Opfreak12
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Ich möchte mir, wie wahrscheinlich viele hier, etwas von der Seele schreiben. Zunächst: ich heiße Tim, bin 35, meine Frau ist 36, wir haben zwei Kinder (4, 7) und sind seit fast 13 Jahren ein Paar, davon 8 verheiratet.
Wie ich mittlerweile weiß, hat meine Frau seit ca Mitte letzten Jahres große Zweifel an unserer Beziehung. Ich hatte das zunächst nicht wahrgenommen, da sie auf meine Fragen nur mit einer ausweichenden Antwort (Stress etc.) kam. Im November 2023 gab es dann ein erstes Gespräch in dem sie mir das erste Mal gesagt hat was das Problem ist. Allerdings war damals nur die halbe Wahrheit drin. Im Januar 2024 kam dann endlich die ganze Wahrheit ans Licht und sie meinte sie sieht keine Zukunft für uns und ich will trennen. Ich habe ihr (emotional) weh getan. Sie meint ich würde sie nicht ernst nehmen und ihre Meinung nicht respektieren. Das ist jedoch in meiner Wahrnehmung nur bedingt richtig. Ich habe sie immer um ihre Meinung gebeten, bei verschiedenen Entscheidungen. Aus Ihrer Sicht sind aber eher kleine Dinge im Alltag, wenn ich so lapidar sagte "ach, machen wir so". Aus ihrer Sicht habe ich sie damit (und ähnlichem) runter gemacht. Von meiner Seite aus nie mit Absicht oder bösem Willen. Auch sonst lief und läuft es bei uns super, im Alltag klappt alles bestens, Urlaube sind Highlights für uns. Wir konnten (und können) miteinander lachen. Emotional hat sie sich dennoch mir gegenüber schon sehr geschlossen. Alles positive unserer Beziehung wird aktuell negativ ausgelegt - alles! Sie allein macht unsere Beziehung gut bzw bringt die positiven Dinge in die Beziehung (ihre aktuelle Aussage!). Vor einiger Zeit hätte sie das niemals auch nur gedacht, da es schlicht nicht stimmt. Wenn ich ihr sage du bist da und da für deine Meinung eingestanden, kommt bei ihr ein (unkonrektes) Beispiel wo es nicht so war. Wenn ich ihr sage ich habe dich immer ermutigt Fortbildung zu machen oder Hobbys nachzugehen, kommt nur "ich hatte da ein schlechtes Gefühl/Gewissen dabei". Gründe kann sie mir aber keine benennen.
Seit einigen einigen mittlerweile Monaten hat sie Gefühle für ihren, Achtung Klischee, Chef entwickelt. Da sei bisher aber nichts gewesen und sie sagt auch da wird nie was sein. Er ist übrigens auch verheiratet und hat zwei Kinder und wohnt im Ort nebenan. Die Gefühle für ihn sind aber laut ihrer Aussage erst gekommen, als sie schon innerlich sich von mir trennen wollte.
Wie auch immer. aktuell fühlt sie sich sehr verletzt und kann sich eine Beziehung mit mir nicht mehr vorstellen und möchte ausziehen. Sie hat nun eine Wohnung (im selben Dorf) in Aussicht. Davon abbringen kann ich meiner Ansicht nach sie nicht mehr.
Ich kann nicht nachvollziehen warum sie kein bisschen Mühe in uns investieren will. Lieber will sie alles abreißen um sich "frei zu fühlen und zu mir zu finden. Sehen was ich alleine alles kann und will" (ihre Worte).
Ich weiß auch mittlerweile, dass das Thema Wertschätzung und gehört werden / Meinung wahrnehmen bei ihr aus der Kindheit bzw. dem Elternhaus kommt, wo sie das eben negativ erlebt hat und ich habe das im Kleinen aber eben über lange Zeit unbewusst getriggert.
Ich weiß nicht was ich noch machen kann. Aktuell wohl nur akzeptieren, dass sie auszieht und vielleicht dann merkt, dass sie einen Fehler gemacht hat? Ich will sie ja dennoch an meiner Seite haben, auch wenn man beim Lesen sicherlich denk er hat sie nicht mehr alle und lässt sich quälen.
Ich wollte das nur einmal schriftlich los werden. Vielleicht hat ja jemand Lust das zu kommentieren.
Grüße
