@Bibbi
Zitat:Auch ich stehe auf der anderen Seite, auf dem Prüfstand. Auch ich grübele und hinterfrage mich. Auch er wird jeden Tag aufs neue seine Empfindungen mir gegenüber und seine Vorstellungen von eine Partnerschaft überprüfen und wenn nur unbewusst. Ich habe diesen Thread hier eröffnet, weil es eben Dinge gibt, mit denen ich unsere Partnerschaft nicht belasten möchte. Wobei ich da schon in einer Zwickmühle bin, weil es nicht ehrlich ist.
Das du grübelst und dich hinterfragst, ist menschlich und verständlich. Was mich persönlich daran ein wenig nervös macht, ist der Umstand, dass dein Freund nur schwer oder gar nicht davon partizipieren kann. Für dich stellt deine Gefühlslage eine momentane Belastung für dich oder gar für euere Beziehung dar. Aber obwohl du dir bewußt bist, dass es unehrlich deinem Freund gegenüber ist, bist du bereit dazu. Steht so ein Handeln nicht in einem krassen Gegenspruch zu deinen Werten ,welche für dich, wie für mich Beziehung ausmachen? ::)
Bist du dir da sicher, dass dein jetziger Freund seine Gefühle und Empfindungen unbewußt überprüft? Sprichst du ihm dass ab, oder sind das Erfahrungwerte? :o Könnte es nicht sogar dazu kommen, dass er bedingt durch dein Handeln und dein Verhalten ihm gegenüber die Beziehung ganz in Frage stellt und sie auflöst? Wäre so ein Verhalten dann schändlich, oder würdest du es aus deiner Sicht der Dinge gut verstehen und akzeptieren können?
Das du diesenThread hier eröffnet hast und diese Frage bzw. deine Gefühlslage und Empfindung hier in diesem Forum gepostet hast, hat doch wohl mehr mit dem Umstand zu tun, dass du Angst vor einem offenen Dialog mit deinem Freund über das Thema hast. Und du wirst mit Sicherheit auch Angst vor den Konsequenzen haben, welche daraus entstehen könnten.
Aber was ist dann mit Wahrheit, Klarheit und Offenheit dem Partner gegenüber? Welchen Stellenwert hat dann dieser Mensch in deinem jetzigen Lebensabschnitt?
Und wie oder warum sollte er dir dann sagen, dass ausgerechnet du die Frau bist, mit der er alt werden möchte? Ist dies eine einseitige Forderung und wie sieht es bei dir aus? Und was wird sein, wenn dich in ein paar Monaten eine andere Frage beschäftigt. Wirst du dann euere Beziehung wieder nicht damit belasten? Dient diese Beziehung nur dazu, um die schönen Dinge im Leben gemeinsam zu genießen? Eine Zweckbeziehung!? ::)
Und was wird sein, wenn du dich in ein paar weiteren Monaten gefühlsmäßig erneut überprüfst und zu der Überzeugung kommst, dass er doch nicht der Mann ist, welchen du gerne in ihm gesehen hättest. Wirst du dann das Gefühl haben, dass du ihn für deine Zwecke mißbraucht hast? Und was wird sein, wenn er sich in der Zwischenzeit dann wirklich in dich verliebt hat und es auch ausdrücken kann. Bist du dann nicht auf derselben Stufe wie dein EX angekommen?
Du kannst ja deine Beziehung nennen wie du willst, aber wenn du nicht bereit dazu bist, deinem Partner an deinen Ängsten, Phobien und Sorgen teilnehmen zu lassen, wie soll dieser Mensch dich dann jemals kennen lernen, Vertrauen zu dir fassen und dich so lieben wie du bist und nicht für dass was du bist? ::)
Schaue gleich mal in dein Postfach. Kann ja sein, dass du damit was anfangen kannst.
Gruß