Zitat von Kronenmädchen:Ihr Lieben, ich danke euch für eure Antworten. Vom Kopf her öffnet das Geschriebene meine Augen, vom Herzen her macht es mich alles sehr traurig.. Ich kann euch gar nicht sagen, wie oft mir am Tag die Tränen kommen.. Sie laufen einfach so..
Egal, ob bei der Arbeit, zu Hause oder beim Auto fahren.
Ich fühle mich wie ein Kleinkind, was mit 32 Jahren lernen muss, glücklich zu sein.. Selbstständig.
Und ich hab noch keine Ahnung, wie ich das bewerkstelligen soll.. Für irgendetwas Freude zu empfinden, scheint für mich aktuell unmöglich

Vor einiger Zeit dachte ich noch, dass ich ein ganz normaler Mensch bin und nur etwas schüchtern..
Es trifft mich schon sehr, dass ich absolut kein Selbstbewusstsein habe, in einer emotionalen Abhängigkeit stecke und nur noch schwarz sehe

Dazu ist es so schwer, auf einen Menschen zu verzichten, den man so wertschätzt
Alles fürn A...
Man kann dieses positive Denken lernen! Also, gib die Hoffnung nicht auf.
Ich selbst hatte in den letzten 5 Jahren mit Angstzuständen und Panikattacken zu kämpfen.
Jahrelang habe ich genau so gedacht wie du. Ich konnte für so gut wie gar nichts Freude empfinden - oder immer nur zeitweise, wenn ein wirklich tolles Ereignis in meinem Leben eintrat. Und diese Freude war dann meist nach wenigen Tagen wieder verflogen, weil in mir etwas nicht okay war.
Meine Sicht auf die Dinge im Leben war grundlegend negativ. Auch wenn mir das niemand angesehen hat. Jeder Tag war im Grunde ein Kampf und ich habe mich oft wie beim Lösen des Rubik-Würfel gefühlt.
Ich habe probiert verschiedene Wege zu finden, um wieder glücklich zu werden. Und bin doch so oft gescheitert... Nichts schien zu helfen. Ich drehte mich im Kreis, kam nicht vom Fleck. Diese negative Energie hing an mir wie ein Klotz, den ich nicht abschütteln konnte.
Ich habe es weiter probiert und weiter probiert... Nette Worte von Freunden und Kollegen prallten an mir ab und konnten nicht zu mir durchdringen, da ich sie als oberflächlichen Trost abstempelte. An manchten Tagen durchströmte diese negative Energie meinen gesamten Körper und ich war wie gelähmt, lag nur zu Hause im Bett und habe einfach irgendwie funktioniert.
Ich versuchte mir einzureden, dass ich okay bin und alles nicht so schlimm ist. Ich spielte mir selbst was vor und habe mich mies gefühlt, weil es eben nur fake war. Aber ich konnte nicht total niedergeschlagen auf der Arbeit aufkreuzen. Doch ich wollte auch diese Maske nicht mehr tragen.
Es war wirklich wie ein Kampf gegen einen inneren Dämon. Mal hatte er die Oberhand, an anderen guten Tagen, hatte ich sie.
Ich dachte: So will ich nicht bis an mein Lebensende weiter machen - es muss sich etwas verändern. Und dieses Mal richtig!
Und dann passierte in mir etwas, das ich selbst nicht wirklich beschreiben kann... Es war wie ein inneres Licht, was in mir zu leuchten begann. Es war klein, kaum wahrnehmbar aber dennoch da. Ich dachte, dass es sicherlich wie alle anderen guten Gefühle nach einigen Tagen erlischt und ich wieder in diese Traurigkeit zurück verfalle... Aber dem war nicht so - es wuchs! Und ich "fütterte" es, indem ich mir selbst positiv zusprach. Mir kamen so viele Gedanken in den Kopf, dass ich plötzlich nicht mehr verstand, warum mich viele Dinge zuvor so traurig machten. Ich fand die Welt um mich herum plötzlich faszinierend. Und noch faszinierter bin ich von dem, was ich nicht sehen kann oder was mir unerklärlich ist. Seitdem beschäftige ich mich viel mit Astronomie und auch Physik. In mir wurde eine Neugierde geweckt den tieferen Sinn der Dinge zu ergründen. Und gleichzeitig bin ich fasziniert davon wie viel wir eben noch nicht wissen.
Das war mal meine Geschichte zum wieder gefundenen Selbstbewusstsein.
Ich weiß, du bist jetzt verzweifelt. Aber sieh den heutigen Tag als Beginn einer spannenden Reise. Stell dir doch mal vor, wie DU gern sein willst. Stell dir die beste Version von dir selbst vor - ohne dass du dabei andere Menschen um dich herum siehst. Hier geht es nur um dich allein. Du kannst dich schon jetzt darauf freuen, diese irgendwann wieder zu werden.
Du darfst keine Angst haben Rückschläge auf dieser Reise zu erleben. Schlechte Tage gibt es im Leben jedes Menschens, egal wie positiv die eigene Einstellung zum Leben ist. Wichtig ist, dass du dir klarmachst: "Ich blicke nach vorn! Nicht zurück!" Und so machst du einfach den Anfang. Begrüße das Ungewisse, das vor dir liegt. Sei offen. Lass dich überraschen! Es werden tolle Dinge passieren. Sobald du diese positive Energie ausstrahlst, wirst du auch anfangen positive Dinge anzusehen. Für mich ist das ein ungeschriebenes Gesetz der Natur.
Versuche dich zum positiven Denken zu bewegen! Glaub fest daran, dass DU es verdient hast, dass dir tolle Dinge widerfahren.