Lukas_92
Mitglied
- Beiträge:
- 44
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 78
- Mitglied seit:
ich habe jetzt schon einige Beiträge geschrieben und bin endlich bereit meine Geschichte hier erzählen.
Bevor ich meine Ex kannte, war ich ein sehr emotional stumpfer Mensch. Durch einige Rückschläge und familiäre Probleme war ich komplett in mich gekehrt, zwar zufrieden aber auch sehr auf mich bestimmt, man könnte fast behaupten ich sei ein Egoist gewesen.
Zum Thema Liebe, war ich sehr offen eingestellt, entweder sie passiert oder halt nicht. Ich war so gesehen nicht auf der Suche. Da ich vor 2 Jahren (Zur Erklärung, 2 Jahre bevor ich meine Ex kennen lernte) aus einer schwierigen Beziehung raus bin, machte mir das Single da sein auch nichts aus. Ich habe einige Freunde, genoss den Alk. und meine Freizeit in vollen Zügen.
Doch dann kam alles anders. Ich wohne in einer kleinen Doppelhaushäflte, als dann vor 1,5 Jahre November 2019 genau "Die Liebe meines Lebens" und ihre kleine 7 jährige Tochter einzog. Der Garten war nur sporadisch abgegrenzt, man konnte jederzeit und leicht zum anderen rüber sehen und leicht zum anderen gelangen. Die Ex war sehr bekannt im Dorf als "Männerschwarm", hatte auch schon einige Beziehungen intus. Da ich dachte, ich hätte sowieso keine Chance bei Ihr und aus dem oben genannten Gründen habe ich das gemacht, was ich immer mache, sie einfach ignoriert und mein Leben gelebt.
Als dann der Lockdown April 2020 kam und ich einen furchtbaren familiären Streit gehabt habe, stand Sie auf einmal mit 2 Falschen Wein da und sagte Sie sah dass ich traurig bin und wollte mich aufmuntern. Es kam ein nach dem anderen, wir leerten die Flaschen aus, ratschten den Abend viel und dann sagte Sie zu mir das Sie auf mich steht und einen S. traum mit mir hatte. Ich war sehr über die Aussage sehr überrascht, gab ihr am selben Abend noch einen Zungenkuss und dann ging es in die Kiste.
Am nächsten Tag dachte ich es wäre eine einmalige Sache gewesen. Dann kam Sie zu mir und sagte das ihr der Abend sehr gut gefallen hat und ob wir es nicht in der Beziehung versuchen. Sie redet gleich von Kinder bekommen, in Zukunft zusammenziehen usw. Sie versprach mir das Blaue vom Himmel. Alles was ich mir erträumte aber was ich auch nie angesprochen habe. Auch sagte Sie zu mir, dass sie noch nie in einen liebte wie mich. Ich konnte mein Glück nicht fassen und sagte der Beziehung zu.
Die ersten 1-4 Monate liefen auch super. Es gab weder einen Streit, noch eine Meinungsverschiedenheit, es lief zu gut um wahr zu sein. Selbst meine Freunde verstanden sich mit ihr sehr gut. Ich baute mit ihrer Tochter ein "vaterähnliches Verhältnis" wir gingen viel mit meinem Hund raus, gingen Eis essen und machten Ausflüge. Ich habe Gefühle gehabt wie noch nie, ich habe meine Mauer aufgemacht und fühlte reinste Glückseligkeit.
Es war auch ausgemacht, das jeder der Ruhe brauchte, auch seine Ruhe bekam. Sprich wir pickten nicht jeden Tag zusammen. Als ich dann im September 5 Tage nach dem "Männerurlaub" zurückkam, war es auf einmal irgendwie anders. Sie wirkte auf einmal indirekt distanzierter. Sie ging weniger bei den Ausflügen mit, meistens verbrachte ich dann die freien Nachmittage mit ihrer Tochter und Sie dann nur mehr die Abendstunden mit mir. Sie sagte als ich Sie darauf Ansprach, sie hatte durch den Corona sehr viel Stress in der Arbeit und würde lieber schlafen, als mit mir mit raus gehen. Ich akzeptierte dies und dachte mir nichts Böses dabei.
