radha
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ich bin neu hier und lese schon seit einiger Zeit mit.
Vor einigen Tagen musste ich meine Beziehung beenden. Ich habe mich nicht mehr wohl gefühlt und es gelang mir nicht, die Verliebtheit in den Alltag mitzunehmen.
Erschwerend für mich war es, dass er jede freie Minute bei seiner Mutter verbringt. Entscheidungen trifft er mit ihr. Ich habe diese Dinge nur beiläufig oder zufällig mitbekommen. Er erzählt selten etwas von sich, meistens musste ich nachfragen. Das war mir zu anstrengend und hat mir Energie entzogen. Ein paar Mal habe ich das Gespräch gesucht. Ihm meine Gefühle geschildert und versucht unsere gegenseitigen Wünsche/Bedürfnisse zu erörtern. Leider hat es ihm meistens an Verständnis gefehlt. Sicherlich habe ich auch meinen Teil zur Situation beigetragen, letztendlich hat es einfach nicht gepasst.
Es wurde mir langsam bewusst, dass eine Trennung unumgänglich ist. Ich habe mit ihm gesprochen und die Beziehung beendet. Er hat es relativ gefasst aufgenommen.
Heute bin ich sicher, dass es die richtige Entscheidung für meine persönliche Weiterentwicklung war. Den Trennungsschmerz muss ich noch verarbeiten. Natürlich tut es mir auch als Verlassende weh. Es ist alles ganz neu für mich. Meine vorherigen Beziehungen waren immer sehr von Abhängigkeit geprägt und ich war immer die Verlassene. Die alten Strukturen habe ich aufgearbeitet und lebe nun bewusst ohne in die früheren Verhaltensmuster zu verfallen. Jetzt gilt es mit der neuen Erfahrung – die mir einerseits gut tut, andererseits weh tut und traurig macht – umzugehen.
Hier liegt mein Problem. Ich habe keine Familie. Mein Freundeskreis ist im Umbruch. Nachdem ich festgestellt habe, dass ich mich jahrelang auf die falschen Leute eingelassen habe, baue ich nun neue Kontakte auf. Das sind viele gute Bekanntschaften. Aber noch keine Freundschaften.
Es gelingt mir bis jetzt ganz gut, mir Gutes zu tun, mich abzulenken, zu entspannen und ein bisschen Wunden zu *beep*. Das Reden fehlt mir.
Ich weiß, dass es hier einige gibt, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.
Wie geht ihr damit um? Hat jemand einen Tipp für mich, die Trennung zu verarbeiten, ohne vertraute Bezugsperson?
Ich bedanke mich, dass ihr meinen "Roman" gelesen habt und bin gespannt auf eure Denkanstöße und Vorschläge.