Bella81
Gast
ich möchte hier nur mal ein Thema erörtern, das mich rein Interesse halber interessiert.
Es geht um meine Nachbarin, wir sind beide Ende 30 und kennen uns seit mittlerweile 15 Jahren.
Ich würde sie jetzt nicht als Freundin bezeichnen, sondern eher als gute Bekannte, die neben mir wohnt und mit der man sich ab und zu im Gemeinschaftsgarten trifft.
Und zwar ist es so: In ihrem Leben ist das einzig beherrschende Thema mehr oder weniger nur Männer und Beziehungen.
Als sie sich vor ca. 12 Jahren von ihrem Ex-Mann sch.n ließ weil der sie betrog, fiel sie in ein tiefes Loch und bekam Depressionen.
In der Folge lernte sie immer wieder Männer kennen, mit denen sie dann kurzweilig zu tun hatte, aber nie wirklich eine feste Beziehung zustande kam. Außer einmal, da hatte sie wohl eine Beziehung für (ich glaube) 1 Jahr.
Jedenfalls fällt mir auf, dass sie in ihrem Leben immer nur dann wirklich glücklich ist, wenn sie einen Mann hat mit dem sie eine Beziehung führen kann. Wenn sie alleine und Single ist, ist sie unausgeglichen und unterschwellig gefrustet und nur in Singlebörsen unterwegs, weil ihr wohl etwas im Leben fehlt.
Klar, ich kenne das von mir selbst: Als ich noch Single war, habe ich auch immer neidisch auf andere Paare geschaut und mir gewünscht, dass da hoffentlich auch bald ein Mann kommt, der mich dann ebenso liebt. Aber ich habe nie mein Leben davon abhängig und es als Voraussetzung angesehen um überhaupt ein lebensfähiges und glückliches Dasein zu führen.
Ich habe mir immer gedacht, dass es vielleicht Menschen gibt, bei denen ihr Lebenssinn vielleicht einfach nur darin besteht eine Partnerschaft zu führen.
Aber umso mehr ich darüber nachdenke, umso seltsamer finde ich das.
Mittlerweile ist sie seit ca. 5 Monaten wieder mit einem Typ zusammen, bei dem sie bald einziehen will. Und ich freu mich wirklich unheimlich für sie, weil es laut ihren Aussagen die große Liebe ist.
Andererseits denke ich mir, dass sie ihr Muster nie loswerden wird. Denn was ist, wenn diese Beziehung irgendwann auch wieder endet? Dann ist sie wieder im gleichen Fahrwasser wie vorher und auch nicht wirklich glücklich, weil ihr dann wieder ein Mann fehlt.
Ist das wirklich normal?