Keine Perspektive

Ehemaliger User

75743
Hallo!
Eigentlich weiß ich nicht ob das hier wirklich dazupasst, aber ich schreib einfach mal drauf los. Nun ja, mein Freund hat vor ca. 2 Monaten mit mir Schluß gemacht, ich bin mittlerweile zwar wieder in Kontakt mit ihm, aber eigentlich ohne bestimmten Grund. Er wollte eine Zeit lang wieder eine Beziehung mit mir, ich war mir aber unsicher und ich glaube, mittlerweile haben wir uns beide damit abgefunden, dass es wohl nichts mehr wird. In den ersten Wochen bin ich überhaupt nicht damit klar gekommen, ich war total am Boden zerstört und wußte nicht wie ich damit umgehen sollte, weil ich ihn sehr vermisst hab. Nun ist es aber so, dass ich glaube, dass es nicht nur die Trennung war, die mir so weh getan hat, sondern das da noch viel mehr mitspielt. Ich bin allgemein mit meinem Leben sehr unzufrieden und die Beziehung war das Einzige was mich am Leben gehalten hab, ich hab meine ganze Energie reingesteckt, ich hab mich vollwertig gefühlt. Ich weiß wirklich nicht, wie mein Leben nun weitergehen soll, ich fühle mich eigetnlich nur schlecht und leer, ich weiß auch nicht was ich ändern sollte. Leider hab ich auch keine wirklichen Hobbies, außer mit Freunden was unternehmen, aber es gibt auch nicht wirklich viel für das ich mich interessiere. Mein Job ist langweilig, natürlich könnte ich kündigen, aber was soll ich stattdessen machen? Meine Freunde sagen mir immer, ich soll an meinem Selbstwertgefühl arbeiten, aber das sagt sich so leicht. Ich mach jetzt schon seit einem Jahr eine Therapie und Autogenes Training, aber es hat sich nicht wirklich etwas geändert. Ich fühle mich so hilflos und wertlos, vor allem weil ich jetzt nicht einmal mehr eine Beziehung hab, niemanden an den ich mich anlehnen kann. Ich weiß mir nicht mehr zu helfen. Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich wäre für jede Antwort dankbar!

Nina

15.05.2002 15:21 • #1


Ehemaliger User


75743
Hallo Nina , ich kann das was du hier schreibst mehr als nachempfinden , denn mir geht geht es zur Zeit genauso. Ich bin verzweifelt,fühle mich leer , verlassen ungeliebt verletzt hoffnungslos und mein ganzes Leben bricht über mir zusammen. Alles was ich unternehme um mich abzulenken funktioniert nicht im geringsten, selbst meine Tiere schaffen es nicht. Ich denke permanent an ihn, wie es ihm geht , ob er auch leidet, ob er doch veilleicht zu mir zurückkommt , was er macht und das schlimmste , was soll ich machen , das Wochenende naht und ich hab einfach nur schiss davor allein zu sein.Ich habe das Gefühö nie mehr lieben zu können oder geliebt zu werden, am Liebsten würde ich mich für eine Zeit einfrieren lassen inklusive Gehirnwäsche um nicht mehr an ihn zu denken, ich habe schluss gemacht , jetzt will er nicht mehr aber ich liebe und vermisse ihn doch so sehr , das es mir das Herz zereisst.Was soll ich tun?? Ich komme momentan auch nicht mehr auf die Beine , versuche ihn , was es noch schlimmer macht , so oft wie möglich zu sehen.Ich bin am Boden zerstört , mein ganzes Lebe ist wie eine Seifenblase geplatzt und ich weiss nicht wohin mit mir.

