Zitat von Lina1992: Mein Chef sieht das als ein Vertrauensbruch ( ich bin die rechte Hand vom Chef). Er unterstütz mich in meiner aktuellen Situation sehr( homeoffice, ich darf früher gehen wenn was mit der kleinen ist ). Eigentlich gefällt mir mein Job doch leider fehlt es mir an finanziellen Mitteln. Mein Chef Argumentiert es so, dass ich aktuell schon genug Freiheiten habe, sodass er von einer Erhöhung absieht.
So ganz verstehe ich es nicht, deshalb drösel ich meine Fragen mal auf:
Homeoffice - Grundsätzlich oder aufgrund der Coronaverordnungen (die m. W. grade ausgelaufen sind)? Hast Du Interesse, weiter im Homeoffice (zumindest alternierend) zu arbeiten, gibt es in der Firma evtl. Betriebsvereinbarungen dazu, so dass Du weiter Anspruch darauf hast?
Du darfst früher gehen - im Rahmen einer Gleitzeitvereinbarung oder weil der Chef ein Auge zudrückt? Grundsätzlich bist Du ja verpflichtet, die Stunden zu leisten, für die Du bezahlt wirst. Es sei denn, Du hast ein Attest, z. B. für Kinder-Krankentage im Rahmen der gesetzlichen Regelungen.
Du arbeitest in einem großen Unternehmen: Gibt es einen Tarifvertrag, gibt es einen Betriebsrat? Hättest Du, wenn Du intern wechselst, tatsächlich wieder eine Probezeit mit der Option, ggfs. ganz rausgeworfen zu werden? Das wäre eher ungewöhnlich.
Ich sehe einiges etwas differenzierter als manche Vorschreiber.
Als Alleinerziehende mit kleinem Kind sind variable Arbeitszeiten und verständnisvolle Chefs (und Kollegen, bitte nicht vergessen!) sehr viel wert; mehr, als eine Gehaltserhöhung. Es sei denn, diese ist so hoch, dass Du Dir eine Fremdbetreuung leisten kannst.
Klar ist jeder zu ersetzen und auch die beste rechte Hand ist schnell vergessen. Da sind wir mitten im Arbeitsleben - und nö! Ein schlechtes Gewissen hätte ich niemals gegenüber noch so nettem Cheffe (wie schnell wäre er oder sie wohl weg, wenn der nächste Karrieresprung ruft!?). Den Chef und seine Mauligkeit würde ich bei der Entscheidungsfindung mal außen vor lassen.
Aber Geld ist definitiv nicht alles, jedenfalls nicht, wenn es nicht richtig viel mehr ist und evtl. nicht auch noch weitere Aufstiegsmöglichkeiten mit einem Wechsel verbunden sind. Oder eben eine allgemein höhere Grundzufriedenheit.
Du musst Dir einfach die Karten legen und - bezogen auf Deine aktuelle Situation - Pro und Contra auflisten. Wenn Du die gleichen Möglichkeiten hast wie jetzt, verbunden mit mehr Gehalt, dann würde ich an Deiner Stelle sofort wechseln. Warum wohl nicht?