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Meine Seele

Kerstin_2016

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Meine Seele

Einst im Spätsommer im letzten Jahr,
war der Seelenschmerz plötzlich da.

Gefunden hatte ich den Mut nun endlich,
und machte die Trennung mir kenntlich.

War der Schmerz so groß die Monate zuvor,
erkannte ich nun wie mein Herz gefror.

Mich selbst zu verlieren,
keine Kräfte zu mobilisieren,
der Akku so leer,
das Herz unendlich schwer.

Wochen der Dunkelheit waren mein Freund,
das Hirn noch unsäglich verträumt,
das Herz vor Kummer gebrochen,
solche Tränen . . . ununterbrochen.

Oh, wie habe ich mich selbst verlassen
und mich dem Schmerz überlassen.

Mich selbst mit Vorwürfen gequält,
unendlich fiese Dinge aufgezählt,
mich selbst so nieder geschmettert,
in dunkle Tiefen weiter geklettert.

Was tat ich Dir an, meiner Seele. . .immer wieder,
ich trat Dich weiter immer tiefer nieder,
verdient hattest Du es nicht,
doch es war meine dunkle Sicht.

Doch Du bliebst bei mir,
dafür danke ich Dir.

Du, die Liebe meiner Seele, warst da für mich,
unterschätzt hatte ich da Dich,
die ganze Zeit hast Du mich getragen,
obwohl ich Dich hab´ geschlagen.

Du hast geschafft mich zu erhalten am Leben
und konntest mir die Liebe geben.
Du, meine Seele, mein Freund, mein eigenes ich,
Du hast mir verziehen, dafür liebe ich Dich.

Ich danke Dir von Herzen,
das Du mich befreit hast von den Schmerzen,
und ich in die Spiegel schau und erkenne,
wie ich mich zu mir selbst bekenne.

Deine Geduld, deine Liebe, Deine Energie,
vergesse ich Dir nie.

Du hast mich zu mir geführt,
damit mein Herz die Liebe erfährt.

Ich bewahre Dich mein größter Schatz,
denn ich habe ihn gefunden meinen Platz:

In mir selbst zusammen mit Dir,
gehst Du nun den Weg zusammen . . mit mir.

28.07.2017 17:06 • x 12 #1


Eswirdbesser

Eswirdbesser


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Wow, wunderschöne Zeilen, danke

28.07.2017 17:09 • x 2 #2



Meine Seele

x 3


No_Hope


Richtig toll

30.07.2017 11:57 • x 1 #3


fe16

fe16


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mir fehlen die Worte so schn so treffend
respekt

30.07.2017 17:46 • x 1 #4


Hologramm77


Danke für deine bildhafte Wegbeschreibung durch den Tunnel und wieder zum Licht.

30.07.2017 19:01 • x 1 #5


Kerstin_2016


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Meine Seele - Teil 2


Einst gehörnt durch Schmerz und Leid,
vergingen Monate der Zeit.
Ein Auf, ein Ab und immer wieder,
stieß ich mich selbst ewig nieder.

Vier Stufen vor, zehn zurück,
doch Stück für Stück,
fand ich es wieder das Licht
und es wurde heller aus meiner Sicht.

Ich sollte mich auf Reisen begeben,
innerhalb der Bahnen vom Leben:
mich von Menschen trennen,
mich selbst bekennen,
meiner selbst erkennen,
aufhören vor mir selbst wegzurennen.

Mir wurde das Herz manchmal kalt,
neue Menschen gaben mir Halt,
viele Tränen vergossen,
und doch war ich entschlossen,
jemanden eine Chance zu geben,
nämlich mir selbst, meinem Leben.

Doch. . . ein großes Stück des Weges hatte ich geschafft,
jedoch ließ ich mir ein wenig nehmen meine Kraft.
Ich erkannte es fast zu spät
und ich floh ein wenig vor der Realität.

Ungefragt warst Du da und ich zog Dich an,
mit einer Unverbindlichkeit voran.
Mehr Zeilen gibt es dazu nicht zu sagen,
denn ich bin nicht mehr bereit es mitzutragen.
Ich werde es nicht wieder wagen,
irgendwas noch zu hinterfragen.

Ich gehe meine Weg, nun mehr ohne Dich,
und bleibe bei mir, dem eigentlichen Ich.
Ich habe dich wirklich sehr gern, so sagt mein Herz,
noch unter einem Mantel von Schmerz.
Es soll nicht sein, ich will es nicht,
denn ich verliere meinen Blick auf das Licht.

Meine Seele, ich brauche Dich wieder - jetzt,
so oft hast du dich schon zu mir gesetzt.
Du, mein bester Freund, stehst zu mir,
auch wenn stolperhaft, so wie ich zu Dir.

Schenke mir Kraft und begleite mich über diesen Stein,
dann bin ich nicht allein,
und kann wieder bei mir selber sein.

27.08.2017 22:30 • x 5 #6


Ex-Mitglied


Schön und wahr.
Danke.

28.08.2017 06:26 • x 1 #7




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