trinidad
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Ich bin seit vier Jahren mit meinem Partner zusammen. Die ersten drei Jahre waren sehr schön, im letzten Jahr fingen aber langsam und schleichend die ersten Unsicherheiten an, ob unsere Beziehung in Zukunft noch Bestand hat. Er zog sich emotional immer mehr aus der Beziehung heraus, denn er denkt, dass ich ihn nicht richtig liebe. Ich bin ein Mensch, der das noch nie richtig zeigen konnte, er braucht aber ziemlich viel Bestärkung, am meisten durch Worte. Und da bin ich leider nicht die Gefühlsstärkste, die das frei heraus kann. Ich habe aber nie in meinem Verhalten Zweifel aufkommen lassen, dass ich keine Gefühle für ihn habe. Ich schätze ihn sehr, ich verbringe gern meine Zeit mit ihm. Jetzt ist sein Einsatz in der Beziehung schwächer und schwächer geworden und ich ziehe mich auch mehr und mehr zurück.
Meine Frage: Ist das einfach der Lauf der Dinge, dass zwei Menschen, die zu Anfang sehr begeistert voneinander waren, dem Fallball der Zeit zum Opfer fallen, denn die Zeit killt bei den meisten Pärchen das gegenseitige Begehren... Man kennst sich schon so lange, man entdeckt keine großen Geheimnisse mehr bei dem anderen, alles scheint erobert und dann kommt die Phase, in der man sich auf den anderen verlässt, auf ihn baut und genau in dieser Zeit, wenn die Verliebtheit der Liebe oder Wertschätzung weicht, verblasst die Leidenschaft. Und schon sieht man sich eines Tages mit der Wahrheit konfrontiert: Die Liebe ist vielleicht noch da, aber die Bereitschaft alles zu geben [vielleicht auch ohnehin nur in der Verliebtheitsphase von Bedeutung] ist weg und man driftet auseinander...
Wie seht ihr das? Kann man eine Liebe nochmal entfachen, wenn auf beiden Seiten der Rückzug begonnen hat? Muss ich Schluss machen, auch wenn es mir schwer fällt?