Zitat von Ema: Ansonsten würde ich dir empfehlen, dir einen richtig guten Osteopathen zu suchen. Achte auf die Ausbildung, die er hat!
Der kostet dich zwar Geld, das größtenteils von der Kasse nicht erstattet wird, aber es kann dennoch durchaus sein, dass sich das für dich lohnt, weil du eine Menge anderweitige Kosten und vor allem Nerven sparst.
Meine Kollegin hatte arge Endometriose. Und nur ein Osteopath konnte ihr tatsächlich gegen die Schmerzen helfen. Und er hat auf die Rechnung Physio geschrieben, so dass es bei der KK durchging. Ob sie noch was draufzahlen musste, weiß ich nicht.
Die sagte, in manchen Fällen hilft der Osteopath wirklich, während ein Physiotherapeut halt momentan Symptome behandelt, was dann nicht nachhaltig ist.
Ich habe am rechten Fuß sowas wie ein Morton-Neurom, eine gar nicht so seltene Erkrankung bei Senk-Spreitz-Füßen. Das verursacht Schmerzen beim Gehen, die man im 2. und 3. Zeh sehr unangenehm spürt. Man geht dann in eine Schonhaltung im Schuh, indem man die Zehen anzieht, um den Druck von unten wegzunehmen. Aber das ist ja keine Lösung.
Orthopäde Nummer 1 verordnete Einlagen, die zu hart waren und spritzte ein Mittel in den Fuß. Das half eine Zeitlang, solange das Mittel wirkte. Die Einlagen halfen rein gar nichts, weil sie steif waren. Dazu Physio, die nichts bewirkte.
Dann ging ich zum Orthopäden Nummer 2, der sich aus der Gemeinschaftspraxis verabschiedet hatte und seine eigene Praxis aufgemacht hatte. Und der verordnete mir flexible Einlagen, die verschiedene Felder haben, die entweder mit irgendwas gefüllt sind oder nicht.
Welche Felder gefüllt werden müssen, brachte er mit einer seltsamen Methode in Erfahrung. Er streifte am Fuß an einer Stelle darüber und ich musste Zeigefinger und Daumen zusammenführen, dass sich die Fingerspitzen berührten. Manchmal ging es, manchmal nicht und daraus leitete er ab, welche Felder gefüllt werden sollen.
Mit diesen Einlagen, die ich täglich trage, geht es wesentlich besser und meistens schmerzfrei. Es hängt auch vom Schuhwerk ab. Schuhe mit harten Sohlen sind nicht gut für mich, weswegen ich mögichst nur Sneakers trage.
Bei Orthopäden ist es wirklich schwierig, was Gescheites zu finden und der Arzt Nummer 2 rät auch nicht vorschnell zu einer OP. Er rät, OPs nur durchzuführen, wenn es anders nicht mehr geht. Aber bei vielen Beschwerden wie Rückenschmerzen, Bandscheibenvorschlägen, Morton-Neurom etc. ist eine OP oft gar nicht nötig.