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Meine Geschichte: mehr als 5 Jahre, beide 23 Jahre alt

ArsMortis

Wo beginne ich nur mit der Geschichte..?:

Zu meiner Person, ich bin Koch und 23 Jahre Alt, lebte mit meiner Ex-Freundin seit 4 Jahren zusammen (ebenfalls 23) und war mit ihr 5 Jahre 3 Monate und 10 Tage zusammen.

Letzte Woche Dienstag hat sie mit mir Schluss gemacht.
Es traf mich völlig überraschend, ich stürzte aus allen Wolken.

Der Hintergrund:
Vor einem Jahr(!) merkte sie, das ihre Gefühle nicht mehr die selben sind wie zuvor, sie entferntete sich immer weiter von mir und sagte mir nix. Sie schwieg mehr als ein Jahr lang über ihre wahren Gefühle. Dann vor 2-3 Monaten begann sie mit Gitarrenunterricht. Ihr Lehrer (Alter:52Jahre) wirkte auch recht nett, war aber ein schwer Alk. abhängiger die im Leben still steht, kein Motor, keine Ambition. Er hat nur die Musik und schlägt sich als Straßenmusiker durch, soll keinesfalls abwertend sein, jedem des seinen. In der Zeit spürte ich die ersten Anzeichen war aber blind, ich Fragte zwar immer wieder "Ist alles zwischen uns in Ordnung? So wie früher? Liebst du mich noch?" aber immer recht halbherzig und druck. Sie antwortete immer "Ja, es ist alles ok, ich liebe dich" und ich dachte mir dabei nix.

Am Abend der Trennung erfahre ich aber, das sie sich in ihrem Gitarrenlehrer verliebt hatte und für mich nix mehr empfindet, sie schätzt mich als guter Freund. und machte Schluss...

An dem Abend ging sie sofort zu ihm und verbrachte 5 Nächte bei ihm. Dann kam sie für eine Nacht wieder (wir hatten ein gemeinsamen Kater) und da kam die Aussprache. Er hatte sie geküsst den Abend zuvor, sie liebt ihn und er, sie auch. Beide benehmen sich schon wie in einer Beziehung, Händchen halten, Küssen und S....

Nur will sie nicht aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen, wir stehen beide auf dem Mietvertrag und ich möchte sie auch nicht raus werfen.
Hat aber nach 6 Tagen, ihre Koffer gepackt und ist mit dem Kater zu ihm.

Mein Gefühl sagt mir, das der alte Sack sie nur benutzt und die absolut Blauäugig und Naiv zu ihm rennt, sprich er Manipuliert.

Dazu muss gesagt werden, ich war ihr erster Freund und die erste Erfahrung. Ich bin auch nicht sauer das es passiert ist, weil dafür kann niemand was. Worüber ich aber ab kotze.. das sie mich belogen hat, Feige war und nicht den Ar. in der Hose mir die Wahrheit zu sagen. Obwohl wir schon 5 Jahre zusammen waren!

Ich habe garantiert die Hälfte vergessen und genau weiß ich auch nicht, warum ich das schreibe. Aber bisher hat mir das Forum sehr geholfen.

10.09.2013 21:19 • #1


minna


du bist nicht mehr für sie verantwortlich....egal ob er sie manipuliert....
und sie sich manipulieren lässt...

sie hat dich auch vergessen
und wie es sich für dich anfühlen muss...
lass sie gehn und ihre erfahrungen machen...
nicht so einfach, ich weiss....

aber du bist auf dem richtigen weg und da kommt noch eine...
die DICH
liebt....und keinen anderen...und mit dir probleme bespricht.....bevor sie geht....

ihr seid beide noch sehr jung.....
aber du wirkst klug und wirst es schaffen...
und danach etwas weiser sein...

10.09.2013 21:44 • #2


ArsMortis


Es ist wahrlich nicht einfach, mein Kopf sagt mir auch: lass sie gehen, ihre Erfahrung, ihre Wahl

Ich habe ihr auch von Anfang an gesagt: Sie ist Alt genug und muss selber Entscheiden was sie tut.
Das halte ich auch so, bis heute aber es tut verdammt weh.

Ich probiere natürlich nach vorne zu schauen, bisher sind 7 Tage vergangen und seitdem ich kontinuierlich Abstand halte, geht es auch aber diese Einsamkeit macht einem fertig.
Ich habe sie einfach noch geliebt und hätte gerne darum gekämpft. Ich fühle mich einfach nur Unfair behandelt..

Was ich nur nicht verstehe, wie kann sie mich so schnell vergessen?! (sofort zu Ihm(!))
Hat sie wirklich innerhalb dieses einen Jahres sich von mir verabschiedet?!

Mann muss doch mit einen sprechen können, nach 5 Jahren.
Ich weiß alles über sie, ich war ihr bester Freund... usw usw usw (ich kann ewig weitermachen)
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Aber was macht man jetzt? Ich komme aus Berlin und habe keine Ahnung, was man hier als Single macht? Bzw. wo lernt man Menschen kennen? Klingt absolut strange aber ich suche momentan nur Gesellschaft und mein Freundeskreis ist sehr klein geworden, über die Jahre.

Seitdem ich aus dem Elternhaus raus bin, habe ich nur mit Ihr gelebt. Ich kenne das Leben alleine überhaupt nicht und es wirkt sehr befremdlich.
Einzig die Musik hilft mir bisher etwas weiter aber ich denke ich stehe hier mit der Musik alleine. Also gebe ich mal keine Tipps..

