Hallo,
nachdem ich nicht jeden Beitrag komplett sondern quergelesen habe, verzeih, wenn ich hier mit Wiederholungen aufwarte.
Also: als erstes, Ihr seid noch relativ frisch getrennt - da kochen Emotionen hoch (gerade, wenn Deine Exfrau psychisch teilweise wohl eher instabil ist). Die müssen aber rausgenommen werden, auf beiden Seiten. Sonst leiden die, die am wichtigsten sind: die Kinder. Grade weil sie noch relativ klein sind. Und das DARF NICHT sein. Kinder fühlen so viel, nehmen so viel wahr, was wir Erwachsenen einfach übersehen oder anders wahrnehmen. Wichtig ist, dass Ihr ihnen Sicherheit suggeriert. Auf Papa UND Mama ist Verlass. Beide haben uns lieb, nur eben sich gegenseitig nicht mehr (was sie mit der Zeit verstehen werden).
Wenn Kinder zum Spielball gemacht werden, sollten wirklich alle Alarmglocken läuten. Eine Trennungstherapie würde mir da noch einfallen. Aber dazu muss Deine Noch-Ehefrau natürlich bereit sein. Wenn Du nicht an sie ran kommst, muss ihr jemand anderer nahebringen, dass sie mit ihrem Verhalten langfristig großen Schaden anrichten kann. Ebenso wie Du Dir natürlich auch überlegen musst, wie Du ein (Fast)-Wechselmodell hinbekommen willst. Das wurde aber sowieso schon diskutiert.
Wie reagieren denn die Kinder auf die veränderte Situation? Da sollte man auch draufschauen. Vielleicht auch mit einem externen Psychologen (muss ja nicht gleich ein gerichtlich angeordnetes Gutachten sein).
Für die rechtliche Seite braucht's in Eurem Fall wohl wirklich einen Anwalt (oder noch besser zwei, für Dich und Deine Ex). Gute Anwälte, die Ahnung von der Sache haben. Die Aussage Deines Anwalts ("da kann man nix machen" oder so ähnlich) halte ich für absoluten Schnick-Schnack! Sehr unprofessionell, würde ich sagen.
Vielleicht wär's wirklich am besten, die Latte nicht zu hoch zu legen - 2,5 Tage sind schon bei einem 8-5 Uhr Job nicht immer einfach durchzusetzen und bringen auch viel Unruhe in den Alltag der Kinder, meine Meinung... Wir hatten das am Anfang so (jedes zweite WE und Mittwochspätnachmittags), da wohnte mein Ex noch in der Nähe, und das war mehr Stress als Erholung für uns alle

Irgendejemand hatte auch Freunde angesprochen. Deine und ihre (oder gemeinsame?), die von Außen nochmal einen neutralen Mediator abgeben können. Wenn eine Atmosphäre des ständigen Streits bestehen bleibt, dann tut das ja auch Euch nicht gut. Da kann man sich nicht neue sortieren.
Und ja: ohne REDEN wird's leider nicht funktionieren. Wenn sein muss, eben, wie gesagt, schriftlich. Sag ihr auch ganz deutlich, dass Du vorerst keinen Kontakt mehr zu ihr willst, außer wenn es um die Betreuung der Kinder geht und dass nur zu diesem Thema "verhandelt wird". Alles andere läuft - auch wenn's zur Scheidung kommt - eh mehr oder minder automatisch.
Bei uns war das ähnlich, wir konnten die erste Zeit kein bisschen "privat" miteinander reden. Alles, was gemacht wurde, waren Abmachungen über die Kinderbetreuung (mit zusammengebissenen Zähnen, wenn die Kinder in der Nähe waren). Und nach dem Scheidungstermin konnten wir sogar einen Kaffee trinken gehen, ganz entspannt

. Hätte am Anfang auch niemand gemacht.
Also: Anwalt, Jugendamt, Freunde, Therapeuten. Und keine unüberlegten ad-hoc-Entscheidungen. Das könnte nach hinten los gehen, auch wenn man selber noch so geladen ist und sofort reagieren möchte. Lieber alles dokumentieren, aufheben und, ja, im Bedarfsfall verwenden. Aber gut überlegt!
Alles Gute!