Zitat von vipes_:Sind für euch Menscfhen austauschbar? Komepensiert ihr? Ich meine, wenn man sich verliebt hat oder man liebt einen Menschen, weil er oder sie etwas Besonderes für einen darstellt, wie kann es gehen?
Es ist ja nicht verkehrt einen Weg zu finden, aber verdrängt man dadurch nicht einfach?
Ich meine jetzt nicht destruktive Beziehungen, die auslaufen, sondern eine wirkliche Liebe, die durch eine andere ersetzt wird.
Mir fällt es jahrelang so schwer einen bestimmten Menschen zu vergessen.
Beim letzten Treffen war er alles andere als toll und nett, aber es geht um sein Wesen.
Ich kann diesen Menschen und sein Wesen nicht vergessen.
Eigentlich kein Problem, wenn es nicht mit Schmerz verbunden wäre.
Sind für euch Menschen austauschbar oder kompensiert ihr?
Deckelt ihr? Man sagt ja auch, wenn man unglücklich verliebt ist, dann soll man sich einfach neu verlieben.
Ist es so einfach?
Für mich sind Menschen immer etwas Besonderes.
Wahrscheinlich habe ich deshalb immer solche Probleme.
Es gibt wenig Menschen in meinem Leben, die wirklich etwas Besonderes sind und sie sind für mich wertvoll.
Nein liebe FS, sie sind überhaupt gar nicht niemals im Leben austauschbar. Ich sehe es genauso wie Du. Ich binde mich auch sehr tief und dann interessieren mich auch keine anderen Männer.
Warum ist es trotzdem so? Ich habe mir lange diese Frage gestellt und bin zu keinem Ergebnis gekommen, höchstens zu Annäherungswerten, aber was nützen die, wenn das kleine bescheidene Herz nicht mitziehen mag mit den Erkenntnissen.
Jeder Mensch ist so einzigartig in seinem Wesen, in seinen Erfahrungen und seinem Aussehen, dass Austauschen unmöglich gelingen kann. Viele sagen, dass es mit jemand neues nicht gleich ist, aber eben anders. Leider hat auch das mich nicht weitergebracht. Denn will ich anders? Oft habe ich mir gewünscht der Mann ist so wie er ist, nur ein wenig anders hier und da. Aber dann sind wir wieder bei der Krux, dass man niemanden verändern kann und auch nicht sollte. Ich glaube das höchste in der Liebe, ist tatsächlich eine gewisse Form der Bedingungslosigkeit, den anderen so zu nehmen wie er/sie ist und diesen dann eben in all seiner/ihrer Schönheit und mit allen Schrullen zu lieben.
Es heißt immer es passt oder nicht, dabei wird jedoch vergessen, das Passung eben auch Einlassen und Akzeptanz bedeutet. Und zu guter Letzt die Bereitschaft miteinander zu bleiben. Das würde wiederum bedeuten, dass man fast jeden Menschen heiraten könnte. Doch das ist Unsinn, ja es leben 4 Mrd. Menschen auf diesem Planeten und ich muss nicht um einen trauern, aber ich denke unsere Werte und Schnittstellen weisen mir die Richtung. So dass eben doch nicht jede/r passt.
Ich habe bisher einmal in meinem Leben eine Beziehung beendet und das war in meiner Pubertät. Danach kamen mir oft meine Muster in die Quere, um rechtzeitig zu gehen. Aber dennoch hätte ich mir mit einem einzigen Mann vorstellen können weiterzumachen und eben nicht aufzugeben. Ich hätte gerne mit ihm die ganzen Päckchen bearbeitet und wäre gerne noch stärker daraus hervorgegangen. Er hat es nicht so gesehen und hat mich verlassen, ist zwei Monate später in eine neue Partnerschaft gegangen. Ich kann Dir sagen, dass hat mich im Kern getroffen. Ich begreife bis heute nicht, wie man diese Form der seriellen Monogamie leben kann, vor allem so kurz hintereinander. Ich bin 40 und hatte bisher drei Partnerschaften.
Aber es war dennoch ok, dass er gegangen ist, denn nun hatte ich Zeit den Wachstumsmotor anzuschmeißen. Und ich habe mich noch nie so rasant entwickelt und mich so intensiv mit mir selbst auseinandersetzen müssen, können, dürfen. Dennoch hat dieser Mensch immer ein Fleckchen in meinem Herzen, aufgrund seines Wesens in dem ich mich so schön gespiegelt habe.

Das ist es vielleicht, weshalb wir nicht vergessen können, das Spiegeln im Anderen war doch auch schön.
Ach ja und natürlich auch ein Grad der Abhängigkeit durch Verlustangst.