Danke für das Forum, es ist eine schöne Art sich Luft zu machen, ohne das der Ex-Partner es zu lesen bekommt.

10.09.2013 22:49 • #3


minna


dann bist du bis jetzt von einem nest (eltern) ins nächste nest (freundin)...

alleine leben kann wunderschön sein....

auch wenn du es jetzt noch nicht siehst...

man kann sich dabei mal selbst richtig kennenlernen,

die ganze verantwortung für sich selbst übernehmen

und steht für sich mal im mittelpunkt...

tu alles was DIR gut tut,

entdecke deine möglichkeiten, fang ein neues hobby an.....

11.09.2013 07:36 • #4


Dariaaa


Hallo ArsMortis,

ich kann so mit dir mitfühlen. Mein Mann (26) hat sich auch nach 6 jähriger Beziehung (davon 3 Jahre verheiratet) von heute auf morgen von mir getrennt. Richtige Gründe habe ich bis heute nicht erfahren (wir sind jetzt 4 Wochen getrennt). Und das Gefühl ist furchtbar, wenn man weiß, dass man nichts mehr machen kann.

Ich hätte auch noch so gerne gekämpft, aber er möchte nicht. Eine andere Frau steckt nicht dahinter. Es ist eher, dass er auch mehr oder weniger aus dem Elternhaus in das "Freundin-/Frauhaus" gezogen ist und sich jetzt noch "ausleben" möchte.

Ich kann genauso wenig wie du nachvollziehen, wie man so eine lange Zeit (die auch sehr schön war) einfach "vergessen" kann und sie einem doch so wenig bedeutet.

Aber obwohl die Trennung für mich aus heiterem Himmel kam, hat sich mein Mann wohl schon über Monate mit diesem Gedanken beschäftigt. Er war schon länger unzufrieden, hat nur nie mit mir darüber gesprochen. Das ist nicht fair, wenn Menschen sowas einfach mit sich ausmachen, ohne den Partner miteinzubeziehen. Und wenn ihre Entscheidung schon gefallen ist, hat der andere keine Chance mehr irgendwas daran zu ändern. Ich erkenne den Menschen nicht mehr wieder, mit dem ich 6 Jahre meines Lebens verbracht habe. Er ist mir so fremd geworden... Er ist nicht mehr der Mann, den ich geheiratet habe. Dies ist so furchtbar für mich zu akzeptieren!

Und deine Angst "Single" zu sein, kenne ich nur zu gut. Ich war schon seit ca. 10 Jahren nicht mehr single. Und ich weiß auch nicht, was man als "single" macht. Wie man alleine glücklich sein kann. Wo man weggeht usw. Vor allem fallen mir soviele Situationen ein, die (für mich bisher) nur mit einem Partner vorstellbar sind: in Urlaub fahren, in den Zoo gehen, Silvester feiern usw.

Aber ich habe auch schon von so vielen gehört: Alles was neu ist, macht uns im ersten Moment Angst. Vielleicht merken wir erst in ein paar Wochen/Monaten, welche tollen Möglichkeiten uns das Single-Leben bietet.

Und ich kann dir nur eines sagen: Mit der Zeit kommen einem öfters die Gedanken "War er/sie wirklich die/der Richtige?" "Stimmt, das und das hat mich furchbar genervt, aber ich habe immer Kompromisse gemacht" usw.

Ich konnte es auch nicht glauben, als mir das Personen aus dem Forum erzählt haben, dass es so sein wird. Ich liebe meinen Mann immer noch und es gibt Tage, da kann ich fast nicht aufstehen, weil mich die Situation so trifft. Aber selbst ich merke (und das hätte ich NIE geglaubt), dass es mit der Zeit wirklich immer besser wird. Vor allem muss man sich immer vor Augen führen: Menschen, die sich so benehmen, uns anlügen und uns nie die Chance gegeben haben etwas zu ändern... das sind keine "guten" Menschen. Zumindest nicht gut für uns...

Kopf hoch. Wir schaffen das. Mit jedem Tag wird es besser. Glaub mir

11.09.2013 10:09 • x 1 #5


olivia


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Dariaa,

danke für die lieben und geistreichen worte.
es sind nicht die richtigen menschen für uns, die uns nicht Möglichkeit geben zu reden, oder zu ändern.

diesen menschen bedeuten wir, wenn eine neue Person ins spiel kommt, nicht viel, sonst wäre es vielleicht anders gekommen.

das neue ist schöner und wird durch die rosarote brille gesehen,
das alte wird dann langweilig und belastend, man will ohne große Erklärungen und ärger aus der Beziehung heraus..

der mensch der sich trennt, egal auf welche weise, wird erst später reflektieren können, was er getan hat, dazu ist noch nicht genug zeit verstrichen.

schaut vorwärts und nicht zurück, es geht immer weiter...

11.09.2013 10:43 • #6


gissi_berlin


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Hi du hast in mir eine leidensgenossin, 8 Jahre beziehung und nun sagt er er fühlt nichts mehr schätzt mich aber als Freundin.

Ich kann das nach empfinden, das schlimmste ist nicht mal das es passiert ist sondern das keiner unserer Partner uns die Chance gab das ganze zu Retten.

Lass uns gemeinsam Stark sein, dem der Schmerz sitzt einfach noch zu tief.

08.08.2017 05:26 • #7


Gast8


Ich glaube er hat es überwunden. Der Beitrag ist von 2013

08.08.2017 15:37 • #8