T
Tonerle
Gast
Hallo an alle
Ich weiß nicht mehr an wen ich mich wenden soll und brauche Meinungen von Außenstehenden zu meiner Situation (nicht Freunde und Familie):
Ich bin jetzt 23 und hatte bisher immer mehr oder weniger Pech mit Männern.
Als ich noch sehr jung war, fingen schon die Jungs in der Schule an mich "die gleichgeschlechtlich . " zu nennen. Einen Liebesbrief oder ähnliches bekam ich nie. Ich war mehr oder weniger "unberührbar".
Das erste Mal richtig verliebt war ich mit 16. Als ich es dem Jungen gestand, machte er sich darüber lustig und erzählte es der ganzen Klasse. Ich litt die ganze Oberstufe darunter.
Den ersten "Freund" hatte ich mit 18. Nach einem Monat ließ er mich sitzen. Ich fragte damals noch nicht nach dem Grund, weil ich dachte ich finde schon noch den Richtigen.
Beim nächsten Freund mit 19 passierte das Gleiche.
Mit Anfang 20 lernte ich einen sehr lieben Mann kennen, der mich gut behandelte, aber mit 25 Jahren schon schwere Erektionsstörungen hatte. Eigentlich hat es nie so richtig geklappt.
Nach einem Jahr hielt ich es nicht mehr aus. Bis heute habe ich ein schlechtes Gewissen, aber ich hatte das Gefühl etwas zu verpassen und verliebte mich in einen anderen Mann.
Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass dieser Mann sehr narzisstisch veranlagt war, genau merkte, dass mir in meiner alten Beziehung etwas fehlte und mich aus dieser herausziehen wollte, um sich selbst etwas zu beweisen. Als er es geschafft hatte, fing er an mich herunterzumachen und wollte mich loswerden. Schließlich tauschte er mich durch ein Mädchen aus Thailand aus, das er ebenfalls nach einiger Zeit sitzen ließ.
Ein halbes Jahr später lernte ich zum ersten Mal im Internet einen Mann kennen, der mich dann besuchte. Er spielte mir mehrere Tage die große Liebe vor und meldete sich dann nicht mehr. Als ich nachfragte (Fehler) was los sei, wurde ich ziemlich übel beschimpft. Ich sei ja in Wirklichkeit nicht sehr hübsch, nicht normal im Kopf usw. An diesem Punkt sind mir dann ehrlich gesagt die Sicherungen durchgebrannt.
Ich fing an mit ihm zu diskutieren, wochenlang, immer wieder, mit nur einem Ergebnis: Ich sei eben nicht so toll und dürfe nicht so viel vom Leben erwarten. Er kam schließlich mit seiner Ex wieder zusammen, die er, wie ich im Nachheim erfuhr, wegen mir verlassen hatte (!).
Ein paar Monate später lernte ich meinen aktuellen Freund kennen. Aber die alten Wunden waren noch da. Ich denke noch fast täglich an die Erfahrungen mit meinen Ex-Freunden. Ich bin misstrauisch geworden, zickig, launisch und sehr hart mit mir selbst und anderen. Ich habe zwar angefangen intensiv Sport zu machen, Hobbys nachzugehen, mich mit mir selbst zu beschäftigen, aber es nützt nichts. Heute war ich mit meinem Freund dann in der Stadt und enttäuscht wegen seiner offensichtlichen Lustlosigkeit mit mir etwas zu unternehmen. Diese Enttäuschung habe ich dann auch zum Ausdruck gebracht. Schließlich wurde ich mitten in der Fußgängerzone angeschrien "Ich will dich nicht mehr" und er rannte weg. Ich lief ein paar Meter hinterher und er drehte sich um und schlug mir, die schon heulend da stand, die Hand weg. Seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört.
Ich, Freunde und Familie können es sich langsam nicht mehr erklären. Meine Mutter ist wahnsinnig enttäuscht, weil sie meinen neuen Freund schon herzlich in der Familie aufgenommen hatte. Ich bin erfolgreich im Studium. Ich bin in allen Lebensbereichen eigentlich selbstbewusst und fast jeder der eben nicht mit mir zusammen ist, sagt ich sähe gut aus, sei nett und lustig. Da ich ständig neue Männer kennenlerne, kann ich auch nicht so unattraktiv sein. Ich bin vorsichtiger geworden, warte bis zum Küssen und mehr ein paar Wochen. Erklärungen wie "Ich liebe mich selbst nicht genug" sind für sich allein irgendwie auch zu kurz gegriffen. mein jetziger Freund/Ex (?) hat mir vielmehr Egoismus vorgeworfen. Und ich bin schon selbstbewusst genug, um mich sonst im Leben auch durchzusetzen.
Jetzt sitze ich jedenfalls wieder alleine daheim und grübele
. Bin ich zu dies, bin ich zu dies, was habe ich falsch gemacht, was machen die anderen vielleicht falsch. Früher habe ich in so einer Situation noch alleine geweint. Jetzt fühle ich irgendwie schon gar nichts mehr richtig. Ich grübele nur noch. Ich fühle mich auch schon nicht mehr richtig jung, sondern eher leer, stumpf und verbraucht. Ich habe das Gefühl, ich habe das erlebt, was andere in 15 Jahren erleben. Ich freue mich nicht mehr auf die Zukunft. Ich mache bald ein lang ersehntes und hart erarbeitetes Auslandssemester in Japan und beende mein Studium, aber ich empfinde keine Vorfreude mehr. Ob mein "Freund" sich morgen meldet oder nicht ist mir langsam auch egal.
