Zitat von Blind-Meg: Ja natürlich hat man Angst. Aber dann soll man halt nicht den Mund so voll nehmen und was von Trennung und Scheidung erzählen.
Kinder hatte er keine, ein Haus wohl, aber beide waren wirtschaftlich auf eigenen Beinen. Die Frau hatte mehr Geld als er, also gab es im Grunde nicht viel zu verlieren.
Ja aber ist das nicht der Klassiker? Du hast es unten ganz gut beschrieben, was die klassische Geschichte weiter beschreibt. Und ich glaube jedem AM dass er es wirklich vor hat, sich zu trennen, neu zu beginnen. Zumindest so lange nur die Gefühle das Gesagte antreiben. Sobald irgendwann der Kopf eingeschalten wird und ein Ganz zum Anwalt kann auch heilsam sein, ändert sich das ganz schnell. Viele Männer wollen auch nicht auf den Status verzichten. Meinem AM ist das auch ganz wichtig. Familie, Haus, Firma, Hund und alles vom Feinsten. So immer in der Bussi-Bussi Gesellschaft. Er wuchs "normal" auf und kam dann in die "bessere" Gesellschaft und vom Typus her, gefällt ihm das sehr. Mit wem man auf ein Abendessen geht und wer wen kennt. Mit der Trennung wahrscheinlich alles Futsch. Wer will das? Ich verstehe ihn allerbestens, ich würde an seiner Stelle genau das gleiche Leben führen wollen.
Zitat von Blind-Meg: Welche Sichtweise habe ich denn? Ich halte meine Sichtweise für sehr differenziert und glaube ehrlich gesagt nicht, dass irgendjemand hier sie bereits hinreichend verstanden hat, um sie dem Ablauf zuzuordnen.
Deine Sichtweise ist geprägt von deiner Erfahrung und anscheinend doch merklichen Enttäuschung und das ist legitim. Es ist deine Erfahrung, die du hier präsentierst und ich spreche dir nicht ab, dass du uns vielleicht vor deinem damaligen Ergebnis warnen willst. Ich denke aber, dass unsere Geschichte ganz anders ausgehen und verlaufen wird als deine. Daher sollten diese Warnungen eher mit Vorsicht geäußert werden. Ich persönlich bin dir dankbar, dass du hier deine Geschichte auch offen und ehrlich kommunizierst und daher einen wertvollen Beitrag für das Verständnis der Dynamik der Affäre aufzeigst. Viele hier sind lediglich mit dem Hammer unterwegs, arbeiten sich ab und bringen außer unnötige Fragen und Kommentare nichts an brauchbarem Material.
Zitat von Blind-Meg: Anfangs wollte er vor allem Sex, aber er hat sich dann auch verliebt (er sogar in mich zuerst) und wollte eine feste Beziehung draus machen.
Ich glaube ihm sogar, dass er das wirklich wollte. Er hat nur das Ausmaß der Veränderung nicht überblickt und dann am Ende kalte Füße bekommen. Glaube ich - er hat sich ja einfach verpisst und mir nie erklärt, was und warum.
Ich glaube im Nachhinein, dass er einfach innerlich total stumpf ist und keinen Zugang zu sich selbst und seinen Bedürfnissen und Emotionen hat, der hat sich selbst nicht gut verstanden. Das ist auch der Grund, warum er für mich als Partner ungeeignet wäre. Ich brauche einen reflektierten Mann an meiner Seite. Leider gibt's davon nicht allzu viele.
Genau das meinte ich.
Kennst du eine dieser Geschichte, kennst du alle - zumindest im groben Konstrukt.
Einen reflektierten Mann brauche ich auch, da gebe ich dir recht und ebenfalls, dass es davon leider nur einen sehr, sehr geringen Anteil gibt.