Hallo Amyontour,
zunächst erstmal Glückwunsch, dass Du die Initiative ergriffen hast. Die Entscheidung, die Polizei einzuschalten, war sicherlich nicht angenehm, aber in dieser Situation die absolut richtige decision.
Nach den neueren Beiträgen ist offenkundig ersichtlich, dass Dein Expartner einerseits Hilfe braucht (ggf. gegen seinen Willen) und andererseits unmissverständlich Grenzen aufgezeigt werden müssen. Dass ihn ein Psychologe schon einweisen wollte, sagt da sehr viel aus. Sein Verhalten Dir und Deiner Tochter gegenüber bestätigen seine psychischen Probleme. Was da jetzt die genauen Ursachen sind, ist von hier aus nicht ersichtlich und bedarf sicherlich professioneller Untersuchungen durch entsprechende Fachärzte etc. Alk. ist nicht immer der Auslöser, eher ein Fluchtmittel für Betroffene. Da wird im Hintergrund wohl weit mehr im Argen sein.
Das sollte aber nicht Dein Problem sein. Nur mache bitte nicht den Fehler, Mitleid mit ihm zu fühlen oder zu äußern, dass er Dir leid tut. Letztlich ist der Alk., seine Aktivitäten und sein Verhalten in seiner Verantwortung, keiner wird ihm wohl raten, trinke Alk. und mache Terror usw. Kann er dieses nicht steuern, ist er psychologisch instabil, vielleicht auch nicht mehr voll geschäftsfähig und müsste umgehend eingewiesen werden, damit er wirklich nicht andere und/oder auch sich selbst schädigt. Denn Kontrolle über sich und seine Handlungen hat er de facto nicht. Mitleid ist da der falsche Weg, man muss konsequent bleiben.
Deine Tochter ist 16, wenn ich das richtig gelesen habe. Sie ist alt genug, diese Situation zu verstehen. Mach dir diesbezüglich nicht zu viele Sorgen. Ihre Freunde/innen werden Verständnis haben, wenn Du wie gestern bei Treffen etc. mal nachfragst, ob alles i.O. ist. Letztlich muss aber mittelfristig Ruhe rein, das wird nicht ohne weiteres einkehren und bedarf ggf. Eingriffe der Polizei und/oder anderen Behörden, Ärzten und Institutionen.
Halt uns weiter auf dem Laufenden.
L.G.
Udi