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Keine Gründe für Beziehungsende

G

GrünerKäfer
Gast

Hallo,

mir ist etwas aufgefallen, was ich gerne hier ansprechen würde.

Und zwar bemerke ich bei fast allen Verlassenen die hier schreiben, dass sie eigentlich immer bemängeln, dass der Verlassende keine Gründe für seine Trennung angibt.

Ich bin nicht davon betroffen, aber ich finde es "faszinierend", da dies ja anscheinend kein einzelnes Phänomen ist, sondern eigentlich bei jedem vorkommt.

Ich bin halt darauf kommen, weil ich mir vorstelle, dass wenn ich mich von meinem Partner trennen würde, diesem doch auf jeden Fall die Gründe nennen würde, die dazu geführt haben.

Deshalb kann ich mir gar nicht vorstellen, warum es überhaupt Leute gibt, die sich trennen (meist nach Jahren), und keinen einzigen Grund dafür nennen können.

Was denkt ihr darüber?

#1


T
Der Grund ist immer derselbe und oft sind die Menschen zu feige es auch so zu benennen: ich begehre dich nicht mehr - emotional wie körperlich.
Das kann man nun schonend verpacken oder lügen, letzteres wird bevorzugt, aber es ändert nichts an der Tatsache.

Man will dem Verlassenen als Verlasser "nicht noch" mehr weh tun, weil man sich als Verlasser schuldig fühlt dem anderen weh zu tun. Daher auch Floskeln wie "nicht mehr AUSREICHEND Gefühle" oder "du bist mir soooo wichtig" in Kombination mit "wir können ja Freunde bleiben".
Der eine sieht es als Mitleid, der andere als Beruhigung der Schuldgefühle des Verlassers.

#2


A


Keine Gründe für Beziehungsende

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K
Zitat von GrünerKäfer:

Ich bin halt darauf kommen, weil ich mir vorstelle, dass wenn ich mich von meinem Partner trennen würde, diesem doch auf jeden Fall die Gründe nennen würde, die dazu geführt haben.

Deshalb kann ich mir gar nicht vorstellen, warum es überhaupt Leute gibt, die sich trennen (meist nach Jahren), und keinen einzigen Grund dafür nennen können.

Was denkt ihr darüber?



"Passt nicht mehr" reicht. Was einer bemängelt, findet der nächste Partner vielleicht total toll.
Warum jemanden noch runterputzen und an sein Selbstwertgefühl gehen, wenn man sowieso Schluss machen will? Wenn überhaupt kann man die Gründen nach einer Zeit erwähnen- falls es dann noch wichtig sein sollte.
Aber so als zusätzlichen Scheinbeintritt finde ich das unnötig. Wer gehen will, soll gehen. Wenn es wichtig gewesen wäre bleiben zu können, wäre es angesprochen worden, man hätte gemeinsam nach Lösungen gesucht. Beim Schluss machen ist die Zeit des Reden um des Reden willen vorbei. Von daher nicht soviel quatschen, einfach gehen.

#3


L
In manchen Fällen ist es einfach so, dass derjenige, der verlassen wurde "auf einem Ohr taub ist".

Sprich die Gründe, die man x-Mal angeführt hat beim Gegenüber nicht ankommen, weil sie es selbst als "nicht schwerwiegend" definieren.

Ich habe meinen Ex verlassen, weil er mich immer wieder belogen hat und Ehrlichkeit für mich einfach eine grundlegende Basis für eine gute Beziehung ist.

Für ihn waren seine Schwindeleien "Notlügen, die er machte um mich zu schützen" und er selbst findet sich ganz toll, einfühlsam etc. und begreift auch nicht, weshalb ich Schluss gemacht habe, weil "doch gar nichts passiert ist". So kommuniziert er das auch im Freundeskreis und will auch ständig wissen, weshalb ich denn nun tatsächlich Schluss gemacht habe.

Es geht also um zwei Menschen, die nicht miteinander kommunizieren können.

Deswegen habe ich auch jedwede Erklärungen bezüglich der Trennung irgendwann gelassen, weil es völlig sinnlos war und nur zu ewigen Diskussionen ohne Ende geführt hätte.

#4