Fuxxi
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Habe hier schon viel gelesen und finde es gut dass es dieses Forum gibt.
Normalerweise bin ich ein Mensch der seine Probleme alleine in den Griff bekommt.
Aber diesmal ist es nicht so einfach.
Meine Frau hat mich nach 8 Jahren Ehe vor die Tür gesetzt. Ich war 2 Woche weg, dann kam die Nachricht ich könne meine Klamotten hole. Ich habe das akzeptiert und mir eine Wohnung gesucht.
Einfach neu anfangen. Das Problem ist, dass ich mit meinem Weggang meine gewohnte Umgebung und alle Personen verloren habe. Keiner hat gefragt wo ich bin und was ich mache. War schon schwer.
Ich muss dazu sagen ich bin weiter weg gezogen, in die Nähe meiner Tochter. Sie hat mir in den ersten Wochen sehr geholfen. So langsam bekomme ich wieder die Füße auf den Boden.
Meine noch Ehefrau hatte nach 4 Wochen schon einen Neuen. Der hat sich auch prompt eingemischt . SMS und Anrufe wann ich endlich mein restliches Zeug abhole. Hab gar nicht reagiert. Rosenkrieg brauch ich nicht. Kommunikation geht nur noch über ihren Anwalt.
Das blöde an der Sache ist, dass ich zuviel darüber nachdenke warum sie das gemacht hat. Ich komme mir vor wie ein altes Möbelstück das man durch ein neues ersetzt hat. Klar, ich kenne sie. Sie braucht immer jemanden an ihrer Seite. Dabei ist sie nicht wählerisch. Hauptsache nicht alleine. So haben wir uns auch vor 10 Jahren kennengelernt. Da war sie auch erst kurz geschieden. Zum 2. mal.
Momentan fehlt mir das Umfeld. Leute mit denen ich reden kann. Muss mir alles neu erarbeiten. Und alleine hat man viel Zeit zum Nachdenken. Und viel zu oft denke ich an die Zeit zurück.
Nein mit Gefühlen hat das nichts zu tun. Die sind schon lange eingeschlafen.
Ist das Neid? Oder Eifersucht? Oder weil man das gewohnte Leben verloren hat?
Viele stürzen sich dann in eine neue Beziehung. So wie sie. Ich will das noch nicht. Das wäre dem neuen Partner nicht fair gegenüber. Ich denke er müsste zu viel aushalten. Den ganzen Frust der sich angestaut hat aushalten. Ich glaube das wäre nicht ehrlich. Und dann bekommt man vielleicht das genaue Gegenteil von dem was man eigentlich will.
Ich bin ein gefühlsbetonter Mensch, aber dieses Zurückdenken, obwohl Ich weiß, ich habe das Richtige getan. Ist das noch normal? Ich komme mir innerlich wie zerrissen vor. Oder ist das nur Frust weil ich jetzt alleine bin und sie nicht?
Ich weiß dass das irgendwann vorbei geht. Das Leben geht weiter. Aber die Zeit bis dahin. ?
Bestimmt haben hier einige die gleiche Erfahrungen gemacht. Wie seid ihr damit umgegangen?
Fuxxi