Bedeutet also: Feuert die Amygdala permanent, ist der Zugriff auf den Verstand blockiert? Bei einer KPTBS müsste es ähnlich aussehen. Das vermute ...
Meine Störung hat sich entwickelt, weil ich als Kind schwer misshandelt wurde. Deswegen kann ich zu den Aussagen der Ärzte bezüglich der Amygdala nicht viel sagen 🤷♀
Mein Partner ist psychisch gern gesund. Aber wir sind erst seit 2 Jahren zusammen. Meine Therapie begann weit vor unserer Beziehung.
Ich habe aber auch zu meiner Verhaltenstherapie Hypnosestd mit dem Schwerpunkt innerer Kind Heilung in Anspruch genommen und davon etliche.
Ich habe alles getan um mein Ziel zu erreichen, danke für deine Glückwünsche das weiß ich sehr zu schätzen.
Ich bin sehr stolz auf mich und kann nur sagen das ich die Problematiken die Arnika erwähnte nicht im geringsten im Alltag habe.
Mein Leben ist geprägt von Wertschätzung und Respekt.
Niemals würde ich jemanden anschreien, meine letzten 2 Jahre waren holprig aber das ist okay, es gibt für alles eine Lösung.
Vielleicht ist es bei BL deswegen mit mangelnder Impulskontrolle in Stresssituationen so heftig, weil dann das schwarz-weiß denken kickt 🤷♀ Und bei schwarz-weiß gibt es ja bekanntlich keinen Mittelweg obwohl es den immer gibt.
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x 2#316
PapaEmeritus Mitglied
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Vielleicht ist die Diagnose in einzelnen Fällen auch nicht immer komplett richtig. Man weiß zB, dass eine BPS und eine kPTBS eine Komorbiditätsrate von über 60 % haben, das bedeutet, viele Betroffene leiden sogar unter beiden Störungen gleichzeitig. In der klinischen Praxis wird daher heute oft diskutiert, ob eine geheilte BPS in Wirklichkeit eine erfolgreich behandelte chronische oder komplexe posttraumatische Belastungsstörung war. Nur so als Idee. Das DSM-5 sagt zb auch, dass das Risiko an einer BPS zu „erkranken“ unter direkten Verwandten 5 mal höher ist, als unter der Allgemeinbevölkerung.
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#317
A
Meine Borderline Partnerin hat mich verlassen, was nun?
x 3
FoolishHeart Mitglied
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Zitat von PapaEmeritus:
Das DSM-5 sagt zb auch, dass das Risiko an einer BPS zu „erkranken“ unter direkten Verwandten 5 mal höher ist, als unter der Allgemeinbevölkerung.
Wobei dabei nicht klar ist, ob das nicht eher sozialpsychologisch ("erlernte" Strukturen) als genetisch bedingt ist...
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x 2#318
PapaEmeritus Mitglied
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@FoolishHeart
Verstehe was du meinst. Das sind aber zum Teil Erkenntnisse aus Zwillingsstudien an Zwillingen, die sich nie kannten und in unterschiedlichen Familien aufgewachsen sind. Abgesehen davon müsste man auch klären, warum ein Mensch dieses Verhalten „erlernt“ hat und es durch positive Erfahrungen nicht wieder verlernt hat. Warum hat sich gerade dieses Verhalten durchgesetzt usw. Wie gesagt, das sind nur Erkenntnisse aus Studien. Die Heritabilität bei Persönlichkeit allgemein liegt bei so 50 %, bei PS teilweise höher.
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x 1#319
Arnika Mitglied
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Das weiß ich, weil es einfach das Krankheitsbild ist. Genauso, wie du weißt, dass ein Blinder nicht sehen kann, auch wenn du nicht blind bist. Das ist die klassische Lehrbuch-Antwort dafür, wenn einem die sachlichen Argumente ausgehen.
