Danke Unbekannt, ich muss gerade schon wieder heulen. Es tut gut, wenn jemand schreibt, der ein wenig versteht...
Zitat: Der Vater meiner Ex-Freundin hatte z.B. Verfolgungswahn. Er lebte deswegen sehr einsam, war aber ein sehr netter Mensch und hat nach einer Weile auch zu mir soetwas wie Vertrauen entwickelt.
Ja, immerhin hat sie mir gegenüber Vetrauen...aber wenn ich mal zaghaft anmerke, dass ich ihre Kopf-Kreationen für unrealistisch halte, dann zieht sie wie eine Schnecke die Fühler ein. Ich habe Angst, sie damit noch mehr in die Isolation zu treiben. Verfolgungswahn direkt hat sie nicht; sie sieht eher hier und da Feindschaftlichkeit...und braut sich dann allerhand Komplizenschaften, Machenschaften, Verschwörungen (gegen oder für sie) zusammen

In der Folge hat sie schon viele Beziehungen abgebrochen und leidet unter Einsamkeit. Therapie will sie nicht machen. warum? Ihr könnt es euch denken: auch die Therapeuten könnten in die Machenschaften involviert sein
Ein weiteres problem füür mich ist, dass ich oft nicht wage zu unterscheiden, welcher Alltagskonflikt (von ihr) nun eben eine normale Konfliktsituaition ist, oder eben wieder nur ein Wahnkonstrukt. Denn sie hat ja sonst einen total klaren Verstand. Neulich sprach mich eine Freundin von ihr wegen ihres (meiner Mutters) Kontaktabbruchs an und ich wollte meine Mutter nicht bloßstellen (ganz schnell ist man doch stigmatisiert)...Und ich laufe Gefahr, ihr Unrecht zu tun, wenn ich jeden Konflikt auf ihre Krankheit schiebe. Auf der anderen Seite habe ich durch mein Schweigen keinen Ansprechpartner und das beslastet mich. Ihr seht, ich werde in eine Art kriminologisches Detektivspiel hineingezogen, das ich definitiv nicht will! ICH kann nicht entscheiden, was wahr oder nicht wahr ist.
Ich hatte mal einen Freund, der ebenfalls plötzlich P bekam...es wurde immer immer schlimmer...Der Geheimdienst arbeitete gegen ihn

Was der für eine Fantasie hatte! Naja und als ich ihm meine Zweifel mitteilte, da hörte ich "Aha! Auch Du!" Und er brach den Kontakt ab- seit inzwischen 7 Jahren! Wir sind zusammen zur Schule gegangen...heißt, auch die Zeit schaffte kein Vertrauen...
p.s. Diagnose hat sie.
Vielleicht ist die Paranoia je nach Diagnose mal mehr mal weniger präsent. Nutze die Zeit in der sie weniger im Vordergrund steht um in den Phasen Zugang zu finden. Wovor oder in welchen Situationen hat er Angst? Es gibt immer viele Wege wenn der Mensch dir etwas bedeutet.