MiechenXX
Gast
ich bin ganz neu hier, habe aber immer schonmal zwischendurch mitgelesen. Nun ist bei mir ein Punkt erreicht wo ich mich auch einfach mal mitteilen möchte, denn - wie die Überschrift schon sagt - scheint es bei mir eher weiter bergab als bergauf zu gehen. Jedenfalls habe ich gerade das Bedürfnis hier selbst mal über meine Trennung zu schreiben.
Vor fast 3,5 Monaten wurde ich verlassen. Unsere Beziehung währte knapp 6 Jahre und mehr oder weniger aus heiterem Himmel hat er sich dann getrennti. Ich hatte nichts vorher bemerkt und es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen und mein ganzes Leben verändert. Zu der Beziehung selbst erzähle ich nun erstmal nichts weiter, außer dass die Trennung von seiner Seite aus so gesehen korrekt war. Ich wurde also nicht betrogen, abserviert oder sonst was, er hat einfach für sich bemerkt, dass er diese Beziehung nicht mehr wollte.
Vom Kopf her weiß auch ich dass es so gesehen wahrscheinlich besser für mich ist, da er einfach nicht ganz einfach war um es mal vorsichttig zu sagen. Nur leider habe ich ihn mit den Jahren immer mehr geliebt und mein ganzes Leben auf ihn zugeschnitten, sodass es mir das Herz zerissen hat.
Nunja, dennoch hatte ich zwischendurch mal das Gefühl, dass es schon aufwärts geht undd ich ein bißchen nach vorne gucken könne, doch seit ein paar Wochen wird's plötzlich fast täglich schlimmer. Ich vermisse ihn so sehr und wünsche mir nichts mehr, als wieder mit ihm zusammen zu sein. Ich habe fast dieses ganze WE damit verbracht schluchzend im Bett zu liegen... langsam mache ich mir Sorgen, dass ich die Kurve nicht mehr kriege. Denn schon seit Wochen trinke ich fast jeden Abend, egal ob ich am nächsten tag arbeiten muss und zum Teil am WE auch schon ab mittags/nachmittags. Ich esse viel und ungesund und mache kaum Sport (wobei ich normalerweise meine tägliche Sportration brauche) und... denke manchmal darüber nach, dass es besser wäre tot zu sein. Ohne jedoch ernsthaft mit dem Gedanken zu spielen mir das Leben zu nehmen, das könnte ich meiner Familie einfach nicht antun. Ich fange an mich selbst zu bemitleiden und komme mir einfach nur noch erbärmlich vor. Vor Anderen gebe ich mich recht stark und gut gelaunt, aber alleine holt's mich dann sofort ein.
Immerhin sind schon über 3 Monate vergangen...sollte es nicht langsam eher besser werden statt weiterhin schlechter? Kann es wirklich sein dass ich niemals über ihn hinwegkomme?! Werde ich jemals wieder glücklich sein? Ich bin kein Mensch der sich schnell und oft verliebt, daher habe ich auch hier Ängste dass ich, selbst wenn ich vllt irgendwann doch mal über ihn hinweg bin, trotzdem keinen neuen Partner mehr haben werde. Ich bin 24 1/2 Jahre und habe mich eigentlich erst 1 x verliebt - in ihn. Deswegen bin ich auch immer davon ausgegangen, dass er "der Eine" ist und nun frage ich mich, ob das Leben ohne ihn überhaupt noch Sinn macht und ob ich für immer einsam bleibe.
Ich weiß, das sind Fragen die mir keiner beantworten kann und die ich mir auch eher selbst stelle. Wie gesagt, wollte mich einfach nur mitteilen. Manchmal tut "darüber reden/schreiben" einfach nur gut.
Falls ihr dennoch ein paar Worte für mich parat habt, freue ich mich natürlich!
Lieben Gruß
MiechenXX
, sondern gut
