Schmiddi12339
Mitglied
- Beiträge:
- 60
- Themen:
- 3
- Danke erhalten:
- 27
- Mitglied seit:
Vor 8 Wochen hat meine Freundin mich verlassen Und ich habe natürlich alle Fehler die man nach einer Trennung machen kann,erfolgreich mitgenommen. Mittlerweile bin ich blockiert. Aber ich kann sie nicht vergessen. Habe ihr gestern Nacht einen letzten Brief geschrieben und den Möchte ich gerne mit euch teilen. Seht mir bitte nach,dass der Brief voller Fehler ist. Ich habe ihn auf meinem Handy geschrieben und danach fein und fehlerfrei auf's Papier gebracht.
Liebe J,
Vorab möchte ich sagen das ich in diesen Brief nicht die Hoffnung stecke das es zwischen uns besser wird. Ich habe nur eine Menge nachgedacht und finde es wichtig dir diese Zeilen zu kommen zu lassen. Ich habe seit unsere Trennung eine Menge nachgedacht. Vieles davon weist du bereits, da ich dich mit Nachrichten bombardiert habe. Das war falsch und hätte nicht sein müssen. Auch mein allgemeines verhalten danach,war alles andere als löblich und Tut mir auch sehr leid . Die trennung,war unausweichlich,denn das was wir waren, das waren nicht mehr wir. Nicht die beiden verliebten, die überglücklich waren sich zu haben. Nein, wie waren ein Schatten unserer selbst. Es ist auch zuviel passiert, als das man dieses kaputte ding , was wir Beziehung nannte,hätte noch retten können. Das ist mir nun klar. Auch meine versuche mit Kleber den kram wieder zu richten haben nur das Gegenteil bewirkt. Es war falsch beiden zu schreiben und sie zu bitten mir zu helfen. Ich habe krampfhaft versucht dich zu halten und das hat dich in deiner Entscheidung nur bestärkt. Ich habe eine Menge nachgedacht und in der Zeit eine Menge erfahren,vor allem über mich selbst. Ich liebe dich immer noch. Aber auch Dinge an mir sind mir klar geworden, ich habe die Antwort gefunden auf die Frage. Was ist das zwischen uns? Wir lieben uns, aber streiten nur.
Du wolltrdz immer eine Antwort darauf,stattdessen kamen nur leere Versprechungen. Aber nun habe ich die Antwort. Um es kurz zu fassen, es lag daran das ich unzufrieden mit mir selber war, ich hatte immer das Gefühl das ich dir nicht reiche oder dich nicht Glücklich mache. Soll nicht heissen das du es mir nicht gezeigt hast. Oh das hast du... Ich wusste das du mich liebst und du mit mir mehr als Glücklicb warst. Aber tief in Mir drin war dieser zweifel. Er war unbegründet, aber er war da.. als ich damals bei der Dekra war und begonnen habe mit der Zeitarbeit, warst du die einzige die gesagt hat ich bin stolz auf dich und du machst das richtig. Alle anderen haben sich über mich lustig gemacht und machen es teilweise noch heute. Aber am schlimmsten war das mit meinen Eltern. Die haben mich deswegen richtig fertig gemacht. Und haben gesagt was ein Mädchen wie du mit einen dummen leiharbeiter will.. Und zack war dieser Gedanke wieder da. Was wenn sie merkt das du ihr nichts bieten kannst und was wenn sie dich deswegen verlässt.
Ich weiss das du nicht so eine bist und mich nicht liebst weil ich einen tollen job habe oder viel Geld,sondern weil du immer wusstest das ich das bin was du willst und brauchst. Aber der Gedanke war da. Und diese Streitereien waren die Frucht dieses gedankens und du musstest drunter Leiden. Hinzu kam noch das mein Job einfach sch. war und ich dadurch noch unzufriedener war als sowieso schon. Ich hätte einfach mit dir drüber reden sollen und vielleicht hätte dieser gedanke dann ein Ende gehabt. Aber da ich nun endlich weiss warum ich so war, kann ich endlich dagegen vorgehen und das mache ich auch und ich sehe jeden Tag wie ich Fortschritte mache.
