vanel
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Jetzt drei Monate danach wohnen wir noch zusammen, aber diese Situation ist unerträglich, da ich so nicht loslassen kann. Er hat noch seine Freundin bzw. Kollegin, das vermute ich (da er ansonsten den Kontakt zu mir suchen würde), ob sie noch ihren Freund hat, weiß ich nicht, er ist jedoch am Wochenende immer bei uns, ich bitte meinen Noch - Ehemann immer wieder auf Dienstreisen zu gehen, damit ich und der Kleine Abstand gewinnen, aber wenn er wieder da ist, bettle ich wieder und erniedrige mich.
Meine Gesprächstherapie hilft auch nicht weiter, diese Therapeutin begleitet uns auch in der Paartherapie. Sie scheint mir lebensunerfahren zu sein und macht sehr wenige Aussagen. Sie rät uns nichts, lässt uns nur reden. Ich wollte wechseln, aber er sagt, wir können es uns das nicht leisten.
Ausziehen können wir beide nicht, da wir uns in dieser Großstadt keine zweite Wohnung leisten können und finanziell schlecht da stehen. Wir hatten diese Situation vor 7 Jahren und haben viel Geld verloren. Da sind wir uns einig. Im Raum steht, dass er in zwei Jahren beruflich nach Berlin wechselt, aber das ist viel zu lang.
Ich weiß einfach nicht weiter und weine sehr viel, bin übel gelaunt. Von ihm kommt nichts, er sieht keinen Sinn, an unserer Beziehung (Ehe) festzuhalten, jedoch kann und will er nicht ausziehen. Und ich will es auch nicht, keiner wagt diesen Schritt. Und wenn wir uns streiten, er mir dann mit dem Auszug droht, fange ich an zu weinen.
Als seine Eltern vor zwei Wochen da waren, haben wir heile Welt gespielt. Ich war sehr angespannt, er schlecht gelaunt, aber wir stritten nicht. Trotzdem war es nicht ok. Er wollte es ihnen nicht sagen, meine Familie weiß Bescheid und hofft, dass ich mich endlich trenne. Ich weiß einfach nicht weiter und weiß auch nicht wie lange ich das aushalten kann. Ich habe einen Urlaub mit einer Freundin und ihren Kindern geplant. Bin froh, wenn ich mich mit kleinen Hoffnungsschimmern über Wasser halten kann und Kraft schöpfen kann.
In der Arbeit hänge ich immer mehr durch, habe keine Lust....Der einzige, der mir Kraft gibt, ist mein Sohn, er bereitet mir Freude und in der Schule läuft es gut bei ihm. Darüber bin ich sehr froh. Er ist sehr tapfer und hat so bekloppte Eltern einfach nicht verdient. Es tut mir so leid für ihn, aber er himmelt uns beide an und es wird bestimmt nicht einfach für ihn, er hofft noch, dass wir zusammenkommen. Damals war auch er der Grund, dass ich zurückkehrte und damals hatte ich die Kraft, auszuziehen und meinen Mann auf Abstand zu halten, jetzt ist es nicht mehr so, da ich das Projekt Ehe an die Wand gefahren habe und mein Selbstvertrauen und meine Hoffnungen nicht mehr da sind. Ich kann es nicht mehr kitten, da von ihm die Bereitschaft fehlt.....Ich weiß, dass es viele Frauen geschafft haben, sich zu trennen, aber ich war so froh, dass wir damals es geschafft haben, ich habe in so einer Traumwelt gelebt, dass ich mir es nicht vorstellen wollte, dass es wieder so kommt.
Bisher habe ich immer alles geschafft, aber ich sehe diese Trennung oder diese Scheidung als mein Versagen an, ich kann so schlecht verlieren und das ist das Schlimmste.... Ich weiß nicht, ob jemand dieses Gefühl kennt, jedoch glaube ich, dass dies der eigentliche Grund für dieses Dilemma aus dieser verfahrenen Situation ist. Ich kann mir nicht zugestehen, dass ich versagt habe und das ist mein Problem,,,,
Ich weiß nicht, ob jemand gute Therapeuten im Raum München kennt, die uns als Paar und mich eigenständig begleiten könnten, damit wir diese Trennung hinbekommen. Es ist schwierig den oder die Richtige zu finden. Ich habe schon überlegt mir einen neuen Job zu suchen und in eine andere Stadt mit dem Kind zu ziehen, einen Neuanfang zu starten, vielleicht hilft auch nur das?