Meerliebe
Gast
Ich bin seit sechs Jahren verwitwet. Mein Mann starb durch einen Verkehrsunfall.
Meine Trauerzeit war lang. Vor ca. einem Jahr stellte sich der Wunsch nach einem neuen Partner ein.
Dann habe ich über eine Annonce Anfang Juli jemanden kennengelernt.
Fünfmal getroffen, Herzklopfen, geküsst, an den Händen gehalten.
Vor ein paar Tagen hat er sich zurückgezogen. Er wollte etwas Unverbindlicheres, dann noch die Kilometer zwischen uns (150 km).
Ich will das alles gar nicht bewerten. Es ist wie es ist. Das passiert.
Aber warum tut es nach nur fünf Treffen so weh?
Weil es der erste Mann nach dem Tod meines Ehemannes war?
Weil ich mir so sehr jemanden gewünscht habe?
Weil ich gekränkt bin?
Ich wollte nach der Trauer um meinen Ehemann nie mehr ähnlichen Kummer erleben müssen.
Jetzt habe ich eine Faust im Magen, kann nicht essen, muss immer an ihn denken.
Gut, daß ich alle Kontaktdaten gelöscht habe. So komme ich nicht in die Versuchung mich noch einmal zu melden.
Ich weiß, daß der Kummer vorbei geht. Aber ich musste mir mal etwas von der Seele schreiben...