Zudem kennt das auch jeder gesunde Mensch, dass eben Willenskraft einfach nicht reicht. Wenn der Weiße Hai fletschend hinter mir her ist, kann ich durch Willenskraft vielleicht erreichen, nicht total panisch zu strampeln, Panik und Angst hab ich aber dennoch, Willenskraft hin oder her. Die Biologie gewinnt trotzdem .
Kein Mensch auf dieser Erde kann da per Willenskraft beschließen, dass sein Herz nicht rast und die Knie zittern. Wenn du es schaffst, in dieser Situation durch brutale Willenskraft und Übung deine Arme und Beine halbwegs kontrolliert zu halten, um nicht komplett abzusaufen, ist das schon eine enorme Verhaltensleistung. Aber das ändert nichts daran, was sich biochemisch in deinem Inneren abspielt. Und genau das ist das Leben mit BL: Im besten Fall ein permanenter, extrem kraftraubender Versuch, den inneren Weißer-Hai-Alarm zu unterdrücken. Wenn dann aber noch ein zweiter oder gar dritter Weißer Hai daherkommt, bekommt man Herzaussetzer und macht sich in die Hose, ob man will oder nicht.
Also ja, da hast echt die A-Karte gezogen. Muss furchtbar anstrengend sein.
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#320
P
PeterN Mitglied
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Zitat von Mia83333:
Ich war auch in einer Psychatrie und habe nie Tabletten genommen geschweige denn Antidepressiva.
Darauf kannst Du stolz sein. Meine Ex litt über viele Jahre an schlimmen Schlafstörungen und hat deswegen über Jahre Ibuprofen genommen, bis mich dann jemand darauf hinwies, dass Ibuprofen ja gar kein Schlafmittel ist, sondern ein Schmerzmittel 🤯
Zitat von PapaEmeritus:
Man weiß zB, dass eine BPS und eine kPTBS eine Komorbiditätsrate von über 60 % haben
Ich habe irgendwo gelesen, dass sie sogar bei 80% liegt. Für mich ist die Unterscheidung eh nur theoretischer Natur. Bei BL ist die Angst vor dem Verlassenwerden das Alleinstellungsmerkmal, bei kPTBS die Flashbacks. Der Rest ist identisch. Hat ein Patient beide Symptome, hat er in meinen Augen beides.
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#321
Arnika Mitglied
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Zitat von PeterN:
Feuert die Amygdala permanent, ist der Zugriff auf den Verstand blockiert?
Exakt so ist es. Wenn die Amygdala auf Hochtouren feuert, findet im Gehirn der sogenannte „Amygdala Hijack“ statt. Treffender Begriff. Da wird die Verbindung zum präfrontalen Kortex – dem Sitz von Logik, Vernunft, vorausschauendem Denken und Impulskontrolle – physisch entführt bzw lahmgelegt.
Das ist einfach eine biologische Blutsperre. Wenn das Alarmzentrum Bedrohung oder Panik meldet, drosselt das Gehirn schlagartig die Durchblutung des präfrontalen Kortex. Die Energie wird komplett in die tieferen, primitiven Hirnareale umgeleitet, die für Kampf, Flucht oder Erstarrung zuständig sind. Rationale Areale werden also tatsächlich abgeschaltet, weil logisches Denken in einer (vermeintlichen) Todesgefahr evolutionär zu viel Zeit kosten würde. Wenn der Weiße Hai hinter dir her ist, denkst nicht mehr viel.
Bei gesunden Menschen schaltet sich nach einem Schreck der Verstand irgendwann wieder ein und signalisiert der Amygdala: Entwarnung, es ist kein Hai, nur ein Baumstamm. Oder du brauchst eben ein paar Minuten, wenn du es ans Ufer geschafft hast und zitterst mit pochendem Herzen, bis das Hirn wieder auf Normalzustand schaltet.
