Maruscia
Gast
nun ist die Trennung von meinem Lebensgefährten fast 1 Jahr her. Damals habe ich hier viel gelesen, was mir sehr geholfen hat.
Eigentlich müsste es mir inzwischen gut gehen - denken und sagen jedenfalls meine Freunde und Kinder. Vielleicht haben sie Recht. Ich habe eine schöne Wohnung, habe mir neue Hobbys zugelegt und im Job läuft es auch gut. Meinen Ex sehe ich nicht mehr und das Haus ist fast verkauft.
Trotzdem komme ich immer noch nicht mit dem Alleinsein zurecht. Am Schlimmsten ist es, wenn ich abends alleine zu Hause bin. Diese Stille in der Wohnung erdrückt mich. Meine Tochter sagt dann immer, ich muss lernen, mir alleine genug zu sein. Ich weiß auch gar nicht, wie ich es erklären kann. Wenn ich z. B. abends vor dem Fernseher sitze und einen Film sehe, nichts Besonderes, und in dem Film nimmt ein Mann eine Frau in den Arm, dann laufen mir schon die Tränen. Ich komme mir dabei total blöde vor, kann es aber nicht verhindern. Ich war seit meinem 19. Lebensjahr - also 34 Jahre - in Partnerschaften. Ich habe leider auch keine enge Freundin, mit der ich reden kann. Ich habe zwar viele Freunde, aber nicht soooo eng. Außerdem möchte ich nicht immerzu nur von mir reden und wie alleine ich mich fühle, damit gehe ich den Leuten langsam bestimmt auf die Nerven. Nach außen tue ich immer so, als wenn es mir total gut geht. So war es schon immer bei mir, nach außen muss alles stimmen. Wie es mir wirklich geht, interessiert niemanden. Manchmal habe ich Angst davor, in eine Depression zu steuern, wenn ich abends auf der Couch sitze und mich so leer fühle, als wenn ich in einem großen, schwarzen, tiefen Loch sitze und nicht wieder herauskomme.
Vielleicht hat hier jemand die gleichen Probleme gehabt und kann mir einen Tipp geben, wie ich aus diesem Tief herauskomme.
Lieben Gruß
Maruscia
