Zitat von p86:@Ricky könntest du deine aussagen über die 90s kids/generation-Y nochmal etwas erläutern..? so aus reinem interesse. mich würde mal interessieren, welche rückschlüsse du zur bindungsfähigkeit, persönlichen emotionalität und bildung des egos daraus ziehst. merci.
Die Problematik besteht darin, dass wir seit den 70er Jahren einen Umschwung haben was Frauen angeht. Das ist ja auch alles nicht so falsch. Wir hatten in den 70ern das Aufbäumen der "neuen deutschen Frauenbewegung", die zuerst etwas unstrukturiert daherkam und nicht klar ausmachen konnte, wohin sie eigentlich wollen. Letzten Endes ging es aber um Dinge wie "Gewalt gegen Frauen", u.a. in der Ehe etc., gleiche Entlohnung für Frauen usw. usf.
Grundlegend also wie gesagt gute Dinge, die so auch wichtig und richtig waren. Problem dabei war bzw ist auch heute noch, dass hier mehr auf einer emotionalen, denn sachlichen Lage diskutiert wird. Ist ja ganz klar. Bei Vergewaltigung hört der Spaß nunmal auf und jeder wird mit einem emotionalen Schock konfrontiert. Wie willst Du da sachlich argumentieren? Solltest Du versuchen das irgendwie zu tun, wird Dir automatisch unterstellt, Du würdest es gutheißen und schwupps, bist Du in einer Spirale um Moral und Ethik gefangen.
Extremistinnen wie Alice Schwarzer, die das Aushängeschild und eines der ganz großen Gesichter dieser Bewegung waren, haben sich diese Situation mehr als nur einmal zu Nutze gemacht. Was also erst benötigt wurde, um ein altes System zu sprengen, wurde eben nicht als das enttarnt was es war/ist: Extremismus. Und so sind dann die einzelnen Aussagen, nicht nur, dass man ja eher zu gleichgeschlechtlich Liebe neigen sollte, weil Männer Liebe eh nicht geben könnten, sondern auch, dass es immer wieder darum gehe, ein Mann sei automatisch Schuld sehr häufig in Einklang gegangen.
Diese Debatte ging dann eben soweit, dass Dinge sehr polemisch gesehen wurden und meist aus diesem Lager kamen. Schöne Debatte dazu ist z.B. das übliche "Wenn sie einen Minirock trägt, muss sie sich auch nicht wundern, wenn sie vergewaltigt wird". Diesen Anklang haben schon die wenigsten in den 70ern vertreten, aber sobald das natürlich irgendein Hinterweltler mal äußert, wird das dann medial ausgeschlachtet. DENN... das bringt Geld. Und davon hat man sich ernährt.
Da die Systeme natürlich gar nicht auf solchen Umschwung gefasst waren, dauerte natürlich einiges deutlich länger. Das ist aber normal, denn Prozesse brauchen nunmal Zeit. In den 90ern sind dann fast alle Forderungen verabschiedet worden. Gewalt, Vergewaltigung etc. sind eben keine ehelichen Pflichten mehr. Das ist alles vollkommen korrekt.
Und jetzt kommt aber die Crux. Was passiert, wenn man Extremisten/Extremistinnen das Feld überlässt? Richtig. Sie wollen mehr Macht. Denn anstatt mit mehr Ratio daran zu gehen, wurde dann versucht ein Bild der Frau durchzudrücken, das totaler Kokolores ist, weil in sich unschlüssig. Einerseits ist man nämlich die "Damsel in Distress", die nicht für sich selbst sorgen kann und vom bösen, männlichen Patriarchat unterdrückt wird, andererseits aber die starke Frau an sich, die ja alles schaffen kann. Und somit kamen dann die kurios gearteten Forderungen einer Schwarzer und diverser anderer, die letztlich soweit führen, dass ein Mann erstmal unter Generalverdacht stünde, sobald eine Frau irgendwas behauptet. Man mag mich engstirnig nennen, aber ich bin immer noch der Meinung, dass jemand so lange unschuldig ist, bis die Schuld bewiesen ist. Man nehme mal den Kachelmann-Prozess in welchem Frau Schwarzer wirklich geäußert hat, es sei ein Armutszeugnis für Deutschland, obschon alle Indizien gegen eine Vergewaltigung sprechen. Wie kann es ein Armutszeugnis sein jemanden frei zu sprechen, wenn alle Anzeichen gegen eine Vergewaltigung stehen? Extremistinnen gehen eben immer davon aus, dass die Frau per se im Recht sei. Stark, aber wenn es um körperliche Dominanz geht, sofort das Opfer. Kurzum: Man will Macht und die soll einem nicht genommen werden können.