Bei BL ist diese Datenleitung zwischen Verstand und Gefühlszentrum nachweislich extrem geschwächt oder gestört. Wenn die Amygdala feuert, gibt es keine funktionierende Bremse mehr. Der Verstand kann gar nicht gegensteuern, wie er sollte, auch wenn er wollte. Weil er durch die Blutsperre offline geschaltet ist. Und das kannst du mit Willenskraft eben nicht beeinflussen, das ist unmöglich. Wie willst du denn deinen Blutfluss kontrollieren?
Also doch, das kann man über einen Kamm scheren, da ist nicht jeder anders, das ist einfach Biologie.
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x 2#322
PapaEmeritus Mitglied
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Viel verstörender als das Verhalten empfinde ich die unerschütterliche Vorstellung dieser Menschen, dass das Gegenüber all die Dramen, Abwertungen, Bestrafungen, Verletzungen etc einfach schluckt, verzeiht und unendlich so weitermacht. Für mich ist das eine akute Form von Realitätsverlust und Empathielosigkeit. Und ob diese Menschen selbst leiden, ist mir persönlich vollkommen egal. Wenn ich andere Menschen nicht fair und respektvoll behandeln kann, muss ich andere eben in Ruhe lassen oder mir helfen lassen. Mir ist auch vollkommen egal, was denen möglicherweise in der Kindheit passiert ist. Das ist NIEMALS ein Freifahrtsschein für destruktives Verhalten. Viele Menschen hatten unschöne Kindheiten und kommen trotzdem klar, es gibt da eben einfach keinen kausalen Zusammenhang. Wir sind als Gesellschaft irgendwie viel zu sehr in diese Verständnisschiene verfallen, so dass wir selbst das mieseste Verhalten irgendwie erklären wollen. Und wer bleibt dabei auf der Strecke? Diejenigen, die solche Menschen und deren Zerstörungskraft hautnah erlebt haben. Die sind dann oft diejenigen, die wirklich traumatisiert aus so einem Erlebnis herauskommen.
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x 6#323
FoolishHeart Mitglied
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Zitat von PapaEmeritus:
Wir sind als Gesellschaft irgendwie viel zu sehr in diese Verständnisschiene verfallen, so dass wir selbst das mieseste Verhalten irgendwie erklären wollen. Und wer bleibt dabei auf der Strecke? Diejenigen, die solche Menschen und deren Zerstörungskraft hautnah erlebt haben. Die sind dann oft diejenigen, die wirklich traumatisiert aus so einem Erlebnis herauskommen.
Die gesellschaftliche "Täter-Opfer-Umkehr"...
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#324
Arnika Mitglied
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Natürlich ist jeder Mensch als Persönlichkeit individuell – aber die biologischen Grundgesetze des menschlichen Gehirns gelten für alle gleich.
Man muss niemanden dafür „über einen Kamm scheren“, wenn sich einer die Pulsader aufschneidet, verblutet er, egal wie seine Persönlichkeit oder seine Einstellung dazu ist. Das ist reine Biologie.
Wenn ein Gehirn die Diagnose BL erfüllt, dann liegt das an messbaren, strukturellen Fehlregulationen im limbischen System. Eine chronisch hyperaktive Amygdala blockiert bei jedem Menschen ab einem gewissen Stresslevel den präfrontalen Kortex – das ist ein biochemischer Automatismus, kein Charakterzug.
Wer glaubt, bei seiner Partnerin oder Ex sei das wegen ‚jeder ist anders‘ magisch aufgehoben, verfällt nur in medizinisches Wunschdenken. Man kann die physikalischen Gesetze des Körpers nicht wegdiskutieren. Das ist genau die Hoffnung, die einen am Ende emotional komplett rücksichtslos zerstört.
Und bringt auch dem BL nichts. Der wird nur missverstanden. Einem BL wird quasi abgesprochen, wie schmerzhaft und unkontrollierbar diese biologischen Gefühlsstürme in seinem Kopf tatsächlich sind. Das ist eine schwere neuronale Fehlregulation und nicht eine schlechte Angewohnheit oder charakterliche Schwäche, die man mit Fleiß und Training wegbekommt.