Du weisst nach der trennung ging es für mich stark bergab. Erst verlor ich meinen Job und dann hatte unser kleiner Rolf noch einen Getriebe schaden. Dann stand ich da. Ohne mein Mädchen, ohne Arbeit und ohne Rolf. Quasi alles verloren.. Ich war einen Tag mehr sch. drauf, aber dann sah ich auf und Richtete meinen Blick auf meinen Schreibtisch, auf dem nach wie vor dein Bild stand. Und ich sagte mir,ja ich schwor mir, ich mache dieses Mädchen stolz. Und dann fing ich an wieder nach einem Job zu suchen. Und ein Glück hatte die D.noch einen. Wieder bei ThyssenKrupp,aber dieses mal bei dem großen. Als ich da angekommen bin war ich erstmal buff. 6 hallen und knapp 800 Mitarbeiter. Es war schwer sich da zurecht zu finden. Aber ich hatte Glück und alle Kollegen waren nett und haben mich herzlich aufgenommen. Ich habe nun das gefühl, das ich dazu gehöre und nicht nur ein hilfsarbeiter. Nach 3 Wochen dort,kam der vorarbeiter und meinte, dass die ksm 03 noch einen anlagenführer brauchte und mein Kollege meinte das ich mich gut mache und er mir das zutrauen würde. Und dann dachte ich mir.
Jetzt kann ich Zeigen was ich kann. Und ich nahm die Herausforderung an. Und jetzt habe ich meine eigene Anlage. Ich darf allein messen Gehen und bin sehr stolz auf mich.denn als Leiharbeiter,ist es ein ziemliches Privileg,eine eigene Anlage führen. Dann blieb noch das Problem mit Rolf. Ein neues Getriebe hätte mich 1000 Euro gekostet und das hätte sich einfach nicht gelohnt,da er einfach zu Alt ist und er auch andere Probleme hatte. Also blieb die Wahl zwischen verkaufen und einen anderen Wagen kaufen oder ihm wieder auf die Beine helfen.
Die Wahl war natürlich klar, ihn verkaufen käme niemals in Frage, denn ich habe dir versprochen,er bleibt für immer. Und das wird er auch. Also habe ich mich eines Nachts mit einem Kollegen dran gemacht das Getriebe wieder herzurichten. Und bei jeder schraube
Die ich gelöst habe und jeden handgriff den ich getan habe, warst du in meinem Herzen dabei. Denn der Gedanke daran das du mich dabei voll unterstüzt hättest und dein Gesicht dabei vor Augen, ließ mich das alles schaffen. Und nun ist klein Rolf wieder bei bester Gesundheit und bekommt nächste Woche tüv. Er ist mehr als nur ein Auto, er ist ein Familienmitglied. Und er bleibt bei mir. Auf hoffentlich viele Jahre gemeinsam.
Aber ich nur: das ist mir egal, mir geht es nicht um das Geld,mir geht es um einen Job der mich glücklich macht und mir Spaß bringt. Das fand er natürlich gut, mal sehen was dabei rauskommt. Ich bin auf jedenfall guter Dinge. Es ist ein tolles gefühl,etwas geschafft zu haben und du gibst mir die Kraft dazu. Ich denke mir innerlich:.was wenn sie das alles sehen würde? Was würde sie denken? Und deswegen mache ich das alles. Um es mir und dir zu beweisen das ich was kann. Du bist das Benzin was meinem Motor am laufen hält und ihn täglich anspornt auf der überholspur zu bleiben. Denn irgendwann Möchte ich vor dir stehen und dir sagen: sieh her, dein Junge hat es geschafft.. Und mir kann nix passieren mit dir in meinem Herzen und Rolf an meiner Seite.