Funkfried
Mitglied
- Beiträge:
- 11
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 11
- Mitglied seit:
ich habe mich von meiner suchtkranken Freundin getrennt und komme nach mehr als zwei Monaten immer noch nicht damit zurecht.
Ich möchte mir das Thema einfach einmal von der Seele schreiben:
Alles fing sehr unverfänglich an. Wir kennen uns seit Jahren von der Arbeit. Wir sind Kollegen und hatte nicht viel Privat miteinander zu tun. Weihnachten 2019 hatten wir zusammen Dienst und wir hatten bei nichts weiter vor. Also haben wir uns auf ein Feierabendbier verabredet. Gesagt getan. An dem Abend hatten wir festgestellt das wir uns sehr gut unterhalten können und unsere Wege trennten sich erst am frühen Morgen. Wir hatten uns dann gleich wieder für den nächsten Abend verabredet und wir landeten zusammen im Bett. Wir fingen eine Liebschaft an um gelegentlich einen schönen Abend zu verbringen. Aus unseren gelegentlich Treffen wurde aber schnell mehr und wir verbrachten mehrere Abende die Woche zusammen. Es wurde geredet, getrunken und Körperlichkeiten ausgetauscht. Wir fingen auch an so unsere Zeit miteinander zu verbringen und machten auch mal einen Ausflug.
Nach zwei Monaten wollten wir aber nicht mehr nur Freunde+ sein bzw. wir nannten es endlich beim Namen das wir eigentlich eine Beziehung führen.
Corona ging los und auch aus dem Grund da sie eine Katze hatte beschlossen wir das es einfacher (Schichtdienst von uns Beiden und ihre Katze) für uns ist das ich mit in ihre Wohnung "einziehe". Wir verbrachten eigentlich jeden Tag zusammen und führten eine sehr schöne und enge Beziehung. Leider wurde mir erst sehr spät klar das sie Alk. ist. Am Anfang gehörte es für mich dazu das wir uns Treffen dazu etwas trinken und uns näher kommen. Es wurde aber zum Standart das es Abends Alk. gibt.
Durch die Coronazeit wurden wir ja alle eingeschrenkt und so verbrachten wir den ein oder anderen Abend zu zweit mit dem Alk.. Wir zogen dann nach einiger Zeit zu dritt (mit Katze) in meine Wohnung da diese etwas größer ist. Die Zeit verging und ich fing an den Alk. zu hinterfragen. Wir redet immer wieder darüber und sie fing an ihren Konsum zu reduzieren. Trotsdem gehörte es zu ihrem Alltag dazu. Für sie wahr es normal das man am Abend 5 B. trinkt, auch alleine. Sie reduzierte sich auf 3 B. und das auch nicht mehr jeden Abend. Als die Bars wieder öffneten bin ich am Anfang noch gerne mitgegangen auch wenn ich merkte das es wenn sie ausgeht nicht darum geht mit wem man sich trifft sondern das der Pegel stimmt. Ich zog mich dann immer weiter zurück und es gab immer wieder Sitationen wo ich am nächsten Morgen nur noch froh war das sie es nach Hause geschafft hat. Sie fing an mir auch immer wieder falsche Versprechen im bezug auf den Alk. zu machen. Es folgte eigentlich jeden Monat ein Gespräch wo ich ihr sagte das ich ihr nicht dabei zugucken kann wie sie sich selbst kaputt macht und hab ihr immer wieder Angeboten das wir uns Hilfe suchen können. Sie wahr immer sehr liebevoll zu mir doch in den Situationen wo ich den Alk. ansprach wurde sie immer Verbal sehr alut und abweisend. Zu der Zeit bin ich mit gutem Beispiel vorangegangen und haben keinen Alk. mehr getrunken.
Sie reduzierte sich immer weiter und trank dann Phasenweise auch nicht mehr zuHause. Ich merkte dann aber das am Abend immer eine gewisse Spannung war und das verlangen immer mit uns auf der Couch saß.
Jetzt immer Sommer verbrachten wir ein Wochenende in Dresden. Im Vorfeld sagte sie mir das sie sich ihrere Gefühle nicht mehr sicher sei. Im Grunde kann ich mir nur vorstellen das ihre Aussage nur daher kommt da sie wieder mehr trinken wollte und ich damit ein Problem habe. Nachdem schönen Wochenende tauschten wir uns noch einmal über alles aus und ich evrsuchte auch alles wieder etwas entspannter zu sehn und ging mit ihr noch einmal weg. An dem Abend fuhr ich alleine nach Hause und sie kam nach. Nicht wie versprochen nachdem nächsten B. sonder deutlich später. Ich war noch wach als sie nach Hause kam. Ich hörte sie vor der Tür mal wieder stürzen mit dem Fahrrad. Am nächsten Tag sprach ich mit ihr und sagte ihr das ich es nicht mehr ertrage und sprach die Trennung aus. Sie zeigte sich schockiert sagte aber nicht viel und schlief bei ihrer Mutter die Nacht.
Sie suchte nach der Trennung faktisch keinen kontakt mehr nur um ihren Auszug über die Bühne zu bringen.
Da wir immer noch miteinander arbeiten sehen wir uns regelmäßig. Ich habe immer wieder den kontakt zu ihr gesucht und wollte ihr klar machen das ich immer noch für sie da bin. Am Anfang zeigte sie sich sehr verletzt und schien schlecht mit der Trennung zurecht zukommen. Sie hatte dann zwei Wochen Urlaub und kam wieder zur Arbeit. Seit dem gibt sie sich mir gegenüber so als ob nie etwas gewesen sei zwischen uns. Wir hatten dann noch einmal telefoniert und sie zeigte sich sehr kühl und abweisend. Sie sagte mir dann das sie weder gerettet noch von mir geliebt werden möchte.
Im Grunde habe ich mich gegen mein Herz entschieden und das tut mir sehr weh. Mit der Trennung hatte ich eigentlich nur noch die Hoffnung das sie sagt das ich ihr wichtiger bin als der Alk. aber das ist nicht passiert. Ich komme mit der Situation nicht zurecht sie immer wieder zu sehn und das sie jetzt anscheinend wieder jeden Tag trinkt, so wie sie aussieht. Sie ist einer der tollsten Menschen die ich kennenlernen durfte aber hat leider dieses Problem was ihr Leben bestimmt. Ich habe mich bei ihr Menschlich so wohlgefühlt.
Ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll und wie ich es endlich schaffe das zu verarbeiten.
Es gibt Tage da geht es mir gut und ich denke es wird schon alles und am nächsten Morgen bin ich wieder ganz am Boden.
Danke fürs lesen.