Der Erkrankte wird mit unrealistischen Ansprüchen gequält, und der gesunde Partner geht in der Warteschleife kaputt, weil er denkt, er müsste den anderen nur oft genug anflehen, sich zusammenzureißen und anzustrengen. Oder sich selbst mehr verbiegen. Ja klar, steuer halt einfach mal bewusst deine Amygdala und deinen Blutstrom im präfrontalen Cortex. Ganz einfach.
Und der tragischste Kern dieser gesamten Störung ist, für einen BL ist der Partner der größte Stressfaktor. Aus neurobiologischer und psychologischer Sicht läuft da ein Teufelskreus ab, sobald emotionale Nähe ins Spiel kommt. Nähe = Bedrohung = Amygdalla feuert = präfrontaler Cortex fällt aus. Distanz = Bedrohung = Amygdalla feuert = präfrontaler Cortex fällt aus.
Die bekannte BL-Wippe. Es ist völlig egal, wie empathisch, ruhig oder vorsichtig der Partner agiert – seine bloße Existenz im innersten Kreis eines BL hält deren Stresspegel chronisch im roten Bereich. Ein falscher Blick, ein veränderter Tonfall oder eine Minute zu spät auf eine Nachricht geantwortet reicht da aus, um das biologische Alarmzentrum explodieren zu lassen. Ein „Schatz, wir müssen reden“ ist dann der absolute Weiße Hai. Und das Gehirn schaltet automatisch sofort den Verstand ab.
Und Lovebombing an Anfang oder Kuschelattacken sind nicht der eigentliche gesunde Zustand, sondern das Auge des Sturms. Dieses extreme Suchen nach symbiotischer Nähe ist der verzweifelte Versuch, die chronische innere Leere und den biologischen Stress im Kopf künstlich herunterzuregulieren. Doch genau diese Nähe ist das Benzin für das Feuer vom Ausbruch. Je mehr heute gekuschelt wird, desto massiver ist morgen die Angst vor der Abhängigkeit, also wieder – Bedrohung = Amygdalla feuert = präfrontaler Cortex fällt aus.
Also extrem schwierige und gemeine Störung für alle Beteiligten. Gilt nicht ohne Grund als die Königsklasse für Therapeuten, denn was willst da schon großartig machen. Lernen kannst du nur, dass du in deiner Panik - je nach Temperament - nicht zum Messerschrank oder Dro. etc greifst oder dich dann nicht ins Auto setzt.Die lauten Spitzen zu kappen ist der größte Erfolg moderner Therapien. BL können lernen, bei einem Aussetzer eine Pause zwischen dem Gefühl und der Reaktion einzulegen. Statt Gewalt nutzen sie Skills, wie zB an Ammoniak riechen, um den Druck künstlich abzulenken. Dann zerreißt es sie in dem Moment weniger. Aber, wie gut das funktioniert, hängt natürlich vom aktuellen Stresslevel ab, der ist in keinem Leben immer gleich.
Und der biologische Alarmzustand im Kopf bleibt leider. Die innere Leere, die permanente Hochspannung, die chronische Verlustangst und die blitzartige Reizbarkeit schlagen im Inneren immer noch genauso heftig ein wie früher. Nur eben weniger im Außen sichtbar. Es ist ein ewiger Dauerkampf gegen das eigene Gehirn.
Denn was man eben nicht steuern und nicht ändern kann, dass die Amygdalla wie blöde wegen jedem Sch… fehlfeuert - und dann der Verstand aussetzt. Und ja, ausnahmslos bei allen BL. Sonst hätten sie kein BL. Genauso wie bei Blinden. Alle Blinden sind blind, sonst wären sie ja keine Blinden.
