Zitat von Rheinländer:Hallo zusammen, ich muss mal was los werden, einfach nur damit es mal raus kann. Heute jährt sich der Todestag meiner Mutter zum zweiten Mal. Schon seit Tagen muss ich daran denken, dass heute der Tag ist. Ich habe meine Mutter in den Tod begleitet und mich die Jahre davor sehr intensiv um sie gekümmert. Irgendwie ...
mir wurde weich in den Knien....feuchte Augen dazu!
Jedes einzelne von dir beschrieben Detail kann ich nachvollziehen - meine Mama starb
vor 6 Monaten, fast 95 Jahre alt. Fast 10 Jahre habe ich sie versorgt/betreut/begleitet - mit Unterstützung durch Pflegedienst und guter Zusammenarbeit aller Beteiligter - außer meiner Geschwister.
Loslassen - das ist nicht "irgendein" Thema, das ist ein wichtiges Thema - neben der Trauer. Zu trauern ist sehr wichtig. Sie auch regelrecht auszuleben... DAS zuzulassen, was Körper, Geist, Seele, Herz, "Bauch" aufzeigen. Mir ging es stets darum, ALLES aufzuarbeiten, was sich auch schon VOR den 10 Jahren ereignete und speziell sich DANN in den letzten 10 Jahren alles ergab.
Stand JETZT - es waren sehr harte Zeiten. Und ja... ein bisschen Stolz ist auch dabei, dass ALLES auf den Weg gebracht zu haben - mit Hilfe der zuständigen Organisationen (KK, Pflegedienst, Pflegekasse, usw.). Private Hinweisgeber.... die waren und sind unersetzlich. Ich habe ALLE und ALLES angezapft - AUCH um meiner Willen, aber vornehmlich für meine Mama.
Wenn ich zum Friedhof gehe - ich "besuche" dort meine Eltern, die wieder zueinandergefunden haben. Ich rede mit ihnen, erzähle ich etwas, bete mit ihnen, versorge ihr Grab. Das alles ist für mich eine Aufgabe.
Loslassen - das begann schon zu der Zeit, als Mama in ein Pflegeheim kam, ich sie 5 mal in der Woche besuchte. Sie jammerte. Jede Minute, die ich bei ihr war...keine Minute möchte ich missen. Erzählt, geweint, gelacht, "geklagt"....aber IMMER mit einem positiven Eindruck, einer festen Umarmung ihr Zimmer wieder verlassen...und einem Winken! ALLES hätte jeden Tag das letzte Mal sein können. DAS gibt mir heute viel Unterstützung - auch beim Loslassen.
Was von meiner Mama im Haus zurück blieb, habe ich recht zeitnah abgearbeitet - und Bilder aufgestellt. Nein... sie ist damit nicht mehr "hier", unterstützt das Loslassen allerdings zusätzlich.
DIR wünsche ich viel Kraft. Nehme ALLES so an, wie es sich für dich zuträgt. Lasse DAS zu. Es hilft, sich damit auch (wieder) "befreien" zu können, um EIGENES Leben (wieder)(neu) zu kreieren. Und...was du nicht versuchst, kannst du nicht einschätzen...als kleiner Tipp zum Schluss
