Zitat von CleoK: Egal wie lange man sich prüft und testet und wie gut man sich überlegt, wen man heiratet.
Das ist doch alles inszeniertes Affentheater drum herum.
Man stelle sich eine Hochzeitszeremonie unter vollkommen anderen Bedingungen, ehrlichen nämlich, vor. Statt salbungsvoller Worte, der milden Ermahnung, dass die beiden auch fein miteinander bleiben, in guten und in schlechten Zeiten, dass Gott höchstpersönlich diese zwei Menschen zusammengefügt hat.... Einfach ein Blick auf das Paar und der ehrliche Satz:
"Euer Ernst? Ihr zwei?
😀 Viel Glück, ihr werdet es brauchen...."
Wer da wohl noch heiraten würde, wenn es auf dem Standesamt oder vor dem Traualtar ehrlich gesprochen würde.
Es ist dieses künstliche Aufbauschen, die versuchte Wertsteigerung einer stinknormalen zwischenmenschlichen Verbindung mittels Hochzeitstamtam, die mich so anwidert.
Die Frau in Prinzessinnenrobe, der Mann stolziert als Gockel im Frack daneben. Hochzeitskutsche. Der schönste Tag im Leben: Als man mit seiner Verbindung in alle Welt hinaus prahlte. Nicht etwa , als man sich den ersten Kuss schenkte.
Und dann genügt ein Lächeln einer Kollegin oder Cafébesucherin, zur richtigen Zeit am richtigen Ort, und das ganze Gebilde stürzt in sich zusammen.