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x 1#325
Arnika Mitglied
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Zitat von PapaEmeritus:
Viel verstörender als das Verhalten empfinde ich die unerschütterliche Vorstellung dieser Menschen, dass das Gegenüber all die Dramen, ...
Das kann ich dir in aller Kürze erklären, warum das so ist. Das ist die BL-Scham. Schaltet sich der Verstand wieder ein, schämt sich der BL im ersten Moment. Und um nicht vollkommen emotional zusammenzubrechen, weil das würde ja wieder sofort den nächsten Zusammenbruch zw Amygdalla und Cortex auslösen, rationalisiert er es.
„Du hast das ausgelöst, weil DU hast was Falsches gesagt/gemacht/geguckt.“ Also ist das Gegenüber schuld, ein neurologischer und psychologischer Selbstschutz - und der Teufelskreis geht weiter. Weshalb auch meistens der BL dann den Partner verlässt und sich einen neuen sucht, und nicht umgekehrt.
Und btw ist Narzissmus halt auch oft mit im Spiel, die teilen sich ja ohnehin schon die Kerneigenschaften…
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x 1#326
PapaEmeritus Mitglied
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@Arnika
Ich weiß, wird alles externalisiert. Es ist immer das Gegenüber schuld. Und wenn es nix gemacht hat, liegts eben daran, dass es nix gemacht hat.
Ich denke auch, dass diese klassischen Trennungen zwar komfortabel, aber nicht komplett akkurat sind. Da gibts wahrscheinlich viele Überschneidungen, zb sind die Symptome bei BL zu ca 90 % vergleichbar mit dem, was wir als vulnerablen Narzissmus bezeichnen.
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x 3#327
Arnika Mitglied
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Zitat von PapaEmeritus:
@Arnika Ich weiß, wird alles externalisiert. Es ist immer das Gegenüber schuld. Und wenn es nix gemacht hat, liegts eben daran, dass es nix gemacht ...
Absolut, besonders die vulnerablen sind so ähnlich in so vielen Bereichen, das kannst kaum trennen. Beide sind hochgradig empfindlich und hochgradig manipulativ. haben Angst vor Zurückweisung und Scham, sind opferorientiert, haben Schwarz-Weiß-Denken, leiden unter innerer Leere und haben furchtbare Angst vor Zurückweisung - sehen sich aber gleichzeitig als moralisch überlegen und/oder missverstanden und sind selber nicht Schuld oder die Bösen, sondern immer die anderen.
Und bei einem BL ist die innere Verletzlichkeit und Angst, abgelehnt zu werden, kaum erträglich. Um diesen Schmerz nicht zu spüren, baut die Psyche schon sehr früh narzisstische Abwehrmechanismen auf. Wenn ich mich im Inneren wertlos und unsicher fühle, kompensiere ich das halt mit Überheblichkeit und dem Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Und werden dadurch noch unguter, weil sie wissen wollen, ob sie es mit dir machen können. Oder um sich zu beweisen, dass du eben eine Bedrohung und das Problem bist. Kannst nur verlieren.
wobei ich oft unschlüssig bin, ob das wirklich immer nur Kompensation ist. Das mag es geben, will ich nicht leugnen, ich denke aber nicht, dass diejenigen, die kompensieren diejenigen sind, die in Beziehungen usw diesen großen Schaden anrichten. Da ist die Überheblichkeit und die Besonderheit mMn wirklich so empfunden. Das kann mMn übrigens auf für die Opferrolle gelten. Mein Leid ist das größte Leid, ich werde immer missverstanden und verlassen, alle Menschen sind unehrlich usw.
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x 2#329
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@PapaEmeritus Naja, Kompensation durch Entwicklung narzisstischer Abwehrmechanismen schließt ja nicht aus, dass sie es wirklich so empfinden. Jeder Narzisst hat ja irgendwann gelernt, dass es ihm so besser geht und seine grandiose Einzigartigkeit dann verinnerlicht…