Davidia
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Er jammert, dass ihm alles so schwerfällt, sitzt morgens als erstes stundenlang am PC und spielt und sieht sich gerne Videos von Verschwörungstheoretikern an. Er sieht überall nur noch Feinde, hatte Streit mit viele Familienmitgliedern (seinen und meinen), Ärzten, Angestellte der Agentur für Arbeit. Er hat keine Hobbies mehr, keinen Kontakt mit seinen Freunden. Ich versuche ihn immer zu unterstützen, habe ihm bei Fortbildungen alles abgenommen an Haushalt etc., habe ihm eine Fortbildung verschafft, indem ich ein klärendes Gespräch mit dem entsprechenden Mitarbeiter geführt habe. Ich lese Bücher zu dem Thema, rede mit ihm darüber, gebe Komplimente, frage, was los ist. Aber mittlerweile traue ich mich kaum noch, Probleme anzusprechen. Wenn ich ihm sage, dass mir auffällt, dass viele er sehr oft an einem Tag sch. sagt und sich über die kleinsten Dinge aufregt, dann bekomme ich Rückmeldungen wie "Du bist Kacke". Wenn ich nur frage, was seine Pläne sind, wird mir gesagt, ich solle ihm keinen Druck machen, sondern ihn nur loben und bestätigen.
Mittlerweile nimmt mir meine Ehe die Luft zum Atmen. Ich habe keine Freude mehr, selbst kleine Dinge tut er nicht mehr für mich. Ich habe einen Kinderwunsch und das steht nicht zur Debatte.
Es ist schwer zu sehen, wie aus dem tollen Ehemann ein Mensch wurde, der mich als selbstverständlich hinnimmt. Mir geht es total schlecht und meine Familie würde mich am liebsten aus der Situation herausholen. Manchmal überlege ich an freien Tagen schon, wohin ich jetzt flüchten kann oder mir wird übel, wenn ich die Wohnung betrete.
Dann bin ich in unserem Urlaub nach einem schönen Abend morgens aufgewacht und habe erfahren, dass er Sex mit mir hatte, als ich etwas zu viel getrunken hatte. Ich konnte mich nicht daran erinnern.
Ich bin echt ratlos, denn es gibt auch Momente, in denen alles gut ist. Aber mir geht es schlecht und ich sehe fast keine Zukunft mehr.
Über Eure Meinung wäre ich dankbar.