Sollte ich vielleicht mal zu einem Psychologen? Ich wollte schon länger mal gehen, aber die Hemmschwelle ist da und ich fürchte nicht ernstgenommen zu werden. Wie meldet man sich da an?
Ich freue mich auf ein paar Rückmeldungen. Danke
Ich weiß nicht mehr an wen ich mich wenden soll und brauche Meinungen von Außenstehenden zu meiner Situation (nicht Freunde und Familie):
Ich bin jetzt 23 und hatte bisher immer mehr oder weniger Pech mit Männern.
Als ich noch sehr jung war, fingen schon die Jungs in der Schule an mich "die gleichgeschlechtlich . " zu nennen. Einen Liebesbrief oder ähnliches bekam ich nie. Ich war mehr oder weniger "unberührbar".
Das erste Mal richtig verliebt war ich mit 16. Als ich es dem Jungen gestand, machte er sich darüber lustig und erzählte es der ganzen Klasse. Ich litt die ganze Oberstufe darunter.
Den ersten "Freund" hatte ich mit 18. Nach einem Monat ließ er mich sitzen. Ich fragte damals noch nicht nach dem Grund, weil ich dachte ich finde schon noch den Richtigen.
Beim nächsten Freund mit 19 passierte das Gleiche.
Mit Anfang 20 lernte ich einen sehr lieben Mann kennen, der mich gut behandelte, aber mit 25 Jahren schon schwere Erektionsstörungen hatte. Eigentlich hat es nie so richtig geklappt.
Nach einem Jahr hielt ich es nicht mehr aus. Bis heute habe ich ein schlechtes Gewissen, aber ich hatte das Gefühl etwas zu verpassen und verliebte mich in einen anderen Mann.
Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass dieser Mann sehr narzisstisch veranlagt war, genau merkte, dass mir in meiner alten Beziehung etwas fehlte und mich aus dieser herausziehen wollte, um sich selbst etwas zu beweisen. Als er es geschafft hatte, fing er an mich herunterzumachen und wollte mich loswerden. Schließlich tauschte er mich durch ein Mädchen aus Thailand aus, das er ebenfalls nach einiger Zeit sitzen ließ.
Ein halbes Jahr später lernte ich zum ersten Mal im Internet einen Mann kennen, der mich dann besuchte. Er spielte mir mehrere Tage die große Liebe vor und meldete sich dann nicht mehr. Als ich nachfragte (Fehler) was los sei, wurde ich ziemlich übel beschimpft. Ich sei ja in Wirklichkeit nicht sehr hübsch, nicht normal im Kopf usw. An diesem Punkt sind mir dann ehrlich gesagt die Sicherungen durchgebrannt.
Ich fing an mit ihm zu diskutieren, wochenlang, immer wieder, mit nur einem Ergebnis: Ich sei eben nicht so toll und dürfe nicht so viel vom Leben erwarten. Er kam schließlich mit seiner Ex wieder zusammen, die er, wie ich im Nachheim erfuhr, wegen mir verlassen hatte (!).
Ein paar Monate später lernte ich meinen aktuellen Freund kennen. Aber die alten Wunden waren noch da. Ich denke noch fast täglich an die Erfahrungen mit meinen Ex-Freunden. Ich bin misstrauisch geworden, zickig, launisch und sehr hart mit mir selbst und anderen. Ich habe zwar angefangen intensiv Sport zu machen, Hobbys nachzugehen, mich mit mir selbst zu beschäftigen, aber es nützt nichts. Heute war ich mit meinem Freund dann in der Stadt und enttäuscht wegen seiner offensichtlichen Lustlosigkeit mit mir etwas zu unternehmen. Diese Enttäuschung habe ich dann auch zum Ausdruck gebracht. Schließlich wurde ich mitten in der Fußgängerzone angeschrien "Ich will dich nicht mehr" und er rannte weg. Ich lief ein paar Meter hinterher und er drehte sich um und schlug mir, die schon heulend da stand, die Hand weg. Seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört.
Ich, Freunde und Familie können es sich langsam nicht mehr erklären. Meine Mutter ist wahnsinnig enttäuscht, weil sie meinen neuen Freund schon herzlich in der Familie aufgenommen hatte. Ich bin erfolgreich im Studium. Ich bin in allen Lebensbereichen eigentlich selbstbewusst und fast jeder der eben nicht mit mir zusammen ist, sagt ich sähe gut aus, sei nett und lustig. Da ich ständig neue Männer kennenlerne, kann ich auch nicht so unattraktiv sein. Ich bin vorsichtiger geworden, warte bis zum Küssen und mehr ein paar Wochen. Erklärungen wie "Ich liebe mich selbst nicht genug" sind für sich allein irgendwie auch zu kurz gegriffen. mein jetziger Freund/Ex (?) hat mir vielmehr Egoismus vorgeworfen. Und ich bin schon selbstbewusst genug, um mich sonst im Leben auch durchzusetzen.
Jetzt sitze ich jedenfalls wieder alleine daheim und grübele
Sollte ich vielleicht mal zu einem Psychologen? Ich wollte schon länger mal gehen, aber die Hemmschwelle ist da und ich fürchte nicht ernstgenommen zu werden. Wie meldet man sich da an?
Ich freue mich auf ein paar Rückmeldungen. Danke