitat von Lizzzy: Darauf kommen dann Kommentare, dass Trennungskinder Gesprächsgegenstand sind und dieses ganz schrecklich ist. Die Mutter der besten Freunde ist auch schrecklich, da sie ja den Vater verlassen hat. Aber Moment, war das nicht die Frau, von der der eigene Vater die Finger nicht lassen konnte?
Jap, diese Sichtweise finde ich hochproblematisch, weil es in Richtung Sippenhaftung geht. Kinder können nichts für ihre Eltern und sollten nicht die Verantwortung für diese übernehmen müssen. Das geht hin von Schuld bis zu Mitleid, alles fehl am Platz.
Kinder bleiben Kinder und was noch wichtiger ist, die Kinder beider Familien bleiben sicherlich gute Freunde, sofern sie nicht manipuliert werden und in einen Machtkampf hineingezogen werden und da sehe ich derzeit etwas Gefahr ausgehend von Dinania...