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Gast
Ich kenne meine Ex (ich hasse es, Sie so zu nennen, kann es auch kaum annehmen, mache es aber trotzdem) seit gut 3 Jahren. Im Ausgang, auf den ersten Blick! Wir beide sind oder waren nicht immer stabil (wer ist das) - Sie suchte den Sinn des Lebens, tiefgründig, ich genoss Erfolg, Ansehen und das Leben (leider nur vordergründig - was auch mein grosses Thema ist). Im Wissen der grundlegend unterschiedlichen Ansichten und Lebensweisen, sind wir in Kürze zusammengekommen. Wir können uns ergänzen...
Ein halbes Jahr später zusammengezogen. Ihr grosses Problem an mir waren meine "Wochenendabstürze". Jede Woche 1 x Vollrausch und Ausgang (mit 38). Ich konnte das nicht verstehen - ich tue Ihr nichts, lege mich ins Bett und bin am morgen wieder der Alte "Liebe". Die Abstürze waren wie eine Flucht aus dem Leben. Es gab 3,4 Eskallationen, sie wollte die Beziehung deswegen beenden. Ich konnte es jedoch wieder "abwenden" - Ausgänge blieben.
Auf der Suche nach der Ursache für die Abstürze wurde mir bewusst, dass ich def. zu kopflastig bin, abstellen muss, irgend einen Knopf habe. Ich bin auch weniger Unternehmungslustig, weniger Leidenschaftlich als Sie, habe aber (abgesehen von den Abstürzen) stets Alles für Sie getan (und Sie für mich)
Im Februar habe ich mich, nach einer letzten Eskallation entschieden, die Abstürze zu streichen resp. mit Sport zu kompensieren - parallel suchte ich einen Psychologen auf und habe es durchgezogen - will meine "Knöpfe" lösen.
Ende Juni bekam meine ex (hatte solche Symptome schon vor unserer Beziehung) ein Tief - Müdigkeit, Suche nach Sinn - vielleicht auch Ueberlastung. Eine Woche später, Sie hat aus Verzweiflung denselben Psychologen aufgesucht, hat Sie mir offenbart, dass Sie auch wieder die Beziehung hinterfrage - Sie habe etwas in Ihr gefunden, was Sie Ihr ganzes Leben suche und wolle Ihre Freiheit, Leidenschaft, Ihr Leben zurück. Ausgezogen.
Wir hatten eigentlich nie Streit, waren stets füreinander da, fast etwas nah. Wir haben über Familienplanung gesprochen, uns etwas aufgebaut.
Es sind nun 2 Wochen, die ich in der halbleeren Wohnung vegetiere - funktioniere (1/4). Ab und an kühler Kontakt - Kontaktsperre wäre der Tipp, ich weiss - sich etwas Gutes tun.... kann ich auch nicht, ich wüsste nicht was. Ablenken - bin wie gelähmt.
Freunde, Kollegen und Familie sind für mich da - Mir wurde schon gesagt, ich liebe mich zuwenig oder nicht - kann nicht geniessen, bin selten glücklich.
Die jetzige Situation ist fast unerträglich. Danke fürs Lesen.