Bobier
Mitglied
- Beiträge:
- 18
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 32
- Mitglied seit:
seit einigen Tagen lese ich immer wieder hier im Forum mit und bin erstaunt wie einen geholfen wird. Alleine nur gehört und verstanden zu werden und mehrere Lösungswege gezeigt zu bekommen finde ich von Euch Usern großartig und deshalb erst einmal Dankeschön an Euch alle
.Ich habe wirklich überlegt ob ich hier was schreiben soll, aber da ich mit sonst niemanden richtig darüber reden kann, will und musst ich meinen Kummer, Sorgen und Gedanken einfach mal freien Lauf lassen, da sie mich ansonsten innerlich verzweifeln lassen.
Aber erst einmal kurz zu meiner Person, ich bin männlich 42 Jahre alt und seit ca.15 Jahren mit meiner Freundin zusammen und gefühlt gerade in der Midlife-Crisis in der ich gerade alles in meinem Leben in Frage stelle. Aber wo fange ich am besten an?
Ich spüre eine gewissen Unzufriedenheit in meinen Leben, wobei dies nichts neues ist, da ich mich schon eine ganze Weile so fühle. An guten Tagen kann ich es ausblenden und aber an schlechten Tagen holt es mich wieder ein.
Angefangen hat er mehr oder weniger mit den Lebensumständen meiner Freundin die mich immer mehr verzweifeln lassen und Wut und Frust in mir hervor rufen. Zum einen ist es das finanzielle Problem war mich sehr belastet und zum anderen die Wohnsituation die wir haben. Am Anfang unserer Beziehung hatte noch jeder seine eigene Wohnung und die Sammelleidenschaft meiner Freundin hat mich da weniger gestört.
Als ich dann aus meiner Wohnung ausziehen musste, bin ich logischer Weise zu ihr gezogen und habe aus Platzgründen einige meiner Sachen eingelagert, weil bei Ihr der Platz gefehlt hat, so dass man sich kaum noch in Ihrer Wohnung bewegen konnte. Ich habe mich damit arrangiert und später auf Resignation geschaltet.
2022 sind wir dann in ein größeres Haus gezogen um einfach mehr Platz zu haben und um an unsere Zukunft zu arbeiten, sprich Kinder und Hochzeit.
Aufgrund der vielen Dinge und Sachen die wir hatten, war ich skeptisch ob wir es schaffen das Haus in einen normalen Zustand zu bringen und ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben. Nun wohnen wir seit fast zwei Jahren im neuen Haus und leider hat sich meine Skepsis, die ich vor dem Umzug hatte, erfüllt und die Hoffnung ist verschwunden, zumal der Mietvertrag befristet ist und dadurch in Zukunft wieder ein Umzug ansteht. Soll heißen dass wir zwar in ein Haus wohnen aber von Platz keine Rede ist, da alles zugestellt ist.
Alleine dies belastet mich schon sehr und aus Resignation ist Frust geworden. Und wenn ich an einen späteren Umzug denke würde ich am liebsten nur noch flüchten.
Und dazu kommt noch die finanzielle Situation die mich komplett verzweifeln lässt, da sie so extrem ist dass wir unsere laufenden Rechnungen nicht zahlen können und eher neue Schulden aufnehmen müssen um dies zu begleichen. Ich möchte (noch) nicht zu sehr ins Detail gehen aber wir sind beide Vollverdiener mit einem sehr guten Einkommen und trotzdem reicht es hinten und vorne nicht. Und jedes Mal wenn wir denken wir haben eine Lösung gefunden, sind wir nach kurzer Zeit wieder an den Punkt gekommen wo wir davor waren
Und als i-Tüpfelchen kommt jetzt noch meine gefühlte Midlife-Crisis dazu in der ich alles in Frage stelle. Wenn ich mir überlege ich bin jetzt 42 Jahre alt, habe somit in etwas die Hälfte meines Lebens erreicht und sehe jetzt wo ich stehe, da kommen mir die Tränen weil ich realisiere im welchen Tiefpunkt ich eigentlich angekommen bin und keinerlei positiven Gedanken mehr für die Zukunft fassen kann-nichts an das ich mich klammern kann zumal dadurch auch unsere Beziehung gerade eine schwierige Phase durchlebt.
Am liebsten würde ich alles fallen und hinter mir lassen, egal wie die Konsequenzen sind und einfach nochmal komplett von vorne anfangen-ohne Ballast und ohne solche schweren Sorgen.
Aber leider ist dies nicht möglich und deshalb verzweifle ich, gebe gedanklich mein Sinn im Leben auf, bloß um diesen Schmerz und Zerrissenheit loszuwerden, was logischer Weise aber nicht klappt.
Ich habe keine Lebensfreude mehr, bin dadurch schlecht gelaunt, aggressiv und auch zu nichts mehr zu motivieren, weil dann wieder der finanzielle Ballast wieder kommt der mir sämtliche Freude wider nimmt.
Ich weiß einfach nicht weiter. An guten bzw. normalen Tagen lebe ich einfach in den Tag hinein, aber an schlechten Tagen, wenn die Gedanken auf einmal wieder da sind, dann ist es besonders schlimm und ich könnte nur noch weinen-was ich aber immer unterdrücke da niemand die Tränen sehen soll.
Ihr merkt ein totales Chaos und ich habe versucht es so kurz als möglich zu beschreiben und hoffe das es dadurch verständlich ist.