15.05.2002 15:58 • #2



Keine Perspektive

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Ehemaliger User


75743
Hallo Nina!

Diese von dir beschriebene Perspektivlosigkeit ist wahrscheinlich eine Zeit lang das Los vieler Verlassener. So war es auch bei mir.
Man fühlt sich zerrissen, nur noch unvollständig und sprichwörtlich *einbeinig*, weil das andere Standbein (der Partner) nicht mehr da ist.
Man investiert sehr viel in eine Beziehung, so ist es doch normal, daß nach einer Trennung eine große Leere auftritt, die man sonst in der Beziehung ausgefüllt hat. Ich persönlich kann auch noch ein anderes Beispiel geben.
Meine Mutter war über Jahre sehr, sehr schwer krank. Bettlägerig und pflegebdürftig. Ich habe mich als junges Mädchen, bis ich 19 Jahre alt war, ausschließlich um sie gekümmert. Keinen Freundeskreis oder Hobbies ect. Als sie starb wußte ich mit mir nichts mehr anzufangen. Meine *Aufgabe*, mein Leben war weg. Ich hatte zu viel Zeit, die ich nicht ausfüllen konnte.
Ich mußte mir etwas *Neues* aufbauen. Und das ist wirklich nicht leicht. Egal, welche Umstände hierbei eine Rolle spielen.

Aber man darf nie vergessen, daß man auch als Single ein vollwertiger Mensch ist. Was du tust, ist dir selbst immer wieder einzureden, daß du nichts wert bist, daß du nichts kannst usw. Bei mir war es ganz genau so.

Dieses Gefühl der Hoffnungslosigkeit ist normal. Es lässt aber nach. Bei einem eher, beim anderen später. Es kommen und passieren Dinge, die man vorher nicht plant und die dem Leben wieder einen Sinn geben. Und sei es nur der *Spaß* und die Freude am Leben.
Das hat weniger was mit Hobbies und Freunden zu tun, sondermn wirklich mit einem selbst und dem Selbstvertrauen.
Übers Knie brechen funktioniert nicht. Gib dir Zeit! Bei mir hat es über ein 3/4 Jahr gedauert. Aber es kam...

LG Nicole

15.05.2002 15:58 • #3


Ehemaliger User


75743
Hallo Nina,

... ich glaube, daß du eher hoffungslos bist, weil du mit deinem Leben (mit deinem Ich) nicht zurechtkommst ...das Ende Deiner Beziehung ist bestimmt nicht die Hauptursache deines Unwohlseins. Welche Therapie machst du? Gesprächstherapie? Ich bin auch in Therapie ...wenn du magst kannst du mir ja mal schreiben ... kopf hoch. Es wird bestimmt alles gut.
Ich bin auch wieder alleine und ich heule jetzt weniger als noch in der Beziehung ... manchmal ist es einfach besser sich zu lösen
Alles Gute
padparadscha

18.05.2002 14:31 • #4


Ehemaliger User


75743
Mir geht es auch gerade furchtbar schlecht, ich hab die letzten Tage nur noch geweint. Meine Freund hat sich in eine andere verliebt, und jetzt hat er gestern entgültig unsere Beziehung beendet. Wir waren 13 Jahre zusammen. Plötzlich fand er mit mir alles nur noch langweilig, und furchtbar öde. Ich weiß seit 2 Wochen das er sich verliebt hat, ich mußte es ihm aus der Nase ziehen, ich hab bemerkt das was nicht stimmt.
Gestern hab ich eine Flasche Wein getrunken, und sogar B., ich trinke normal keinen Alk., aber ich bin so fertig, anders ertrage ich den Schmerz nicht. Er war der Mittelpunkt meines Lebens, jetzt bin ich alleine. Ich hab nicht einmal eine Familie hier, und Freunde hab ich auch keine mehr, weil ich meine Zeit immer mit ihm verbracht habe. Plötzlich bin ich ihm nicht mehr wichtig, er wirft mich weg wie einen alten Sack Kartoffeln. Ich dachte immer wir bleiben für immer zusammen, das sagte er auch immer so.
Aber plötzlich ist alles anders. Ich muß meine Karten neu mischen, total neu anfangen, und ich glaube das schaffe ich einfach nicht, aber ich muß es versuchen, egal wie.
Sorry, meine Worte sind nicht gerade sehr tröstend:-(

Lara

18.05.2002 15:39 • #5




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