Zitat von Rob_:
eine nahtoderfahrung. das verändert - wie man so hört - oftmals bei den betroffenen die lebenseinstellung. komplett. da fällt mir eben alexander ein, so heisst er glaube ich - er schrieb einen bestseller danach.
Dann habe ich noch Hoffnung
Dachte auch schon mal ans Bücher schreiben.
Sagen wir es mal so , ich hatte nich nie solch eine Ruhe und Zufriedenheit empfunden wie in diesem Moment.
Ich war ein Mensch der ein Hauptberuf hatte , und 2 bis 3 Nebenjob .
Immer auf der Überholspur. Das hatte damals anscheint Sinn.
Heute ist mit der Moment irgendwie innezuhalten wichtiger .
Ich erwische mich wie ich spazieren gehe. Und plötzlich auf dem Nachmittag sage , bei regen und Hagel , es ist ein schöner Tag.
Die Prioritäten ändern sich. Man wird ruhiger.
Was soll noch für ein Problem kommen , wenn man da an der Kante gestanden hat.
Nach dem Unfall fragten sich die Ärzte , linke Schulter kaputt , rechte kaputt , warum ist die Wirbelsäule nicht gebrochen.
Für ein Mensch der immer viel läuft , sport treibt , nicht vorstellbar.
Dank des Sportes und durch den Sport erlernt wie man fällt , hatte ich durch die Muskulatur, das fallen , und eben viel Glück NUR das was ich oben beschrieb.
Am kommen Tag stand ich im Flur. 2 Minuten vor der Visite was ich nicht wusste.
Die Ärzte sahen mich ( eine Schwester flüsterte , das ist der Motorradfahrer [ es lag Schmutz in der Kurve und Öl zur Info ), der Arzt fragte aus der Entfernung , was machen sie hier auf dem Flur
Ich sagte ich will leben.
Am selben Tag stand ich im Bad in dem Krankenhaus vor dem Spiegel. Sah mich an.
Sprach mit mir,........35 Jahre hast du Sport gemacht weil du Spaß daran hättest , oder gut aussehen wolltest. Bist 5 bis 6 mal zum Training gerannt die Woche oder noch öfters.
Hier geht es jetzt nicht um gut aussehen oder dicke Muskeln . Hier geht es um dein Leben.
Ich sagte mir ..., wenn du die selbe Disziplin , die selbe Sturheit an dem Tag legst wie beim Sport hast du gute Chancen das das halbwegs vernünftig wird.
Man wusste nicht wieviel Schaden nach solch Unfall bleibt.
10 Wochen durfte ich die Arme , Schultern nicht bewegen.
Mir viel ein Satz von einer Freundin vor Jahren ein, nachdem ich feststellte das mich zwei mal Krankengymnastik die Wochen hier definitiv nicht weiter bringen würde.
du hast soviel Erfahrung im Sport , soviel wissen........,
Ich setze mich hin, lass mich noch mehr über Anatomie ein, und machte meine kleinen Trainingspläne.
4 Monate bin ich weiter als wie ich sein müsste.
Fast jeden Tag habe ich geübt. War erst traurig, aber irgendwann kam beim üben das Lächeln wieder.
Die Schmerzen waren schlimm. Durch 35 Jahre Kampfsport einiges gewohnt , aber jeden Tag 2 bis 3 mal schmerzen auf Level 10 ist zermürbend.
Ich lächekte immer noch , weil es ist mein Weg, und es macht mich doch stolz , das ICH soweit gegangen , gekommen bin. Weil ich es wollte , weil ich es möchte .
Müssen hätte ich nicht !