Mehr Anzeichen konnte ich leider nicht ausmachen, außer dass Sie keine Person ist die gerne kuschelt oder körperliche Nähe bis auf Sex zu lies, da Sie mir erklärte, Sie könne das nicht, weil ihr Mutter als sie 13 Jahre alt war gestorben war und Sie nicht ein Mensch sei der auf so etwas steht und viel Emotionen zu lassen kann.
Dann kam es zu unserem Halbjährigen (Anfang November) wie es kommen musste. Sie sagte zu mir das Sie weder mit mir noch mit einen anderen Typen jemals zusammenziehen will. Für mich brach daraufhin eine Welt zusammen, da ich mir erträumte habe, das wir irgendwann mal zusammenziehen und ich dies für unabdingbar hielt. Ich sagte zu Ihr ich bräuchte ein paar Tage Zeit zum Überlegen ob ich dies akzeptieren kann.
Die Aussage traf mit wie ein Dolch ins Herz, ich weinte fürchterlich, und zerbrach dabei. Ich musste sogar im Krankenstand gehen. Ich führe einige Gespräche mit meine Freunde und da gingen bereits die Meinungen auseinander. 3 Tage später sagte ich zu ihr das ich das nicht akzeptieren kann Sie nickte nur und meint Ok, dann ist es vorbei, komplett emotionslos. 2 Tage danach bereute ich es bereits und wollte zu ihr zurück. Sie meinte Sie hat mit mir schon abgeschlossen und es gäbe kein Zurück mehr.
Dann kam mein Fall. Es war grausam. Während ich traurig in meiner Wohnung saß, war Sie die nächsten Tage am Feiern. Sie hat es scheinbar genossen, dass es Aus war. Auch war es für die Tochter schrecklich, welche ich immer noch sah und Sie mir immer aus dem Fenster zuwinkte. Mein Herz wollte zu den Beiden, ich wusste aber, dass es kein Zurück mehr gab. Die Tage vergingen, wir ignorierten uns komplett und ich hielt Kontaktsperre trotz der unmittelbaren Nähe so gut es möglich war. Ich schlief keine Nacht mehr und ich trank Unmengen an Alk. um überhaupt einschlafen zu können.
Dann fing mein ganzer Körper fing an zu zittern, Selbstmordgedanken nahmen zu und ich wusste, jetzt war es höchste Eisenbahn zum Arzt zu gehen. Die Tortur fing an, Mirtazapin + 4 Wochen Krankenstand, und ambulante Psychotherapie in der ich mich heute noch befinde. Sie zog dann Gott sei Dank im Januar aus, bevor ich es hätte tun müssen.
Nach 6 Monaten bin ich aber immer noch nicht mehr der "Alte". Ich wurde viel einfühlsamer, sensibler und bin bei weitem nicht mehr so belastbar wie früher. Ich musste auch einige Bereiche von meiner Arbeit zur Ruhe legen, da ich nicht mehr über die Stärke verfüge, Streite zu schlichten und emotionskalt Verhandlungen zu führen. Einige Freundschaften wurden dadurch gestärkt andere gingen.
So genug geschrieben 😄 . Jetzt meine Fragen:
Eure Meinung zu der Frau, meinte ihr Sie es mit mir jemals ernst oder hat Sie mit mir nur gespielt?
War das mit dem Zusammenziehen nur ein Vorwand von Ihr um es zu beenden? Ich mache mir da leider heute noch Vorwürfe.
Ich lese oft dass man dadurch stärker werden sollte, aber während ich früher der unbrauchbare Fels in der Brandung war bin ich jetzt schwächer, emotionaler und kann immer noch nicht 100 % in der Arbeit geben. Ich verstehe den Sinn dieser Erfahrung noch nicht.