Zitat von alleswirdbesser: Warum sollte der Dritte das haben wollen? Entweder betrogen zu werden oder es wissend zu dulden?
Das ist ja aber nur die eine Seite. Es ist ja nicht nur so, dass der Partner nicht betrogen werden will. Das kann ich ja nachvollziehen. Nicht zu wissen, dass der Partner neben einem noch seinen Spaß hat und man erfährt nichts.
Aber zuende wäre es im Fall des Fremdverliebens ja ohnehin. Wenn das Offenlegen eines Dritten sowieso mit der Trennung endet, weil die Monogamie dann Geschichte ist, was nützt dann die Ehrlichkeit?
Und warum akzeptiert eine Affärenfrau die andere im Dreieck deutlich öfter als andersrum?
Sie weiß es von Anfang an, worauf sie sich einlässt. Das ist aber nicht alles. Sie weiß, wie jeder andere Mensch ab einem gewissen Alter und einer gewissen Lebenserfahrung, dass nichts bleibt, wie es ist.
Und genau das ist es, was mich so verwundert. Dass jedesmal die Hölle losbricht, sobald ein monogamer Partner vom Dritten im Bunde erfährt. Da wird eine Affäre wie ein Besuch von Außerirdischen empfunden. Womit man nie gerechnet hätte.
Ich finde es daher viel logischer, irgendwann aufzuhören mit den Ausschließlichkeitsansprüchen. Also nicht: Nach all den Erfahrungen möchte ich jetzt aber, dass es diesmal klappt! Warum sowas durchboxen wollen?
Lieber: Nach all den Erfahrungen lass ich die Dinge nur noch passieren.
Ist doch viel entspannter.