Zitat von HerrZ: Wird nicht andersrum auch oder gar eher ein Schuh draus?
Er ist der Ehemann und Vater und das hat er -unter mehr oder weniger subtiler Androhung allerschlimmster Konsequenzen- auch gefälligst zu bleiben.
Sie hat doch gar keine Verantwortung, alles wird ausgelagert. An die böse Hexe, die sich erdreistet den gleichen Mann gut zu finden. Nein. Sie trägt keine Verantwortung, sie sieht nichtmal wo Verantwortlichkeiten beginnen und enden.
Ich spreche von Verantwortung, die die jeweilige Rolle mit sich bringt. Zum Beispiel bei einem sehr traditionellen Familienmodell ist es so, dass der Ehemann das Geld verdient und die Ehefrau sich um den Haushalt kümmert (ich weiss sehr veraltet). In diesem Beispiel wäre die Verantwortung von Dinania das Führen des Haushalts, oder als Mama die Verantwortung für das Wohl der Kinder.
Aber ist eh gut, dass Du das gerade einwirfst, denn so sieht man sehr gut was ich eigentlich meine. Als Ehefrau kümmert sie sich um den Haushalt und ist um das Wohl ihres Gatten besorgt (Kleidung reinigen, Essen kochen, putzen, aufräumen etc). Hier übernimmt sie Verantwortung. Als Mutter kümmert sie sich um das Wohl der Kinder (schmiert Brote, hilft bei Hausaufgaben etc). Auch hier übernimmt sie Verantwortung. Bei ihr Selbst, ihrem Glück und ihren Träumen und Wünschen, da übernimmt sie rein gar keine Verantwortung. Da ist das Verhalten des Mannes Schuld, das Verhalten ihrer Freundin und und und. Da kommt sie einfach nicht in die Gänge und macht sich komplett von der Aussenwelt abhängig.
Zitat von Lizzzy: Was du hier beschreibst ist der Alltag bzw. der Kampf, welchen eine Vielzahl von Menschen führen. Es ist eine Herausforderung.
Deine Ansprüche als Vater bestimmt wer? Dein Charakter und dein Wesen.
Deine Unzufriedenheit über die mangelnde Me-Time und den Perfektionismus bestimmt wer?
Dein Charakter und dein Wesen.
Die Veränderung dessen, mit viel oder wenig notwendiger Zeit bestimmt wer?
Du, mit Charakter und Wesen.
Da widerspreche ich auch gar nicht. Hat aber nichts mit meiner ursprünglichen Aussage zu tun. Ich sagte, dass ich eine Mama und eine Ehefrau wahrnehme, aber bei ihr kein Ich-Selbst sehe.
Zitat von Lizzzy: Weißt du, so kritisch ich das hier sehe und dir sicherlich in vielen Punkten Recht gebe, einem Menschen seine Individualität abzusprechen und somit seine nicht-Existenz zu bescheinigen halte ich für sehr schwierig und ehrlich gesagt auch für anmaßend.
Das kann man für anmassend halten, da gehe ich mit. Nur hat Dinania es die ganze Zeit unterlassen, auch nur eine Frage vom Leben ausserhalb ihres jetzigen Zustandes zu beantworten. Sie wurde nach Hobbies etc gefragt und wenn sie überhaupt mal antwortet, dann bestimmt nicht auf solche Fragen. Mir ist schon klar, dass so ein Forum auch als persönliches Tagebuch benutzt werden kann und dass dies auch legitim ist. Genauso legitim ist es aber auch, nach 581 Seiten (und ja, ich bin in diesem Faden seit Tag 1 dabei) ein Urteil zu bilden und TE auch mal den Spiegel vorzuhalten. Klar sind solche Urteile nicht bequem, aber muss es das immer sein? Ich habe kaum in einem Faden so viel von einem Menschen gelesen und dennoch im Anschluss keine Ahnung gehabt wer dieser Mensch eigentlich ist.