LehrerLempel
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Zwei Wochen ist es nun her, seit meine Ex und ich uns getrennt haben. Knapp anderthalb Jahre waren wir zusammen. Die Trennung verlief „harmonisch“ und es trifft niemanden irgendeine schuld. Es ist so, dass bei ihr eine Mischung aus nicht aufgearbeiteter Vergangenheit und Gefühlsverlust dazu geführt haben, dass sie selbst gemerkt hat, dass sie momentan keine Beziehung führen will/kann und mir dieses Push and pull nicht länger antun will. Aber grundsätzlich hat niemand dem anderen jemals irgendwas Böses getan. Sie kann nur einfach meine Gefühle nicht mehr erwidern.
Die Trennungsgründe sind für mich verständlich und in den paar objektiven Momenten, in denen ich seitdem auf unsere Beziehung geblickt habe, muss ich auch resümieren, dass es so erstmal besser für beide ist. Trotzdem bin ich natürlich traurig und vermisse sie.
In meinem Liebeskummer bin ich im Sinne einer selbsttherapie dazu übergegangen, meine Gefühle aufzuschreiben. Dabei ist mir aufgefallen, dass sehr oft ICH dabei im Mittelpunkt stehe. So belastet mich grade der Gedanke, dass ich für sie eine Belastung war, dass ich abgesägt wurde, dass ich nicht gut genug war, dass ich nicht mehr der Mann war, von dem sie wollte dass er sie hält, dass ich jetzt wieder alleine bin und dass ich jetzt wieder mit Ungewissheit in die Zukunft sehe.
Ist diese Selbstfixierung in solchen Momenten normal oder habe ich eigentlich keinen Liebeskummer sondern eher ein verletztes Ego?