Und mit dieser Meinung, die eben klar definiert wurde, die medial verbreitet wurde, hat man in den 90ern Jungs und Mädchen großgezogen. Macht, die auf keinen Fall weg genommen werden dürfe. Das nannte sich dann das Recht auf "Selbstbestimmung". Doof nur, dass Männer natürlich dasselbe Recht haben. Das wird dann mit dämlichen Witzen in der "Emma" untermalt und zeigt halt einfach nur, wie engstirnig die Damen da sind. Problem ist eben, dass diese Damen da auch Einfluss haben und viele sich einfach unterbuttern lassen, damit sie nicht öffentlich als "S.ist" oder ähnliches dastehen. Bestes Beispiel die "Nein heißt Nein"-Debatte dieses Jahres. Ein totaler Blödsinn, der nur für die breite Masse verabschiedet wurde, damit man seine Ruhe hat, weil Politiker nicht nachdenken. Etliche Richter (inkl. einer Richterin des Bundesgerichtshofs) haben dieses Gesetz als "Scheingesetz" enttarnt. Was willst Du denn auch machen? Du hast mit einer Frau S., sie behauptet später es wäre nicht einvernehmlich gewesen. Soll ich dann ihr mehr glauben als Dir? Nur weil sie eine Frau ist? Alice Schwarzer hätte das gerne. Das ergab sich aus diversen Aussagen ihrerseits. Ich hätte das nicht gern. Zumal ich schon Frauen erlebt habe (Gott sei Dank nicht am eigenen Leib), die das als Mittel eingesetzt haben.
Wir haben genügend Abhandlungen darüber gesehen. Falschanzeigen für Vergewaltigungen sind hoch gegangen laut Aussagen von Gerichtsmedizinern etc. Das muss man jetzt nicht alles überdramatisieren, jedoch lässt sich erkennen, dass wir eine Generation an Frauen haben, die im Moment so verwirrt sind in ihrem Rollenbild, weil sie eines aufoktroyiert bekamen, dass sich zuerst in den eigenen Annahmen selbst nicht schlüssig war und jetzt mehr nach Macht schreit denn je. Ich schrieb es nämlich schonmal. Diskutiere ich mit solchen Frauen und appeliere an deren Ratio, dann kommt später "ich kann schon verstehen, warum Frauen das tun." Und da wird dann Angst über Recht gestellt. Und das ist niemals gut. Und wie wir sehen, steht das in der Flüchtlingsdebatte ganz oben und in etlichen anderen Bereichen ebenfalls. Und DAS ist das Problem.
Männer, die in den 90ern demnach geboren wurden, wurden mit dieser gesellschaftlichen, redhtlichen und politischen Strömung erzogen, müssen jetzt durch unglaublich viel Mist waten, weil sie auf junge Mädels treffen, die alles haben wollen, aber für nichts Verantwortung übernehmen müssen (mal noch dazu, dass da dann das schwammige Familienbild mit Alleinerziehenden etc. hinzu kommt - was nicht zwangsläufig schlechter ist, aber gern mal weniger Halt bot, weil eben ein Elternteil fehlt). Das ist nicht bei allen so, aber es gibt im Schnitt deutlich mehr als in den Jahren davor. Und das einzige wie Du dem begegnen kannst, ist... sortier diese Mädels aus. Denn nur so merken sie: Das funktioniert nicht. Und es kommt nicht von ungefähr, dass Frauen mittlerweile in der Quote 2:1 depressiver sind als Männer. Denn wenn Du der Frau ihre Weiblichkeit nimmst, weil das ja auf einmal irgendwie falsch ist... und Männern die Männlichkeit nimmst, weil sie ja sowieso falsch sind, da sie einen P.enis haben, was soll sich daraus denn entwickeln.
Das ruckelt sich langsam wieder zu Recht, weil die Leute Frau Schwarzer satt haben und es genügend Frauen gibt, die es wieder toll finden Frau zu sein und denen es schei. ist, dass andere sie dann als "Verräterinnen an der Emanzipation" sehen. Und auch sowas gehört zur eigenen Meinung. Und die Natur geht über diesen ganzen Gendering-Blödsinn nämlich hinweg. Die ist nicht zielgerichtet. Und der Mensch kann sie nur nehmen wie sie ist. Vllt. mixen oder sonst was, aber er ist auf sie angewiesen, denn der Mensch kann nicht aus Nichts erschaffen. Das kann nur die Natur.
So, das war jetzt lang und passt hier vermutlich nicht her... daher evtl. Fragen per PN? Weiß nicht, ob der TE hier die Debatte möchte. Vllt. interessiert es ihn ja auch.