Zitat von Annika82:Wichtiger als das Verhalten von Lola oder ihrem Mann finde ich dein eigenes Agieren. Eingangstexte sind oft emotional aufgeladen und zeigen in der Regel einen kleinen Ausschnitt eines viel größeren Bildes und beschreiben was verletzt oder geärgert hat. Deshalb sag ich dir kurz was ich neben deiner Beschreibung der beiden lese. Du scheinst dich sehr intensiv um Lola zu kümmern und bist von ihrem Verhalten enttäuscht. du investierst deine Zeit obwohl du eigenen Baustellen hast und deine Kraft und Zeit vielleicht für dich benötigst. Warum kümmerst du dich so intensiv um sie? ...
Danke Dir von Herzen für diesen Beitrag. Ja, deshalb habe ich hier geschrieben. Mir ist nämlich durchaus klar, dass dieser Tango, den Lola und ich aufführen, zusammen getanzt wird. Ich gehe ja mit.
Und da mache ich mir Gedanken. Genau die, die Du geschrieben hast. Ich versuche mal darzustellen:
- Mich erinnert die Situation an die mit meinen Eltern als mein Vater eine Geliebte hatte, ein Rosenkrieg ausbrach, mein Vater weg war und meine Mutter ins Bodenlose fiel. Sie hatte keine Freundinnen, alle Konzentration hing an der Familie. Sie hat ihre Trennung mit mir verarbeitet und NIE ein gutes Haar an meinem Vater gelassen (ich war ein Papakind).
Damals war ich 9 Jahre alt.
Ich hatte das Gefühl, ich muss trösten, brav sein, aushalten, mich zurücknehmen. Es ging nie um meinen Schmerz. Und diese Situation erinnert mich daran. Ganz klar. Es stresst mich und fühle das irrationale Gefühl von Verantwortung übernehmen müssen usw.
Thema Feedback:
Sie hat - ich gebe zu vor einem Jahr mal auf meine Frage: "Darf ich Dir was raten?" geantwortet: "Bitte, jederzeit. Ich lebe von Feedback, denn ich bin ein sozialer Mensch!"
Mein Fehler war, dass ich das nie mehr in Frage gestellt habe.
Ich erwarte wirklich keinen Dank - hab da reingefühlt. Und ja, ich fühle mich gut was zu tun - siehe oben (erlernt). Aber das was jetzt von ihr kommt enttäuscht mich schon. Das habe ich so nicht er-wartet.
Tatsächlich habe ich auch den Eindruck, dass ich bei ihr (!) im Außen mehr sehen kann. Sie hasst Schriftkram und setzt sich nicht auseinander. Sagt es stresst sie so furchtbar. Dann mache ich das halt (bzw.machte es).
Und um jetzt ganz ehrlich zu sein (geht leicht weil anonym hier

): In mir ist da schon eine gewisse Arroganz.
Deine Worte zur Gedankenwelt und Bewertung hat mir sehr geholfen. Danke
Es ist halt so: Ich suche leider Lösungen, wenn mir jemand seine Verzweiflung klagt. Ich möchte, dass es dem anderen besser geht und will agieren. Vielleicht bin ich einfach keine gute Zuhörerin, wenn es sich mehrfach wiederholt. Das kann sehr gut sein. Geduld ist nicht meine Kernkompetenz.
Aktuell brauche ich eine Pause von ihr. Das im Kreis drehen und das endlose Reden macht nicht krank. Ich melde mich nicht aktiv, aber ich antworte wenn sie eine Whatsapp schreibt. Mehr will ich nicht. Ich kann nicht mehr zuhören. Es ist genug.
Aber überprüfen werde ich mich weiterhin und immer wieder. Danke